Endress+Hauser

Messtechnik-Spezialist macht 177 Mio. Euro Gewinn

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Firmengruppe investiert und akquiriert

Nach zwei Jahren der Zurückhaltung steigerte die Firmengruppe die Investitionen um 49 Pro¬zent auf 85 Mio. Euro. Vor allem die Produktionskapazitäten wurden erweitert, so in Maulburg, Gerlingen und Waldheim (Deutschland), Greenwood (Indiana, USA) und Cernay (Frankreich). Der niederländische Vertrieb bezog in Naarden ein neues Gebäude. In Saudi-Arabien gründete Endress+Hauser eine Vertriebsgesellschaft, in Vietnam ein Vertretungsbüro.

Die gute Kapitalausstattung ermöglichte der Firmengruppe zwei strategische Zukäufe. So erwarb Endress+Hauser eine Minderheitsbeteiligung an Finesse Solutions. Das US-Unternehmen ist auf Einweg-Lösungen für biotechnologische Fertigungsprozesse spezialisiert. Klaus Endress sieht hierin eine „Schlüsseltechnologie“ für viele Zweige der Verfahrenstechnik. Zukunftsträchtig ist dem Firmenchef zufolge auch der Kauf von Systemplan im deutschen Durmersheim. Das Ingenieurbüro berät Unternehmen in Fragen der Energieeffizienz und rundet das entsprechende Angebot von Endress+Hauser an Messtechnik, Software und Ingenieurleistungen ab.

Zuversicht trotz Unsicherheiten

Für das laufende Jahr hat sich Endress+Hauser ein Umsatzwachstum von elf Prozent zum Ziel gesetzt. Derzeit liege man noch etwas unter Budget, berichtete Klaus Endress; vor allem China erfülle bislang nicht die Erwartungen. „Aber unsere Zahlen sind solide. Von Rezession oder gar Krise kann keine Rede sein.“ Allerdings bestünden weiterhin große Unsicherheiten, so der Firmenchef, etwa durch die Schuldenkrise und die Spannungen in der Eurozone.

140 Mio. Euro will Endress+Hauser im laufenden Jahr investieren, vor allem in Produktionsanlagen. Gestärkt werden Standorte in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, aber auch in den USA, China sowie Brasilien, wo eine neue Fertigungsstätte für Durchfluss-, Füllstand- und Druckmesstechnik entsteht. Weltweit sollen rund 700 Stellen geschaffen werden. Zum Jahresende wird Endress+Hauser wohl die Marke von 10.000 Beschäftigten überschreiten.

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