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Quest Studie Maschinenbauer haben gemischte Gefühle

| Redakteur: Sariana Kunze

Quest TechnoMarketing hat den deutschen Machinenbau vor dem Hintergrund für die Änderungen im Einsatz vom Servoantrieben unter die Lupe genommen und die Wachstumserwartungen bis 2016 erfragt. Diese Umfrage ergab, dass der Maschinenbauer mit jährlich 2,7 Prozent Wachstum rechnet. Hinter der Durchschnittsgröße verbirgt sich eine breite Spanne unterschiedlicher Wachstumserwartungen. Sie reichen von Produktionsrückgängen über Stagnation bis hin zu Wachstumserwartungen von mehr als 50 Prozent.

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(Quest/10_2013)

Ein jährliches Wachstum von 2,7 Prozent bis 2016 bedeutet, dass die Produktion von Maschinen insgesamt um elf Prozent wächst. Die Wachstumserwartungen der Maschinenbauer sind breit gefächert: 54 Prozent und damit die knappe Mehrheit der befragten Maschinenbauer erwartet, dass die Jahresproduktion an Maschinen bis 2016 unverändert bleibt. Diese zurückhaltende Einschätzung geht quer durch die zehn untersuchten Branchen des Maschinenbaus. Vereinzelt rechnen Maschinenbauer (zwei Prozent) auch mit rückläufigen Produktionszahlen bis 2016.

Diese zurückhaltenden Erwartungen hängen mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Maschinenbaus zusammen, wie die Untersuchung aufzeigt. Übergreifend eine Stagnation in der Maschinenproduktion, da das Vorkrisenniveau von 2008 noch nicht übertroffen wurde. Innerhalb dieser Stagnation ein ausgeprägtes Auf und Ab der Produktion. Kurz: Wachstum seit Anfang 2010, aber ohne Hochkonjunktur, Berg- und Talfahrt seit 2012 erzeugen einen Mix von Erwartungen. Vor diesem Hintergrund betont die Mehrheit der Maschinenbauer die Stagnation, die sich im Auf und Ab der Produktion herausgebildet hat.

Hoffen auf die Schwächen der Wettbewerber

44 Prozent der Maschinenbauer verbinden ihre Erwartung mit den zeitweiligen Wachstumstendenzen, die sich im Auf und Ab der Maschinenproduktion zeigen. Diese Maschinenbauer sehen möglicherweise für das eigene Stärkenprofil neue Absatzperspektiven in bestimmten Exportmärkten. Oder sie hoffen, von Schwächen ihrer Wettbewerber in Zukunft profitieren zu können. Diese Wachstumserwartungen treten ebenfalls in allen untersuchten Branchen auf. Sie betreffen vor allem Maschinenbauer, die bereits eine größere Anzahl von Maschinen produzieren und diese noch deutlich steigern wollen. Das führt in sechs von zehn untersuchten Branchen zu zweistelligen Wachstumsraten bis 2016. Bei drei dieser Branchen liegen die Wachstumserwartungen sogar bei über 20 Prozent.

Mit diesen Ergebnissen beleuchtet die Quest-Studie „Die Zukunft des Servoeinsatzes bis 2016 im deutschen Maschinenbau“ den ökonomischen Hintergrund für die Änderungen im Einsatz vom Servo und der gesamten elektronischen Antriebstechnik. Dazu wurden von Januar bis März 2013 28 Prozent der Maschinenbauer in zehn Branchen mit 100 und mehr Beschäftigten interviewt.

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