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Microsoft und BMW bieten offene Technologieplattform an

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die BMW Group schließt sich mit Microsoft zusammen, um eine Open Manufacturing Platform anzubieten. Die Plattform ist offen für Mitglieder und soll mit Open-Source-Komponenten und offenen Industriestandards die Integration von Industrielösungen beschleunigen.

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BMW und Microsoft bieten eine offene Technologieplattform an.
BMW und Microsoft bieten eine offene Technologieplattform an.
(Bild: BMW)

Die BMW Group und Microsoft führen eine Open Manufacturing Platform (OMP) ein, um schnellere und günstigere Entwicklungen in der Fertigungsindustrie zu ermöglichen. Die Plattform basiert auf der Microsoft-Cloud Azure und bietet eine Referenzarchitektur mit Open-Source-Komponenten auf der Basis offener Industriestandards sowie eines offenen Datenmodells. Ziel soll eine bessere Zusammenarbeit und ein besserer Datenaustausch sein.

Die Plattform standardisiert zudem industrielle Datenmodelle, um die Analyse von Informationen zu beschleunigen. So werden Daten zugänglich, die bisher vorwiegend in proprietären Systemen gespeichert wurden. Lösungen können mithilfe industrieller Referenzanwendungen zügig erstellt werden.

Open Manufacturing Platform offen für Mitglieder

Die OMP ist offen für Mitglieder und will ihnen neue Möglichkeiten bieten, das Potenzial ihrer Daten zu nutzen, sodass sie industrielle Lösungen schneller und sicherer entwickeln und integrieren können. Im Gegenzug bringen sie einen Beitrag in die Community ein und können von anderen Community-Mitgliedern lernen. Die Mitglieder sollen die Kontrolle über ihre Daten und ihr geistiges Eigentum behalten.

Die OMP wird so konzipiert sein, dass sie den gemeinsamen Herausforderungen der Branche gerecht wird, zum Beispiel der Datenanbindung von Maschinen und der Systemintegration vor Ort. Dadurch soll die Wiederverwendung von Softwarelösungen bei Herstellern, Zulieferern und anderen Partnern ermöglicht werden. Die OMP ist mit der bestehenden Referenzarchitektur für Industrie 4.0 – „Rami 4.0“ – kompatibel und nutzt unter anderem den industriellen Interoperabilitätsstandard OPC UA.

Anwendungsbeispiel der OMP

Die OMP-Community soll mit Partnern ausgebaut werden. Das OMP Advisory Board wird voraussichtlich bis Ende 2019 mit zunächst vier bis sechs Partnern und mindestens 15 Anwendungsfällen in ausgewählten Produktionsumgebungen im Einsatz sein. Microsoft und die BMW Group rufen andere Hersteller und Zulieferer, auch Unternehmen, die nicht der Automobilindustrie angehören, dazu auf, sich der Community anzuschließen.

Mit derzeit mehr als 3.000 Anlagen, Robotern und autonomen Transportsystemen, die an die BMW Group IoT-Plattform angeschlossen sind, bringt BMW die ersten Anwendungsfälle in die Community ein. Ein Beispiel ist der Einsatz ihrer IoT-Plattform für die zweite Generation der autonomen Transportsysteme des Unternehmens im Werk Regensburg. Durch eine zentrale Koordination des Transportsystems konnte das Unternehmen seine Logistikprozesse vereinfachen. Zukünftig werden solche Anwendungsfälle innerhalb der OMP-Community bereitgestellt und weiterentwickelt, wobei BMW die Rechte am vorhandenen geistigen Eigentum und den Daten des Unternehmens behält.

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