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Roboter Maserati automatisiert die Herstellung seiner beliebtesten Modelle mit 86 Robotern

| Autor / Redakteur: Alessio Cocchi / Victoria Sonnenberg

Beim Automobilhersteller einer Edelmarke dauert die Phase der Blechbearbeitung 316 Sekunden. In dieser Zeit wird teilweise in Handfertigung das Gehäuse montiert und die Karosserie maschinell befestigt. In den automatisierten Phasen packen 86 Roboter an.

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Beim Anbringen und Befestigen von Karosserieteilen bilden Roboter ein Spalier. Sie stehen in dichten Reihen nebeneinander und schweißen, nieten, falzen, bringen Bolzen und manches mehr – teilweise in parallel laufenden Prozessen.
Beim Anbringen und Befestigen von Karosserieteilen bilden Roboter ein Spalier. Sie stehen in dichten Reihen nebeneinander und schweißen, nieten, falzen, bringen Bolzen und manches mehr – teilweise in parallel laufenden Prozessen.
(Bild: Comau)

Maserati ist weltweit einer der prestigereichsten Hersteller von Renn- und Sportwagen. Die Edelmarke steht für Luxusdesign, für sportliche Linienführung, für aggressive Motoren und wird in Liebhaberkreisen seit Langem verehrt und begehrt.

Das Unternehmen wurde am 1. Dezember 1914 in Bologna gegründet und ist als die Marke mit dem Dreizack international bekannt geworden. Inzwischen agiert es erfolgreich in mehr als 40 Ländern, aber es macht nicht mehr allein durch allerhöchste Ansprüche im Hinblick auf Stil, Eleganz und Rasanz auf sich aufmerksam, sondern auch durch Produktionstechnik auf höchstem Niveau.

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Im Bertone-Werk trifft Hochtechnologie auf Luxuskonsum

Schon der Schritt über die Schwelle des alten Bertone-Werks in Grugliasco, das in Avvocato-Giovanni-Agnelli-Werk umbenannt wurde, ist ein aufregender Augenblick. Hier treffen Hochtechnologie und die gehobene Sphäre des Luxuskonsums aufeinander. Die Fabrik in der Kleinstadt nahe Turin ist inzwischen ein Produktionszentrum auf dem neuesten Stand der Technik, in dem zwei der beliebtesten Modelle von Maserati hergestellt werden – der Quattroporte und der Ghibli.

Der Quattroporte ist Maseratis Flaggschiff. Er wurde 2013 eingeführt und kann 307 km/h erreichen; er ist die schnellste Limousine der Welt und zeichnet sich durch Eleganz, kunstvoll gefertigte Details und großen Komfort aus. Der neue Ghibli hingegen ist eine kleinere Limousine und durch seine klare, sportliche und runde Linienführung gekennzeichnet.

Das Werk in Grugliasco hat eine Produktionskapazität von 50.000 Fahrzeugen pro Jahr. Derzeit stellt Maserati täglich 150 Fahrzeuge in zwei Schichten her. Die Zykluszeit bei der Blechbearbeitung beträgt 316 Sekunden. Das bedeutet, dass etwa neun Karosserien pro Stunde gebaut werden.

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