Die größten Feststoffmischer der Welt

Mit High-Torqueantrieb leise und energiesparend feste Stoffe mischen

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Wolfgang Wörner erinnert sich: „Die Entscheidung für den neuen Antrieb erforderte auch ein ganzes Stück Mut, verlangten doch unsere Auftraggeber mindestens 98 Prozent Verfügbarkeit. Deshalb dachten wir auch darüber nach, zwei kleinere Mischer, die redundant im Einsatz sein konnten, mit herkömmlichen Antrieben zu bauen. Wir stellten unserem Kunden das neue Antriebs-Konzept vor. Die künftigen Anlagenbetreiber kamen schließlich zu Oswald nach Miltenberg, um sich vor Ort von den Möglichkeiten der Torqueantriebe und deren Fertigung zu überzeugen. Der Hinweis der Schweden, dass bislang alle eingesetzten Eirich-Anlagen eine Verfügbarkeit von besser als 99 Prozent hatten, machte uns dann letztlich die Entscheidung für das neue Antriebskonzept leicht. Die Praxis sollte uns recht geben: Der erste DW 40 Mischer ging im Mai 2008 in Kiruna in Betrieb und lief ab Juni unter Volllast. Im November, nach durchgängigem Rund-um-die-Uhr Betrieb, wurde einer der zwei x jährlich für die Anlage vorgesehenen „kleinen“ Wartungstopps eingelegt. Wie uns die Monteure bestätigten, sah alles bestens aus. Für alle Fälle haben wir aber einen kompletten Ersatzantrieb vor Ort. Da liegt übrigens ein weiterer Pluspunkt dieses Antriebs: Er ist sehr viel schneller montiert und demontiert als der Riemenantrieb. Die Oswald Torquemotoren haben jedenfalls ihre Bewährungsprobe bestens bestanden.“

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Senkt Betriebs- und Wartungskosten

Die Torquemotoren sorgen auch für Kosteneinsparung: Im Vergleich zu herkömmlich angetriebenen Mischern wird weniger Energie benötigt, zum anderen ist der Wartungsaufwand erheblich reduziert. Die Anzahl der Lagerstellen ist sehr viel kleiner und die Motorenlager selbst sind mit ihren wartungsfreien Dichtungen für nominal 70000 Betriebsstunden ausgelegt. Riemen müssen weder nachgespannt noch ersetzt werden und für die Gesamtmaschine ist aufgrund der geringeren Vibration eine höhere Lebensdauer zu erwarten. Zusätzlich steigt die Produktivität der Gesamtanlage durch ein verbessertes Mischergebnis dank des stabilen Drehmoments im laufenden Betrieb.

Dipl. Ing. Stephan Eirich, verantwortlich für die technische Leitung, ergänzt: „Wir haben mittlerweile sieben dieser mit Torquemotoren ausgerüsteten DW 40-Mischer gebaut und drei weitere im Auftrag, – auch das ist ein überzeugendes Zeichen für die Akzeptanz dieses Konzepts. „Bei einem Neubau von Fertigungshallen werden wir sicherlich auf Krankapazitäten von 80 oder 90 Tonnen gehen, um künftig vielleicht noch größere Anlagen als die DW 40 bauen zu können.

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Durch die hohe Fertigungstiefe sind wir nicht nur enorm flexibel, sondern für sehr hohen Qualitätsstandard geschätzt. Wir denken darüber nach, bestimmte Baureihen künftig mit alternativen Antriebskonzepten anzubieten, mit dem guten alten Riemenantrieb, oder mit den Getriebemotoren oder den Torquemotoren. So haben wir jetzt auch Mischer der RV32-Baureihe für Anwendungen in der Anodenfertigung mit Torqueantrieben ausgerüstet. Mit diesem Antriebskonzept leisten wir im doppelten Sinne einen Beitrag zur Effizienzsteigerung. Eirich hilft Energie und Rohstoffe zu sparen.

Was eigentlich nur unsere Mitarbeiter wissen: Eirich ist in vielen Branchen zuhause und ganz viele Produkte des Alltags, ob Fliesen, Baukeramik, Ziegel, Auto- und Fensterscheiben, Aluminiumteile oder ganz viele Auto-Komponenten von der Batterie über Bremsbelag bis zum Katalysator - Eirich Maschinen sind an der Entstehung vieler Produkte beteiligt“.

(klu)

Dipl. Betriebswirt (FH) Reinhold Kuchenmeister, freier Fachjournalist, Höchberg

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