Quest Analyse

Maschinenbauer knabbern noch an den Folgen der Wirtschaftskrise

| Redakteur: Sariana Kunze

Der Umsatz nach Beschäftigten im deutschen Maschinenbau von 2008 bis 2013 zeigt die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf.
Der Umsatz nach Beschäftigten im deutschen Maschinenbau von 2008 bis 2013 zeigt die Folgen der Weltwirtschaftskrise auf. (Quest_2014)

Nach einer aktuellen Analyse des Quest Trend Magazins kämpft die Mehrheit der Maschinenbauer weiterhin mit dem Folgen des tiefen Falls von Produktion und Umsatz durch die Weltwirtschaftskrise.

Dies soll auch noch im fünften Jahr nach Ausbruch dieser Krise gelten. Die Tiefe der Krise sowie ihre Dauer gehören zu den strukturellen Veränderungen, die sich im Verlauf der Industrieproduktion in den führenden Industrieländern seit dem Jahr 2000 entwickelt haben.

Die Folgen der Krisen im Maschinenbau zeigen sich bei kleineren, mittleren oder großen Firmen in unterschiedlicher Weise. Das naheliegende Schema, größere Firmen tun sich leichter als kleinere Firmen, soll hier nicht greifen. Die Analyse im Quest Trend Magazin unterteilt den Maschinenbau gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2013 in sechs Betriebsgrößenklassen (weniger als 50 Beschäftigte, 50 bis 99 Beschäftigte, 100 bis 249 Beschäftigte, 250 bis 499 Beschäftigte, 500 bis 999 Beschäftigte und 1.000 und mehr Beschäftigte).

Maschinenbauer haben alte Stärke nicht wieder erlangt

Die Kennzahl, die den Kampf um das Überwinden der Krisenfolgen verdeutlichen soll, ist der Umsatz je Beschäftigten. Die Beschäftigten in den Maschinenbaufirmen arbeiten mit vollem Einsatz. Der Umsatz dagegen, den sie erwirtschaften, hängt maßgeblich von den weltweiten Krisenbedingungen, von den Marktbedingungen als Folge der Weltwirtschaftskrise ab. Konnte nun 2013 der Umsatz je Beschäftigten über das Niveau von vor der Krise hinaus gesteigert werden?

Eine Grafik von Quest zeigt das Ergebnis für den gesamten Maschinenbau (der Umsatz je Beschäftigten ist für 2008 gleich 100 gesetzt): Der Umsatz pro Beschäftigten im Maschinenbau konnte bisher das Vorkrisenniveau nicht übertreffen, die Folgen der Weltwirtschaftskrise drücken also weiterhin auf den Maschinenbau. In absoluten Zahlen: Der Umsatz je Beschäftigten im Maschinenbau im Jahr 2008 lag bei knapp 225.200 Euro, im Jahr 2013 bei knapp 221.900 Euro. In keinem Jahr seit 2008 konnte diese Größe das Vorkrisenniveau übertreffen, gegenüber 2012 ist sie sogar leicht gesunken.

Große Unternehmen haben mehr zu knabbern

Von diesen Durchschnittsgrößen weichen die Maschinenbaufirmen mit 500 bis unter 1.000 Beschäftigte ab. Firmen dieser Betriebsgröße übertrafen 2013 klar den Vorkrisenstand (100,0) mit 108,7 Indexpunkten. Relativ kleineren Firmen von unter 50 Beschäftigten bis unter 250 Beschäftigten gelang es 2011 und 2012 den Vorkrisenstand im Umsatz je Beschäftigten leicht zu übertreffen, während 2013 diese Kennzahl wieder unter das Vorkrisenniveau sank. Auf die großen Maschinenbaufirmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten lasten die Folgen der Weltwirtschaftskrise relativ am stärksten. Der Umsatz je Beschäftigten erreichte 2012 sein Maximum mit 95,7 Indexpunkten und 2013 lediglich 93,8 Indexpunkte. Diese großen Firmen hemmt die zuletzt stagnierende weltweite Industrieproduktion am stärksten.

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