Sensorik

Mit besseren Sensoren werden Wearables für die Industrie attraktiver

| Redakteur: Hendrik Härter

Spezielle Kameras an Brillen erweitern das Sichtfeld um zusätzliche Informationen. Wearables werden dank besserer Sensoren in der Industrie immer gefragter.
Spezielle Kameras an Brillen erweitern das Sichtfeld um zusätzliche Informationen. Wearables werden dank besserer Sensoren in der Industrie immer gefragter. (Bild: Frost & Sullivan TechVision)

Mit Hilfe von Wearables lässt sich in einem Industrieunternehmen die Produktivität steigern. Voraussetzung sind bessere Sensoren. Doch viele Unternehmen sind Wearables gegenüber noch skeptisch.

Echtzeitdaten, Monitoring und Rückverfolgung im Produktionsalltag treiben die Entwicklung von Wearable-Techniken im Industriesektor weiter voran. Dazu gehören Unternehmen aus Produktion, Logistik und Lagerung, aber auch Bergbau, Bau, Öl und Gas, Einzelhandel und Gesundheit. Hier wurde bereits die Konzeptphase verlassen und die Firmen integrieren Wearable-Technik in ihre jeweiligen Portfolios.

Doch was sind das für Wearable-Techniken? Hier handelt es sich um tragbare Kappen, Brillen oder am Handgelenk sitzende Geräte, die mit Sensoren und Spracherkennung ausgestattet sind; aber auch Sehhilfen oder berührungssensitive Technik gehören dazu. Sie alle ermöglichen es dem Träger eines Wearables, die Sicherheit während der Anwendung zu erhöhen und den Datenzugriff zu verbessern.

Längere Batterielaufzeit und aktuelle Sensorik

Das sieht auch Frost & Sullivan TechVision Research Analyst Ranjana Lakshmi Venkatesh Kumar: „Entwickler arbeiten derzeit an Wearables, die leichter, bequemer und einfach zu handhaben sind und die mit Hilfe längerer Batterielaufzeit und aktueller Sensortechnik die menschliche Ergonomie verbessern und Probleme aufgrund von Ermüdungserscheinungen verringern. Der Trend hin zur Miniaturisierung und Fortschritte in der Materialentwicklung schaffen die Grundlage für Wearables mit kleinen Sensoren und elektronischen Komponenten, die Teil des menschlichen Körpers selbst sein können.”

Während sich die Einsatzmöglichkeiten für die Geräte schnell ausweiten. Leider verhindern die hohen Investitionskosten und der begrenzte Support von bestehenden Plattformen die Akzeptanz in der Industrie. Viele Unternehmen stehen der neuen Technik noch skeptisch gegenüber und die Entwickler haben noch nicht einmal Zugang zu den notwendigen Techniken, um Ergonomie und das Nutzungsumfeld in ihrem Produktdesign berücksichtigen zu können.

Produktiver und bessere Arbeitsbedingungen

„Im Verlauf der nächsten zwei bis fünf Jahre werden stark disruptive Entwicklungen im Markt der Wearables erwartet”, sagt Kumar. „Die fortschreitende Digitalisierung wird den derzeitigen Industriesektor in eine smarte Industrie mit internen Anwendern und externen Kunden verwandeln, die mit der Lieferkette verbunden sind und durch Mensch-Maschine-Schnittstellen die Produktivität, Nutzersensibilisierung und Arbeitsbedingungen verbessern.”

Der Umfang der Wearables, die in der Industrie genutzt und ausgewertet werden können, umfasst Smart Watches, Fitness- oder Gesundheitsarmbänder, tragbare mobile Kameras, intelligente Brillen und am Kopf getragene (Head-Mounted-) Displays für Augmented Reality. Weitere mögliche Techniken sind Ringsensoren zur Umgebungsüberwachung, elektronische Wearable-Displays auf der Haut und Stirnbänder, um die Gehirnaktivität zu überwachen, damit die Konzentration steigt.

Dieser Beitrag ist zuerst bei unserer Schwesternmarke ELEKTRONIKPRAXIS erschienen.

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