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Igus Lowcost-Automation für die Zukunft

| Redakteur: Sariana Kunze

Igus stellt auf der Hannover Messe 2011 den Zukunftsmarkt der Lowcost-Automation vor: Produktvielfalt ab Lager, Online konfiguriert, Kunststoffe durch Elektronik ergänzt.

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Produktvielfalt schnell ab Lager - bei Igus in Köln (Bilder: Igus)
Produktvielfalt schnell ab Lager - bei Igus in Köln (Bilder: Igus)
( Archiv: Vogel Business Media )

Überschattet von Naturkatastrophen und Strahlenangst in Japan hat Kunststofftechnik-Spezialist igus zur jährlichen Pressekonferenz auf der Hannover-Messe eingeladen. Das Unternehmen, 28 eigene Niederlassungen weltweit zuzüglich Händlerstützpunkte in weiteren 35 Ländern, ist seit über 25 Jahren in Japan vertreten, nur 120 Kilometer von Fukushima entfernt. CEO Frank Blase: „Zu unserer großen Erleichterung sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien unversehrt.“ Infolge des schweren ersten Erdbebens habe es zwar Verwüstungen in der Verkaufszentrale in Tokyo und im Lager in Tochigi nahe der Hauptstadt gegeben. „Doch das waren glücklicherweise alles nur mechanische Schäden“, so Blase, die überdies binnen einer Woche behoben wurden.

80 neue Kunststoff-Produkte in Hannover

In Hannover präsentierte igus über 80 Produktneuheiten und Programmerweiterungen. Dabei sieht das Unternehmen die Bereiche Lowcost-Automation bzw. Lowcost-Robotics als Zukunftsmarkt. Bei den Energieketten und Leitungen wurden neu vorgestellt u.a. ein völlig neu designtes „E6“-System, 37 Prozent leichter, einfach zu montieren, für noch dynamischere Bewegungen. Diese zweite Generation mit Namen „E6.1“ ist eine schnelle, sehr leise und vibrationsarme Energiekette, die besonders abriebfest bzw. verschleißarm ist. Weiter zeigte das Unternehmen u.a. eine energieeffiziente „E2/000“-Rollenkette für lange Verfahrwege, die 75 Prozent weniger Antriebskraft braucht, sowie die Datenleitung „Chainflex CF11“ jetzt mit 6,8xd Mindestbiegeradius in der Energiekette. Im Bereich Polymerlager stellte igus u.a. „grüne“ schmierfreie „iglidur“-Gleitlager vor, die zu 54 Prozent auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, extrem verschleißfeste wartungsfreie „xiros“-Kugellager für hohe Drehzahlen oder auch „DryLin“-Steilgewindemuttern mit „Zero-Backlash“-Mechanismus, die über die gesamte Lebensdauer geringstes Axialspiel gewährleisten.

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Dabei wird das Unternehmen immer mechatronischer, auch im Bereich der Lowcost-Automation. Dazu präsentierten die Kölner neu z.B. anschlussfertige Linearachsen mit NEMA-Schrittmotoren, ein kompaktes, schnell montierbares Condition Monitoring-System für lange Energieketten-Verfahrwege, eine intelligente Förderkette für Pick-and-Place-Anwendungen oder auch jetzt ab Lager lieferbare Mehrachsgelenke für Lowcost-Roboter, optional mit Antriebseinheit und dem Prototypen einer einfachen Steuerungssoftware. Frank Blase: „Basis allen Fortschritts bilden unsere eigenen, tribologisch optimierten Kunststoffe, zunehmend kombiniert mit elektronischen Elementen.“ Kernkompetenzen blieben die Materialforschung als Basis des Unternehmenskonzeptes „plastics for longer life“ und permanent neue, pfiffige Konstruktionsideen, so Blase.

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