National Instruments

Massive Mimo: Prüfstand ebnet Forschungs-Weg für Wireless-Systeme

| Redakteur: Sariana Kunze

Fredrik Tufvesson, Forscher an der Universität Lund, sagte: „Wir sind der Meinung, dass wir aufgrund dieser Zusammenarbeit hervorragende Ergebnisse erzielen können, welche die Definition des 5G-Netzwerks der Zukunft erheblich beeinflussen könnten.“
Fredrik Tufvesson, Forscher an der Universität Lund, sagte: „Wir sind der Meinung, dass wir aufgrund dieser Zusammenarbeit hervorragende Ergebnisse erzielen können, welche die Definition des 5G-Netzwerks der Zukunft erheblich beeinflussen könnten.“ (Universität Lund)

National Instruments und die schwedische Universität Lund arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines Prüfstands, mit dem Prototypen eines Massive-Mimo-Systems (Multiple Input, Multiple Output) erstellt werden können. Der Prüfstand besteht aus einer Massive-Mimo-Basisstation mit 100 Sende- und Empfangsknoten. Forscher können verschiedene Prüflinge, die mobile Geräte simulieren, mit der Massive-Mimo-Basisstation verbinden. Auf diese Weise ist es möglich, ein reales Szenario nachzubilden und zu evaluieren, wie sich die Leistung von Massive Mimo mit der Theorie deckt.

Bei Massive Mimo handelt es sich um ein relativ neues Konzept aus dem Bereich Mobilfunk, das in zukünftigen Standards, z. B. 5G, Einzug finden wird. Das Engagement von NI und der Universität Lund bei der Entwicklung eines Massive-Mimo-Prüfstands bekundet eine ehrgeizige Zusammenarbeit. Mit über 100 Antennen ist dieser Prototyp der größte und umfassendste seiner Art. Es handelt sich dabei um den ersten Prüfstand mit einer solchen Größe und Komplexität und er stellt somit einen Meilenstein auf dem Weg in Richtung 5G dar. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Engagement, das National Instruments hinsichtlich unserer Massive-Mimo-Forschung und dem -prüfstand zeigt“, erklären Ove Edfors und Fredrik Tufvesson, Forscher an der Universität Lund.

Der Prototyp ist in Arbeit

„Wir von National Instruments sind überzeugt, dass unsere PXI-Plattform sowie NI USRP, unsere Plattform für Software-Defined Radio, in Kombination mit der grafischen Systemdesignsoftware NI LabView die perfekten Technologien bilden, um den Prototyp eines solchen Systems zu erstellen“, sagt James Kimery, Director of RF and Communcations Research bei National Instruments. „Ohne diese Technologien wäre es nicht möglich, den Prototyp eines solchen Systems zu erstellen.“

Wir freuen uns, gemeinsam mit der Universität Lund an diesem Projekt zu arbeiten, um das Konzept ‚Massive MIMOʻ zu erforschen sowie zu evaluieren und zur Forschungsarbeit im Bereich 5G beizutragen.“

Überblick über Massive Mimo

Wichtiger Bestandteil des Massive-Mimo-Konzepts ist der Einsatz von Basisstationen bestehend aus sehr großen Gruppen von Antennen, die wiederum ca. 100 Transceiver-Elemente umfassen. Dies resultiert in erhöhter Netzwerkkapazität, verbesserter Zuverlässigkeit und einer insgesamt reduzierten übertragenen Leistung pro Kanal. Theoretisch wäre die übertragene Gesamtleistung der großen Antennengruppe kleiner als die übertragene Leistung einer einzelnen Antenne, die eine bestimme Zelle oder Region versorgt. Hierbei werden die gleichen oder sogar höhere Datenraten erreicht. Obwohl Massive Mimo als Thema bereits in vielen Forschungsarbeiten behandelt wurde, ist bisher niemand in der Lage gewesen, das Konzept im Rahmen eines echten Szenarios in dem von der Universität Lund und NI geplanten Umfang zu testen.

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