VDMA Maschinenbau bekommt kräftigen Dämpfer

Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Sariana Kunze

Das schwierige Jahr 2013 ist für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer mit einem herben Dämpfer zu Ende gegangen: Der Auftragseingang lag im Dezember um real 6 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilt.

Firmen zum Thema

Für die deutschen Maschinenbauer ist das durchwachsene Jahr 2013 mit einem Dämpfer zu Ende gegangen.
Für die deutschen Maschinenbauer ist das durchwachsene Jahr 2013 mit einem Dämpfer zu Ende gegangen.
(Bild: Siemens)

Das Inlandsgeschäft sank um 10 Prozent, das Auslandsgeschäft lag um 4 Prozent unter Vorjahresniveau, heißt es weiter. Im Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2013 sank der Bestelleingang im Vorjahresvergleich um 3 Prozent. Die Inlandsaufträge lagen bei minus 4 Prozent, die Auslandsaufträge bei minus 2 Prozent. Für das Gesamtjahr (Januar bis Dezember 2013) ergebe sich insgesamt ein Minus von 2 Prozent. Die Inlands- und die Auslandsaufträge lägen mit jeweils minus 2 Prozent unter Vorjahresniveau.

Maschinenbau erleidet starken Einbruch in der Eurozone

„Kräftige Dämpfer gab es im Dezember im Inland und in den Euro-Nachbarländern. Grundsätzlich sollte man ein Monatsergebnis nicht überbewerten. Doch wir hätten uns einen besseren Abschluss für ein ohnehin schwieriges Jahr gewünscht“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. „Alle Hoffnungen ruhen nun auf 2014.“

Bildergalerie

Besonders stark gingen laut Wiechers die Aufträge aus den Euro-Nachbarländern zurück: Hier ging es im Dezember um 21 Prozent nach unten. „Etwas positiv verlief der Geschäftsverlauf mit den Nicht-Euro-Ländern: Hier gab es ein Plus von 2 Prozent“, erläuterte der VDMA-Chefvolkswirt weiter.

Noch stärker erwischte es indessen den bayerischen Maschinenbau. Hier lag der Auftragseingang im Dezember um real 14 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft verzeichnete dabei ein Minus von 35 Prozent, das Auslandsgeschäft blieb auf Vorjahresniveau, wie der VDMA-Landesverband Bayern in München mitteilte. Im Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2013 habe sich in Bayern insgesamt ein Minus von real 6 Prozent im Vorjahresvergleich ergeben, bei den Inlandsaufträgen ein Minus von 13 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Minus von 2 Prozent.

VDMA verbreitet Optimismus für 2014

Im Verlauf der letzten Monate habe der Maschinenbau jedoch eine leicht anziehende Ordertätigkeit aus dem Inland verspürt, berichtete Wiechers, ebenso aus den Euro-Nachbarländern, während die Nicht-Euro-Länder schwächelten. „Wir sind jetzt gespannt auf der Jahr 2014, es sollte mit weniger Belastung vorangehen“, hofft der VDMA-Chefvolkswirt. „Insgesamt sind die Frühindikatoren positiv. Wir haben natürlich Belastungen, aktuell aus den Schwellenländern, aber mit einem Anziehen der Weltkonjunktur wird auch der Maschinenbau wieder an Fahrt gewinnen: Wir rechnen mit einem Zuwachs der Produktion von 3 Prozent.“

(ID:42517464)