Forschung Mähdrescher für Refurbishing fit machen

Quelle: Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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Mähdrescher laufen oft über Jahrzehnte hinweg. Wie können Hersteller das schon bei der Entwicklung berücksichtigen, damit die Maschinen einfach zu modernisieren sind?

Claas arbeitet daran, seine Mähdrescher fit für das Refurbishment zu machen. (Bild:  Claas)
Claas arbeitet daran, seine Mähdrescher fit für das Refurbishment zu machen.
(Bild: Claas)

Landmaschinenhersteller Claas hat im Projekt „GoProZero“ im Rahmen des Technologienetzwerkes „it's OWL“ untersucht, wie sich Mähdrescher durch geeignete Elektronik-, Sensor- und Softwarearchitekturen gezielt für ein späteres Refurbishing vorbereiten lassen. Laut einer Mitteilung arbeitet das Unternehmen dabei mit der Universität Bielefeld, dem Fraunhofer IOSB-INA und der Technischen Hochschule OWL zusammen, um die elektronische Modernisierung langlebiger Bestandsmaschinen technisch zu erleichtern.

Im Fokus steht die Frage, wie sich Maschinen so entwickeln lassen, dass neue Sensoren, Steuerungen und Softwarefunktionen auch Jahre später in bestehende Systeme integriert werden können. Hintergrund ist die lange Lebensdauer landwirtschaftlicher Großmaschinen, während sich digitale Technologien deutlich schneller weiterentwickeln. Ziel ist es daher, modulare Hardware, standardisierte Schnittstellen und flexible Datenmodelle bereits in der Entwicklungsphase zu berücksichtigen, um spätere Nachrüstungen effizient zu ermöglichen.

Refurbishing als wichtiger Baustein

Am Beispiel moderner Mähdrescher analysiert das Projekt die Übertragbarkeit von Sensordaten und elektronischen Funktionen über unterschiedliche Baureihen und Generationen hinweg. Dazu wurden im realen Ernteeinsatz Sensordaten aus verschiedenen Prozessaggregaten erfasst und ausgewertet. Auf dieser Grundlage entwickeln die Projektpartner Modelle, die zeigen sollen, unter welchen Bedingungen sich elektronische Komponenten skalieren, austauschen oder nachrüsten lassen.

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Refurbishing gilt dabei als wichtiger Baustein der Kreislaufwirtschaft. Durch die Modernisierung von Elektronik und Software können Maschinen länger genutzt und Ressourcen geschont werden. Für Hersteller eröffnet dies zudem neue Möglichkeiten, Maschinen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg funktional zu erweitern und wirtschaftlich aufzuwerten.

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur Claas zugutekommen, sondern auch anderen Unternehmen als Orientierung dienen. Insbesondere modulare Elektronikarchitekturen und standardisierte Schnittstellen könnten künftig dazu beitragen, Modernisierungen planbarer umzusetzen und langlebige Maschinen besser in digitale Produktionsumgebungen zu integrieren.

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