VDMA

Maschinenbauer stärken die Präsenz im Ausland

| Redakteur: Melanie Krauß

An der Spitze der Investitionsziele stand auch 2016 die EU mit einem Anteil von 32,3 % und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 12,6 Mrd. Euro. Die Direktinvestitionen in den US-Maschinenbau erhöhten sich um fast 11 % auf gut 11,1 Mrd. Euro, in China legte der Investitionsbestand um 1 % auf 6 Mrd. Euro zu.
An der Spitze der Investitionsziele stand auch 2016 die EU mit einem Anteil von 32,3 % und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 12,6 Mrd. Euro. Die Direktinvestitionen in den US-Maschinenbau erhöhten sich um fast 11 % auf gut 11,1 Mrd. Euro, in China legte der Investitionsbestand um 1 % auf 6 Mrd. Euro zu. (Bild: gemeinfrei (Pixabay, stevepb) / CC0)

Freihandel und offene Grenzen bedeuten laut VDMA nicht nur gute Exportchancen für die deutsche Industrie. Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bauen in Ländern, in denen ihre Kunden sitzen, auch zunehmend Produktion auf lokaler Basis, Service oder Vertrieb auf.

Nach jüngsten Zahlen der Deutschen Bundesbank erhöhte sich der deutsche Direktinvestitionsbestand im ausländischen Maschinenbau 2016 im Vergleich zum Vorjahr um fast 9 % auf 39 Mrd. Euro. Die Zahl der ausländischen Unternehmen, in die investiert wurde, stieg um rund 3 % auf insgesamt 1800 Betriebe an, die zusammen rund 402.000 Menschen beschäftigten. Der Gesamtumsatz dieser ausländischen Maschinenbaubetriebe mit deutschem Investment erreichte 102 Mrd. Euro.

„Für die Unternehmen wird es immer wichtiger, nahe bei ihren Kunden zu sein, um direkt auf die spezifischen Marktgegebenheiten reagieren zu können“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Der wachsende Protektionismus erschwert nicht nur Exporte, etwa durch Zölle. Auch beim Versuch, diese durch direkte Investitionen vor Ort zu vermeiden, treffen gerade unsere mittelständischen Firmen in einzelnen Ländern oft auf hohe bürokratische Hürden. Freihandel und Niederlassungsfreiheit sind jedoch essenziell für den weltweiten Erfolg des Maschinen- und Anlagenbaus.“

Im Vereinigten Königreich sank der Direktinvestitionsbestand um ein Viertel. Ein Grund dafür ist laut Dr. Ralph Wiechers die Verunsicherung der Investoren durch das Brexit-Votum.
Im Vereinigten Königreich sank der Direktinvestitionsbestand um ein Viertel. Ein Grund dafür ist laut Dr. Ralph Wiechers die Verunsicherung der Investoren durch das Brexit-Votum. (Bild: Uwe Noelke)

Auch der Maschinenbau in Deutschland bleibt laut VDMA ein attraktives Ziel für ausländische Investoren. 2016 blieb der Direktinvestitionsbestand mit knapp 17 Mrd. Euro fast unverändert zum Vorjahr, auch wenn der Rekordwert von 2014 mit 18,2 Mrd. Euro verfehlt wurde. Die meisten Unternehmen, die sich in den Maschinenbau in Deutschland eingekauft haben, stammen aus der EU (26,7 %), gefolgt von den Vereinigten Staaten (24,3 %) und der Schweiz (19,4 %).

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Maschinenmarkt.de.

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