AMB 2016 Maschinenbau zeigt gute Messestimmung

Redakteur: Karin Pfeiffer

Hohe Besucherqualität und Investitionsfreude registrierte die Messe Stuttgart auf der diesjährigen AMB - und 90.000 Fachbesucher.

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Junge Tüftler montieren Formel-1-Modellwagen auf der Sonderschau Jugend der VDW-Nachwuchsstiftung auf der AMB 2016
Junge Tüftler montieren Formel-1-Modellwagen auf der Sonderschau Jugend der VDW-Nachwuchsstiftung auf der AMB 2016
(Bild: Messe Stuttgart)

„Eine durchweg positive Stimmung und strahlende Gesichter sind eindeutige Zeichen für den Erfolg der AMB 2016. Am Donnerstag, der die Halbzeit der fünf Messetage markiert, konnten wir den besucherstärksten AMB-Tag aller Zeiten verbuchen.“, freut sich Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Das bestätigten auch die 1.469 Aussteller der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung, die am 17. September in Stuttgart zu Ende ging. Insgesamt zählte die Messe in den fünf Tagen wieder knapp 90.000 Fachbesucher, von denen 16 Prozent (2014: 15 %) aus 83 (68) Ländern zur AMB nach Stuttgart kamen. Neben Delegationen aus dem Iran und China, reiste eine Gruppe von 170 Besuchern per Charterflug aus Linz an. Die Aussteller präsentierten zahlreiche Innovationen und Weiterentwicklungen, die erstmals zu sehen waren. Sie belegten das gesamte Stuttgarter Messegelände mit seinen 105.200 m2 Bruttofläche.

Erwartungen des VDW und VDMA erfüllt

„Die AMB ist als eine der wichtigsten Branchenmessen gesetzt und konnte auch 2016 die Erwartungen unserer Mitglieder erfüllen. Vom Start weg volle Messehallen, eine hohe Besucherqualität in Bezug auf Entscheidungskompetenz und Investitionsfreudigkeit sowie die durchweg positive Stimmung bei Ausstellern und Besuchern, setzen den von uns erwarteten Impuls für eine weiter positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Wir gehen daher davon aus, dass die von uns im Vorfeld prognostizierte Werkzeugmaschinenproduktion von plus 2 Prozent erreicht werden wird“, resümierte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.

Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, schloss sich dieser Einschätzung an: „Das sehr hohe Niveau der Vorveranstaltung wurde gehalten. Die Gespräche auf den Ständen machten extrem Spaß und die Messehallen waren zum Bersten voll. Wir fühlten uns richtig wohl, die AMB ist in Stuttgart genau am richtigen Ort“. Markus Heseding, Geschäftsführer des Fachverbandes, ergänzte: „Unser erstmalig veranstaltetes Forum Industrie 4.0 auf unserem Gemeinschaftsstand in Halle 1 wurde hervorragend angenommen. Wir hatten starken Zulauf und viele interessierte Besucher bei den Expertenvorträgen. Dieses Format werden wir in Zukunft ausbauen und fortführen."

Drei Viertel kamen mit Einkaufsabsichten

Die Besucherqualität blieb ebenfalls auf hohem Niveau. Rund drei Viertel gaben an, bei Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein und 75 Prozent kamen mit konkreten Kauf- und Investitonsabsichten zur Messe. Gut ein Drittel machte der Maschinenbau den größten Anteil der Besucherbranchen aus. Danach folgten die metallbe- und verarbeitende Industrie 24 Prozent, Automobilindustrie / Fahrzeugbau mit 17 Prozent, Werkzeug- und Formenbau mit zwölf Prozent und Metallbaubetriebe mit neun Prozent . Mehr als ein Drittel der Besucher gaben an, nur die AMB und sonst keine andere Messe zu besuchen. Rund die Hälfte ist sich sicher, dass die Bedeutung der AMB weiter steigen wird. Weiterempfehlen würden die AMB 98 Prozent der Besucher.

Neben der Maschine der Zukunft, also allen Entwicklungen unter dem Begriff Industrie 4.0 und den Innovationen der Aussteller, prägten Nachwuchs- und Fachkräfteförderung die Angebote im Rahmenprogramm. Im technischen Bereich setzten die AMB Experten Lounge powered bei mav, das VDMA Forum Industrie 4.0, die Innovationstour Metallbearbeitung vom PTW Darmstadt und zahlreiche Live-Vorführungen viele Impulse. Meinolf Gröpper, VDMA Fachverband Software und Digitalisierung, fasst zusammen: "Digitalisierung und Virtualisierung im Sinne von Industrie 4.0 fanden nicht nur in Halle 4 statt. Das Thema war in Hallen präsent und man spürte das Hohe Interesse der Besucher."

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