Elektromotor Maxon: neuer Motor und neues Planetengetriebe

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Durch modularen Aufbau ist das Produkt in drei Leistungsklassen erhältlich: Die 60-W-Version ist die Günstigste. Der EC 19 High Power 120 W ist zusätzlich in einer Highend-Version erhältlich, welche bis zu 1000 Mal in einem Autoklaven sterilisierbar ist. In den 120-W-Versionen können Drehzahlen bis 100.000 min−1 erreicht werden.

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(Bild: maxon)

Der neu konstruierte bürstenlose Antrieb mit 19 mm Durchmesser wurde auf hohe Drehzahlen ausgerichtet, erwärmt sich nur wenig und ist geräusch- und vibrationsarm.Der Motor soll in miniaturisierten Bearbeitungszentren, in Handtools und in der Medizintechnik verwendet werden. In Kombination mit einem sterilisierbaren Planetengetriebe seien viele Varianten verfügbar, so der Hersteller.

Der neue Motor soll durch modularen Aufbau in drei Leistungsklassen erhältlich sein:

  • Der EC 19 60 W besitzt einen Magnetkreis, der auf Drehzahlen bis zu 80.000 min−1 ausgelegt ist. Das maximale Dauerdrehmoment liegt bei 0,012 Nm und der Motor besitzt keine Hallsensoren.
  • Der EC 19 High Power 120 W ist für Drehzahlen bis 100.000 min−1 konzipiert und liefert ein hohes Dauerdrehmoment von 0,024 Nm. Es sind Varianten mit und ohne Hallsensoren erhältlich.
  • Der EC 19 High Power Sterilisierbar 120 W ist bis zu 1000 Mal in einem Autoklaven sterilisierbar. Neben einer Grenzdrehzahl von 100.000 min−1 und 0,024 Nm Dauerdrehmoment soll dieser Antrieb hohen Temperaturen und härtesten Dampfzyklen widerstehen können. Der Rotor-Magnet wird hermetisch abgedichtet.

Durch die Maxon Wicklungstechnik können verschiedene Spannungs-Ausführungen angeboten werden. Der Stator ist ohne Nuten ausgeführt. Somit tritt kein Rastmoment auf, was den Motor gut regelbar macht und eine hohe Laufruhe ergeben soll.

Zeitgleich führt Maxon ein neues, sterilisierbares Planetengetriebe ein. Das GP 19 M ist auf Drehzahlen bis zu 40.000 min−1 ausgelegt. Um die hohen Geschwindigkeiten dauerhaft zu gewährleisten, wurde die interne Reibung des Motors minimiert. Das Getriebe hat eine spezielle Wellendichtung, die es möglich machen soll bis zu 1000 Zyklen im Autoklaven zu überstehen. Die Antriebseinheit muss für den Sterilisationsprozess nicht zerlegt werden.

Die neuen Antriebe aus der Serie 19 sollen sich besonders für chirurgische und zahnärztliche Geräte wie Handschleifgeräte und Knochenbohrer eignen. Der Fokus des Herstellers liegt aber auch bei Beatmungsgeräten und CAD/CAM-Spindelantrieben. (br)

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