Jugend forscht e.V. Mit Laufroboter zum Bundessieger

Redakteur: Sariana Kunze

Die Bundessieger des 49. Jugend-forscht-Finales stehen fest: In der Kategorie Technik wurden die Entwickler eines sechsbeinigen und via Smartphone steuerbaren Laufroboter ausgezeichnet.

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v.l. Robin Braun, Anselm Dewald, Prof. Johanna Wanka, Norbert Heckmann, Sylvia Löhrmann, Prof. Reinhold Würth und Philipp Mandler.
v.l. Robin Braun, Anselm Dewald, Prof. Johanna Wanka, Norbert Heckmann, Sylvia Löhrmann, Prof. Reinhold Würth und Philipp Mandler.
(Jugend forscht e.V.)

Prof. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat Anfang Juni in der Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau Deutschlands beste Jungforscher ausgezeichnet. Sie würdigte die Spitzenleistungen der jungen Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der diesjährige Bundeswettbewerb wurde gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und von Adolf Würth.

Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit gewannen Lukas Höhne (17) und Lukas Gräfner (16) aus Sachsen-Anhalt. Sie entwickelten einen 3D-Drucker, der sich besonders für die Herstellung rotationssymetrischer Teile eignet. Leonard Bauersfeld (16) aus Baden-Württemberg wurde mit dem Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit ausgezeichnet. Er befasste sich mit einem Sprinkler, der das Wasser anders als üblich nicht ausstößt, sondern ansaugt. Dabei wies er nach, dass die sogenannte Corioliskraft die Drehung des Sprinklers verursacht.

Den Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Adrian Huck (19), Daniel Heid (19) und Rafael Quadbeck (17) aus Baden-Württemberg. Sie präsentierten ein ausgereiftes Verfahren zur Biogasentschwefelung mittels spezieller Bakterien. Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Kilian Rebmann (22) aus Baden-Württemberg. Er konstruierte eine neuartige Erntemaschine für schnellwachsende Energiehölzer, die sich vor allem für Hanglagen eignet.

Felix Höfer (16) aus Hamburg siegte im Fachgebiet Biologie. Der Jungforscher untersuchte an Bohnenkeimlingen, wie sich Pflanzen mithilfe bestimmter Proteine, den Fotorezeptoren, an die Lichtverhältnisse in ihrer Umgebung anpassen können. In Chemie überzeugte Saverio Nobbe (18) aus Berlin die Jury mit seinem innovativen Verfahren zur Erhöhung der Abbrenngeschwindigkeit einer umweltverträglicheren Treibstoffmischung als Alternative für das heute in der Raumfahrt verwandte Chlor.

Roboter einfach per Smartphone steuern

Maximilian Seidel (19) und Lisa Schuchhardt (18) aus Sachsen-Anhalt entwickelten ein spezielles Verfahren zur Sanierung belasteter Böden. Die Sieger in Geo- und Raumwissenschaften binden dabei Schwermetalle mittels Bakterien, wodurch sich die Wurzelbildung der Pflanzen stark verbessert. Den Bundessieg in Mathematik/Informatik errang Moritz Uehling (19) aus Baden-Württemberg. Er programmierte einen neuen RSS-Reader, der über mehr Servicefunktionen verfügt als herkömmliche Softwarelösungen.

Mit Computersimulationen und Methoden der mathematischen Physik analysierte Vincent Stimper aus Sachsen die chaotischen Bewegungen des sogenannten Doppelpendels. Der 18-Jährige siegte im Fachgebiet Physik. Die Technik-Bundessieger Philipp Mandler (18), Anselm Dewald (18) und Robin Braun (18) aus Hessen konstruierten einen sechsbeinigen, per Smartphone steuerbaren Laufroboter zur Erkundung beispielsweise von eingestürzten Gebäuden in Katastrophengebieten.

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