Sensorik Forscher entwickeln Metallkissen mit integrierter Sensorfunktion

Quelle: Fraunhofer LBF 1 min Lesedauer

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Metallkissen können anders als Elastomerkomponente Elektrizität leiten. Mit der entwickelten Sensorik können somit wichtige Erkenntnisse über Maschinenzustände und Prozesse gewonnen werden.

Ein Metallkissen im Testaufbau.(Bild:  Fraunhofer LBF)
Ein Metallkissen im Testaufbau.
(Bild: Fraunhofer LBF)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben ein neues Sensorkonzept entwickelt, das in Metallkissen integriert werden kann. Laut einer Mitteilung stellen diese in der Industrie oft eine Alternative zu Elastomerkomponenten dar. Mithilfe der Sensorik könnten Prozesse und Lagerzustände überwacht sowie dynamische Lagerkräfte quantifiziert werden. Vor allem Anwendungen im Fahrzeug- und Maschinenbau sowie in der Mess- und Prüftechnik seien denkbar.

Metallkissen sind beständig gegenüber extremen Temperaturen und Alterungseffekten. Aus diesem Grund haben sie sich in chemisch und thermisch anspruchsvollen Anwendungen der Schwingungstechnik etabliert und eröffnen neue Perspektiven, wo konventionelle Elastomerkomponenten an ihre Grenzen stoßen. Bisher wenig beachtet wurde ihre elektrische Leitfähigkeit. Diese kann variieren, je nachdem wie sehr das Kissen gepresst wird. Die Messung der Leitfähigkeit beziehungsweise des elektrischen Widerstands erlaubt einen Rückschluss auf die Verformung. Auf Basis dieser Erkenntnisse haben die Forscher ihr neues Konzept entwickelt. So können Metallkissen neben ihrer traditionellen Rolle als strukturelle Elemente auch eine Schwingungsanalyse und Feststellung von statischen und dynamischen Lagerkräften ermöglichen.

Die Anwendungsmöglichkeiten des Sensorkonzepts erstrecken sich über verschiedene Branchen mit Bezug zur Schwingungstechnik, heißt es weiter. Die Sensoren könnten wertvolle Daten sammeln, mit denen Aussagen über Maschinenzustände und Prozesse getroffen werden könnten. Das Konzept wurde laut den Forschern bereits erfolgreich zum Patent angemeldet.

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