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iTAC.MES.Suite Merkel und Medwedjew drehen 1.224 km lange Ostsee-Pipeline auf

| Redakteur: Sariana Kunze

Anfang November war es soweit: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Dimitrij Medwedjew öffneten in Lubmin symbolisch das Ventil der über 1.200 Kilometer langen Ostsee-Pipeline. Diese verbindet die großen Erdgasvorkommen in Russland mit Europa.

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Im Zuge des Bauprozesses spielte das richtige Pipe-Tracking-System eine essenzielle Rolle. Daher hat iTAC Software zur erfolgreichen Inbetriebnahme die Brücke gebaut: Sie hat das Pipe-Tracking-System auf Basis der iTAC.MES.Suite entwickelt, das als Herzstück den effizienten sowie sicheren Verlegeprozess des ersten Strangs der Ostsee-Pipeline gewährleistet hat. Sie ist die längste Unterwasser-Gasleitung der Welt und versorgt West- und Südeuropa mit bis zu 55 Mrd. Kubikmetern Erdgas pro Jahr. Bereits 2010 erhielt die Pipeline-Projektgesellschaft auf Grund ihrer Dimensi-on und der damit verbundenen logistischen Leistung aller Beteiligten den „Deutschen Logistikpreis“. Mit 1,2 Mio. Tonnen bewegtem Stahl auf dem Weltmarkt in Europa und Asien war sie die größte Baustelle Europas. „Ein derartig gigantisches Logistikprojekt erfordert sowohl eine lückenlose Transparenz als auch hohe Sicherheit sowie perfekt koordinierte Abläufe und einwandfreie Materialversorgung“, erklärt Thorsten Steger, iTAC-Projektverantwortlicher für das Nord Stream-Projekt. Um dies sicherzustellen, hat die Nord Stream AG bereits zu Projektbeginn iTAC Software ins Boot geholt.

Mit Transparenz zur längsten Unterwasser-Pipeline

Die iTAC.MES.Suite unterstützte als Pipe-Tracking-System die gesamte Bauphase vom ersten Spatenstich an: Von der Beschaffung über den Transport bis hin zur einwandfreien Verarbeitung gigantischer Mengen an Stahl. Die MES-Lösung ermöglichte die Erfassung aller relevanten Produktionsparameter, Testergebnisse sowie der einzelnen Materialbewegungen in den jeweiligen Kontraktoren. Somit gewährleistete sie die vollständige Dokumentation der einzelnen Segmente – nahezu in Echtzeit – sowie die komplette Überwachung des Bauprozesses. Zielsetzung war es, mögliche Risiken zu minimieren, um damit einen Verlegestillstand auszuschließen. „Die iTAC.MES.Suite ermöglichte es, jeden einzelnen Schritt zu kontrollieren und nachzuvollziehen. Dadurch konnten Fehler vermieden und bereits in ihrer Entstehungsphase behoben werden“, erklärt Dieter Meuser, Technologievorstand der iTAC Software AG. Somit ließ sich eine sorgfältige Planung sowie die Qualitätssicherung und zugleich die konsequente Überwachung im 24-Stunden-Rhythmus, sieben Tage die Woche, realisieren. Die iTAC.MES.Suite war demnach ein maßgeblicher Stellhebel dafür, dass die Pipeline ihre Arbeit zwischen Deutschland und Sibirien ab sofort pro-duktiv aufnehmen kann.

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