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Leserstimmen zur EEG-Befreiung Lobbyerfolg oder Super Gau?

| Redakteur: Robert Weber

Im Newsletter der letzten Woche habe ich die neuesten EEG-Befreiungen kritisiert. Viele Leserinnen und Leser haben geantwortet. Einige unter Ihnen unterstützen meine Meinung, andere kritisieren mich scharf. Eine Auswahl:

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Auch in unseren Leserkommentaren werden Zweifel an der Energiewende laut. Diese Stimmung spüren Befürworter und Gegner.
Auch in unseren Leserkommentaren werden Zweifel an der Energiewende laut. Diese Stimmung spüren Befürworter und Gegner.
(Bild: Mehr Demokratie unter CC BY-SA 2.0, Flickr.com)

„Ich weiß nicht, wo das ein Lobbyerfolg ist!? Besser wäre eine Solidargemeinschaft aus Industrie und Handel, vereint mit allen Bürgern um die Energiewende schneller voran zu bringen! Die Ausnahmen bestärken nur das bisherige ineffektive System. Wer zahlt eigentlich die Lasten der Kernenergie für die nächsten 20.000 Jahre? Sie sollten das einfach mal etwas rationaler betrachten!" Ein Leser aus Berlin

„Schön, dass Sie sich im Gegensatz zu den Kollegen von den "großen" Tages- und Wochenzeitungen nicht scheuen, diese .......ei auch einmal im Klartext als solche anzusprechen. Bitte weiter so und lassen Sie sich nicht unterkriegen! Der Begriff "Energiewende" an sich ist ja schon purer Schwachsinn. Die "sogenannte Energiewende" ist ja (wenn überhaupt) allenfalls eine Stromwende. Eine "richtige" Energiewende würde Gewerk- und Lobbyüberschreitende Planung, Koordination und Umsetzung erfordern. Die Herausforderung liegt dabei primär nicht in der Umschichtung der Primärenergieträger (jaja, Braunkohle- statt Kernkraftwerke - vielen Dank!) sondern in einer ganzheitlichen Nutzung der Synergien zwischen den Hauptverbrauchergruppen für die "entropierte" Energie (Wärmeversorgung - Industrie - Verkehr)" Ein Leser aus Oberhaching

„Wir sind in der Oberflächenveredelnden Branche (25.61 Oberflächenveredelung, Wärmebehandlung, Liste 2 der EEG) tätig und auch international ausgerichtet. Bisher haben wir noch keine aus meiner Sicht „wettbewerbsverzerrende EEG-Umlagenerstattung“ erhalten. Der Grund ist, dass wir –obwohl sehr energieintensiv- (über 10 % vom Umsatz von 13 Mio. €) die obligatorische Bruttowertschöpfungskennzahl ohne (legitime) Tricks nicht erreichen. Ich bin grundsätzlich gegen eine Erstattung- aber wenn sie dann schon erfolgt, sollte sie nicht nach der Rasenmähermethode sondern degressiv erfolgen. Bei den Lesern wird in der Berichterstattung leider oft der Eindruck erweckt, dass alle Unternehmen der jeweiligen Branche die Umlagenerstattung erhalten. Das ist definitiv nicht richtig." Ein Leser aus Sinn

„Ihr Kommentar zum EEG ist etwas kurz gesprungen. Es bräuchte keine Ausnahmeregelungen zum EEG, wenn es nicht die jährlichen Subventionen von 24 mrd für die erneuerbaren gäbe. Ordnungspolitisch ist das ein super GAU. Die Energiewende ist unglaublich kostspielig und unwirksam und sie verdrängt Energie intensive Unternehmen aus Deutschland mit unübersehbaren Folgen für die Wertschöpfungskette. Und für die Umwelt bringt der deutsche Beitrag auch nichts: im Standard Klimamodell führt dir gesamte deutsche Förderung der nächsten 20 Jahre zu einer Reduktion um gerade mal 0,001 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts. ( Björn Lomborg, FAZ 8.5.15 )"Ein Leser aus Lemgo

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