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Messtechnik und Sensorik: Branche mit positiven Zahlen

| Redakteur: Hendrik Härter

Die Branche der Sensorik und Messtechnik erwirtschaftete im Jahr 2018 ein Umsatzplus von zehn Prozent. Ebenfalls gut im Plan ist die Branchenmesse Sensor+Test Ende Juni. Interessant: Der drohende Brexit spielt keine signifikante Rolle.

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Thomas Simmons vom AMA Verband für Sensorik und Messtechnik konnte mit guten Zahlen aus der Brache aufwarten.
Thomas Simmons vom AMA Verband für Sensorik und Messtechnik konnte mit guten Zahlen aus der Brache aufwarten.
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Anstatt der prognostizierten acht Prozent waren es zehn Prozent Umsatzwachstum: Mit diesen guten Zahlen eröffnete Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA-Verbands Sensorik und Messtechnik, die Fachpressekonferenz. Ebenfalls positiv waren mit vier Prozent eine höhere Exportquote, die damit auf 55 Prozentpunkte stieg. Für das laufende Jahr 2019 rechnet der Verbandschef mit einem Plus von fünf Prozent.

Trotz aller guten Zahlen: Der nach Mitteleuropa gelieferte Anteil gab um zwei Prozentpunkte nach. Ebenfalls ein Drohszenario ist der mögliche Brexit: Die AMA-Mitglieder befürchten, dass ein Brexit großen Einfluss auf die eigene wirtschaftliche Entwicklung hätte. Allerdings sehen 70% der Mitglieder einen Brexit gelassen entgegen und vermuten eher einen geringen Einfluss auf die eigenen Geschäftstätigkeiten.

Branchentreffen läuft gut an

Treffpunkt der Branche ist im jeden Jahr die Sensor + Test, die in diesem Jahr vom 25. bis 27. Juni stattfinden wird. Mit den bisherigen Vorbereitungen zur Messe ist Veranstalter Holger Bödeker von der AMA-Service zufrieden: „Turnusgemäß erwarten wir in diesem Jahr etwas weniger Aussteller als im Vorjahr, da die 2018 zeitgleich stattfindende ettc – European Test and Telemetry Conference erst 2020 wieder gemeinsam mit der Sensor+Test veranstaltet wird.“ Mit dem späten Messetermin Ende Juni ist Bödeker auch noch nicht glücklich. Doch rechnet der Messeveranstalter mit 530 Ausstellern aus dem In- und Ausland.

Sonderthema Prozessmesstechnik gefragt

Gefragt ist in diesem Jahr das Sonderthema Sensorik und Messtechnik für die Prozessautomation. Das Sonderforum ist laut Bödeker bereits ausgebucht. Rege Nachfrage herrscht auch nach der staatlich geförderten Beteiligung am Gemeinschaftsstand „Innovation Made in Germany“ für junge Unternehmen. In diesem Jahr wird der zum zwölften Mal durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert und ist bereits zu 80% belegt.

Schließlich wird am ersten Messetag im Juni wieder aus den vier nominierten Bewerbern ein Gewinner gekürt. Der Innovationspreis der AMA ist mit 10.000 Euro dotiert. In diesem Jahr bewarben sich 38 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland. Nominiert sind in diesem Jahr:

  • HoloPort – Interferometer für die Werkzeugmaschine vom Fraunhofer-Institut IPM aus Freiburg,
  • Plan B – Kompaktes Analysegerät für kleine Brauereien von Senorics aus Dresden,
  • Rechenkern für maschinelles Lernen eingebettet in einer 6-Achsen-Inertialmesseinheit von ST Microelectronics, Cornared/Italien und
  • XperYenZ – faseroptischer Sensor für absolute Distanzmessung von trinamiX aus Ludwigshafen

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Elektronikpraxis.de.

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