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VDMA-Umfrage Mehr als jede zweite Maschinenbaufirma will in den USA investieren

| Redakteur: Katharina Juschkat

Eine Umfrage des VDMA unter Maschinenbauern zeigt, dass trotz schwachem US-Markt viele Maschinenbauer in den USA investieren wollen und dort steigende Absätze erwarten.

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Von den befragten Unternehmen sind drei von vier zuversichtlich, in diesem Jahr mehr Geschäfte in den USA tätigen zu können.
Von den befragten Unternehmen sind drei von vier zuversichtlich, in diesem Jahr mehr Geschäfte in den USA tätigen zu können.
(Bild: Pixabay/CC0 Public Domain)

Wieder sind die Vereinigten Staaten das größte Exportland für die Maschinenbauer in Deutschland – voraussichtlich werden die USA diese Stellung auch in diesem Jahr halten können. Denn während der chinesische Markt vermutlich ein weiteres Mal leicht schrumpfen wird, berichtet der VDMA, dass eine Mehrheit der in den USA tätigen Maschinenbauer steigende Absätze erwartet.

Maschinenbauer blicken zuversichtlich ins neue Jahr

Von den rund 200 befragten Unternehmen betreiben etwa 65 Prozent ihr US-Geschäft mit Niederlassungen vor Ort, während rund 35 Prozent den Markt ohne Niederlassung bearbeiten. Die Unternehmen mit US-Niederlassung bewerten die Geschäftsentwicklung positiver.

Drei von vier Maschinenbaufirmen sind laut Umfrage zuversichtlich, in diesem Jahr mehr Geschäfte in den USA tätigen zu können. Diese Zuversicht zeigt sich auch in den Investitionsplänen: 57 % der befragten Unternehmen plane, in den nächsten drei Jahren in den USA zu investieren, rund die Hälfte dieser Beträge ist für den Auf- und Ausbau von Produktion und Montage vorgesehen.

US-Markt immer noch am Schwächeln

Dennoch bietet der amerikanische Markt keinen Anlass für Euphorie. Aufgrund des relativ schwachen weltwirtschaftlichen Umfelds und des drastischen Rückgangs der Investitionen im Fracking-Sektor rechnet der VDMA für 2016 allenfalls mit einem leichten Anstieg der Exporte in die USA. Grund dafür ist auch, dass die Unternehmen im vergangenen Jahr Rückenwind durch einen sinkenden Eurokurs hatten, der in der laufenden Periode fehlen dürfte. „Aber die Beteiligung des deutschen Maschinenbaus in Amerika ist nicht von Kurzfristigkeit geprägt, sondern zeichnet sich in aller Regel durch eine lange Verbundenheit aus. Dieser Einsatz wird am Markt durchaus honoriert“, sagt VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge anlässlich der Veröffentlichung der Umfrage.

Grundsätzlich bewerten die Unternehmen die Aussichten der Absatzentwicklung positiv. Insgesamt 73 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre Verkaufszahlen im laufenden Jahr gegenüber 2015 erhöhen. Aufgrund der wirtschaftlichen Abkühlung in China ist es laut VDMA wahrscheinlich, dass die USA auch in 2016 der wichtigste Exportmarkt für den deutschen Maschinenbau bleiben werden.

Signifikant ist, dass 80 Prozent der Unternehmen mit US-Niederlassung die Geschäftsaussichten gut bewerten, während nur rund 60 Prozent der Unternehmen, die den US-Markt aus Deutschland oder mit einem Handelsvertreter bearbeiten, der gleichen Ansicht sind.

Made in Germany nach wie vor beliebt

Von den befragten Unternehmen glauben nur 17 Prozent, dass sich die Reputation von „Made in Germany“ für den Maschinenbau im Vergleich zum Beginn des Jahres 2015 verschlechtert hat.

Auffallend ist auch hier die unterschiedliche Wahrnehmung der Unternehmen, die über eine US-Niederlassung verfügen und solchen, die nicht selbst auf dem US-Markt vertreten sind. Denn jedes vierte Unternehmen ohne Niederlassung sieht die Reputation als verschlechtert an, während nur etwa jedes zehnte Unternehmen mit Niederlassung diese negative Einschätzung teilt.

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