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Messtechnik Messdaten-App bringt windkraftgetriebenem Fahrzeug mehr Schwung

| Autor / Redakteur: Jan Vollmuth / Sariana Kunze

Ein Fahrzeug zu konstruieren, das nur durch Windkraft angetrieben wird, dieses Ziel verfolgt die Universität Stuttgart mit ihrem „Inventus“-Projekt. Unterstützt wird sie dabei von Ipetronik mit dem IPE-Hub2 und der IPE-Motion App zur Messdatenaufzeichnung und Messdatenvisualisierung.

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Das Inventus-Projekt der Universität Stuttgart ist eine studentische Arbeitsgruppe mit dem Ziel, ein Ventomobil (Gegenwindfahrzeug) zu bauen.
Das Inventus-Projekt der Universität Stuttgart ist eine studentische Arbeitsgruppe mit dem Ziel, ein Ventomobil (Gegenwindfahrzeug) zu bauen.
(Bild: Inventus)

Das Inventus-Projekt der Universität Stuttgart ist eine studentische Arbeitsgruppe mit dem Ziel, ein Ventomobil (Gegenwindfahrzeug) zu bauen. Unterstützt wird das Projekt u. a. durch den Stuttgarter Lehrstuhl für Windenergie (SWE), das Institut für Flugzeugbau sowie das Institut für Aerodynamik und Gasdynamik. Das Besondere am Fahrzeug ist, dass es zum Fahren ausschließlich den Wind als Energiequelle nutzt und die gesamte erforderliche Energie während der Fahrt gewinnt. Ähnlich wie ein Segelboot hat es keinen Tank, Akku oder ähnliches. Als Energiequelle kommt lediglich eine Kleinwindturbine zum Einsatz.

Betrieb erfordert detaillierte Messdaten

Für die Entwicklung und den Betrieb des Windautos sind detaillierte Messdaten erforderlich. Diese liefert der Trace-Logger IPE-Hub2 von Ipetronik, der als Kernelement der Messtechnik eingesetzt wird. Er dient sowohl zur Datenaufzeichnung als auch zur Weitergabe der Daten an den Fahrer und das Team. Die Datenauswertung erfolgt über die IPE-Motion App auf einem Tablet, das als Armaturenbrett verwendet wird und dem Prüfer die wichtigsten Daten graphisch darstellt.

„Das Team war insbesondere von der einfachen und intuitiven Anwendung der Ipetronik-Tools begeistert“, erklärt Projektleiter Matthias Arnold vom Stuttgarter Lehrstuhl für Windenergie, Universität Stuttgart. „Die Studenten waren damit selbstständig in der Lage, das System einzusetzen und auf die Anwendung bzw. an die weiteren Systeme des Fahrzeugs anzupassen.“

Messdatenvisualisierung über Tablet

Der IPE-Hub2 und die IPE-Motion App sind eine komfortable Lösung, um CAN-Messdaten auf einem Tablet zu visualisieren. Der Datenlogger ist ein CAN2WiFi-Gateway mit Speichermedium, der CAN-Bus-Messdaten in verschlüsselte WLAN-Daten konvertiert und drahtlos zu einem Tablet mit installierter IPE-Motion App überträgt. Die App bietet Vorteile wie schnelle, einfache Visualisierung von Messdaten, Anbindung der im Automobil üblichen CAN-Schnittstelle an ein beliebiges Android-Gerät, Display-Funktion für Ipetronik-Datenlogger und hohe Datensicherheit durch verschlüsselte Datenübertragung zwischen IPE-Hub2 und Endgerät. Die Messdaten können mit Instrumenten wie y-t Diagrammen, alphanumerischen Anzeigen, LEDs und Balkendiagrammen visualisiert werden.

„Aufgrund der guten Erfahrungen mit Ipetronik werden wir in der Saison 2016 weiterhin den IPE-Hub2 als Kernelement der Messtechnik sowie die IPE-Motion App als Fahrerdisplay verwenden“, ergänzt Matthias Arnold. „Zusätzlich wollen wir das Messmodul M-SENS 8 sowie das M-CNT2, ein kompaktes Zählermodul für Drehrichtungserkennung, Drehzahl- und Zeitmessung, zum Einsatz bringen und auch in die Sicherheitskette des Fahrzeugs einbinden. Hierdurch versprechen wir uns eine erhebliche Verbesserung der Messdatenqualität und Sensorzuverlässigkeit gegenüber dem bisher verwendeten Datenwandler.“

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