Nozag Mit Antriebstechnik 333 Espresso in einer Minute

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Aus 2 kg Röstkaffee werden mithilfe von Nozag-Antriebstechnik in der größten Espresso-Maschine der Welt innerhalb einer Minute 333 Tassen Espresso. Ein Guinness-Book-Weltrekord für das Unternehmen SK tec SA, welches die übergroße Kaffeemaschine herstellt.

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Das Innenleben der Weltrekord-Espresso-Maschine von SK tec S. A. zur Produktion grosser Mengen an Espresso innerhalb kürzester Zeit.
Das Innenleben der Weltrekord-Espresso-Maschine von SK tec S. A. zur Produktion grosser Mengen an Espresso innerhalb kürzester Zeit.
(Bild: Nozag)

Das Schweizer Unternehmen SK tec SA ist seit über 30 Jahren im Bereich Anlagen und Maschinen zum Rösten und Abpacken von Kaffee tätig. Zum weiteren Produktions- und Verkaufsprogramm zählen auch spezielle Kaffeemaschinen, wobei es sich hier nicht um solche aus dem Konsumgüter-Sektor, sondern um jene zur Herstellung von Grossmengen für Großverbraucher handelt. SK tec entwickelt diese Sonder-Kaffeemaschinen selbst und realisiert sie dann in Zusammenarbeit mit einem Partner-Unternehmen. Als nun die Aufgabe anstand, für diverse Großabnehmer eine Mega-Espresso-Maschine zu entwickeln, die in der Lage ist, sehr grosse Mengen an Espresso in gleichbleibender hoher Spitzenqualität zu produzieren, setzten sich die Entwickler, Konstrukteure und Maschinenbauer zusammen, um den Swiss Espresso Extractor auf die Beine zu stellen.

333 Espresso in einer Minute

Die Mega-Espresso-Maschine sollte in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit eine große Menge an erstklassigem Espresso zu produzieren, weshalb die Maschine darauf ausgelegt wurde, in einem integrierten Mahlwerk bis zu 2 kg Kaffee verarbeiten und daraus dann im nächsten Schritt in einer Minute etwa 10 Liter Espresso brauen zu können. Eine weitere Anforderung bestand darin, die Dichte des Espressos nach gewünschter Menge zu variieren und ansonsten den Brau- und Extraktionsprozess – bestehend aus den Parametern Zeit, Temperatur, Druck und Kaffeevolumen – analog zur traditionellen Espresso-Herstellung zu gestalten. Darüber hinaus sollte die Espresso-Maschine vollautomatisch arbeiten und von nur einer Person zu bedienen sein, weshalb die allermeisten Funktionen automatisiert sind und gesteuert werden. Blieb noch die Herausforderung, die Maschine entsprechend den einschlägigen Vorgaben zur Produktion hygienisch einwandfreier Lebensmittel zu konzipieren, geeignete Edelstahl-Materialien und Maschinen-Elemente auszuwählen und das Ganze zu einer zuverlässigen, auf Dauer funktionsfähigen Einheit zusammenzufügen.

Reproduzierbare Hub-/Kraftbewegungen

Bekanntlich lautet das Geheimnis beim Brauen von Espresso "Extraktion unter Druck" oder "Von der Bohne direkt zum Espresso". Demnach wurden neben dem erwähnten Mahlwerk auch Kraft produzierende Maschinenelemente benötigt und diese fanden sich dann im umfassenden Antriebstechnik-Portfolio des Schweizer Antriebsspezialisten Nozag AG aus Pfäffikon. Nämlich in den Standard-Programmen an Normteilen sowie Spindelhub- und Kegelradgetrieben. Außerdem erfuhren die Konstrukteure und Maschinen von der Nozag-Anwendungstechnik wirkungsvolle Unterstützung bei der Realisierung der nicht alltäglichen Presskraft-Lösungen. Am Ende fiel die Wahl dann auf zwei Standard-Spindelhubgetriebe und ein Standard-Kegelradgetriebe.

Standard-Spindelhub- und Kegelradgetriebe

Während die beiden Spindelhubgetriebe für die kombinierte Hub-/Pressbewegung zum Extrahieren des zuvor gemahlenen Kaffees zuständig sind, stellt das Kegelradgetriebe die Verbindung zwischen dem Elektromotor und den beiden Spindelhubgetrieben dar. Wegen des hohen und vor allen Dingen gleichmäßig einzubringenden Hubs und Pressdrucks sind die beiden Spindelhubgetriebe (Ausführung rotierende Spindel) mit einer zweigängigen Trapezgewindespindel und für den sicheren Betrieb mit einer Duplex-Mutter ausgerüstet. Die maximale Hub-/Presskraft ist hier pro Spindelhubgetriebe 30 kN, also stehen insgesamt 2 x 30 kN zur Verfügung, die für einen vollflächigen, gleichmäßigen Press-/Extraktionsdruck des Kaffeepulvers sorgen. Die Antriebstechnik-Konstruktion selbst ist ähnlich einem T aufgebaut, also sind die beiden Spindelhubgetriebe oben links und rechts auf dem T angeordnet und das Kegelradgetriebe stellt am unteren Ende des Ts die mittig angeordnete, zentrale Verbindung zum Elektromotor her.

Fazit

Die Verbindung erfolgt über eine steife Verbindungswelle. Für die schnelle Wartung ist ein Schmierstoffgeber installiert. Ansonsten zeichnet sich das komplette Antriebssystem durch sprichwörtliche Anspruchslosigkeit aus. Dass diese Lösung zeitoptimiert aus dem Baukasten zustande kam, und demnach auch keine Kosten über Gebühr verursachte, wird seitens des Maschinenherstellers SK tec SA wie des Konstruktionspartners genauso löblich erwähnt wie die kompetente und flexible Zusammenarbeit mit Nozag in allen Projektphasen.

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