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Leistungsfähige Web-Browser können selbst Audio- und Videodaten sowie ausführbare Elemente abspielen. Die Web-Visualisierung arbeitet also ohne zusätzlichen Treiber oder eine Software-Installation. Der CPU-Ressourcenbedarf ist dabei so gering, dass auf einen leistungsstarken Industrie-PC verzichtet werden kann. Das senkt nicht nur die Anschaffungskosten, sondern wirkt sich auch positiv auf den Energieverbrauch aus.
Stichwort „Wettbewerbsvorteil“: Die Anwendung jederzeit und von jedem Ort bedienen und überwachen
Selbst einfache Büro-PC oder Mobilfunkgeräte wie PDA oder Smartphone sind in der Lage, Informationen darzustellen oder in den Prozess einzugreifen. Technologisch wäre dies auch mit anderen Endgeräten mit integrierter Ethernet-Schnittstelle und Java-fähigem Browser – beispielsweise Firefox oder IE mit Sun Java VM – möglich, die an ein Display zur Web-Visualisierung gekoppelt sind. Als Beispiel sei eine Internet-fähige Spielkonsole mit LCD-TV genannt. Die Mensch-Maschine-Interaktion wird somit standort- und zeitunabhängig, will heißen das Servicepersonal kann die Maschine oder Anlagen zu jeder Zeit und von jedem Ort bedienen und überwachen. Der Anwender hat per Web stets mehr Automatisierung im Blick.
Stichwort „sicher“: Das Unternehmensnetzwerk vor unbefugten Zugriffen schützen
Die Verwendung von Web-Technologien und hier insbesondere die Anbindung an das potenziell unsichere Internet ziehen allerdings neue Anforderungen an die Auslegung und den Betrieb industrieller Automatisierungssysteme nach sich. Da von extern auf das Unternehmensnetzwerk zugegriffen werden kann, steigt die Möglichkeit unbeabsichtigter sowie vorsätzlicher „Fehlbedienungen“, welche die Sicherheit der Maschine oder Anlagen sowie die Integrität und Vertraulichkeit der Daten gefährden. Einen wirkungsvollen Schutz bieten die Datenübertragung über einen geschlossenen VPN-Tunnel (Virtual Private Network) sowie die Nutzung des bewährten Sicherheitsprotokolls IPsec (Internet Protocol Security). Als Erweiterung des IP-Protokolls sorgt IPsec für die Verschlüsselung, Authentifizierung und Integrität der Informationen. Der Standard gilt als sicher und ist daher bestens für den Datenaustausch über öffentliche Netze geeignet. Security-Geräte wie der FL MGuard von Phoenix Contact unterstützen darüber hinaus verschiedene Verschlüsselungsmechanismen mit unterschiedlichen Schlüssellängen. Die VPN-Verbindungen sind vollkommen transparent für jede Applikation und dabei auf der Netzwerkebene verschlüsselt und signiert.
Eugen Schenfisch,
Dipl.-Wirt.-Ing. Eugen Schenfisch, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont
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