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Security

Mit Tresor und Zustandsüberwachung zu mehr Sicherheit

| Redakteur: Katharina Juschkat

Um vernetzte Produktionsanlagen besser zu schützen, haben das Fraunhofer IOSB-INA und die DC-Datacenter-Group GmbH ein ganzheitliches Sicherheitskonzept entwickelt. Das soll zum einen vor Cyberangriffen schützen – aber auch ein schwerer Safe ist Teil des Konzeptes.

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Ein schwerer Safe, der eine Tonne wiegt, ist Teil des umfassenden Sicherheitskonzeptes, das Fraunhofer-Forscher entwickelt haben.
Ein schwerer Safe, der eine Tonne wiegt, ist Teil des umfassenden Sicherheitskonzeptes, das Fraunhofer-Forscher entwickelt haben.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

In Zeiten der Digitalisierung spielt die Cybersicherheit eine steigende Rolle, denn Cyberangriffe gehören schon zum Alltag deutscher Unternehmen. Unter anderem deshalb stehen kleine und mittelständische Unternehmen der Industrie 4.0 häufig noch skeptisch gegenüber und warten mit der Umsetzung.

Condition Monitoring hilft beim Energie sparen

Das Fraunhofer IOSB-INA und das Unternehmen RZ Products, Tochterunternehmen der DC-Datacenter-Group GmbH, haben gemeinsam ein ganzheitliches Sicherheitskonzept für vernetzte Produktionsanlagen und Industrie-4.0-Anwendungsfällen entwickelt. Ausgangspunkt ist die Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) eines Beispielprozesses, einem Schüttgutsortierer. Mit einer Zustandsüberwachung lassen sich Unregelmäßigeiten einer Produktion feststellen, um z.B. Energie zu sparen oder Ausfälle und Wartungen vorherzusagen. Die Daten dieser Zustandsüberwachung können online in einer Cloud oder vor Ort gesammelt und verarbeitet werden (sog. Edge-Lösung).

Erster Teil des ganzheitlichen Sicherheitskonzepts: Fraunhofer Lemgo liefert die Lösung für den sicheren Datenzugriff. Das ungeschützte Betriebssystem des Schüttgutsortierers wird über eine Firewall mit erweiterter Funktionalität abgeschottet. Die Kommunikation mit dem Schüttgutsortierer wird ausschließlich auf Zugriffe von identifizierten Gegenstellen beschränkt. Dadurch ist die sichere Datenerhebung gewährleistet, da kein Zugriff auf das darunterliegende Betriebssystem möglich ist. Die Daten werden verschlüsselt an den Server im DC-IT-Safe übertragen, wo die Zustandsüberwachung stattfindet.

Ein-Tonnen-schwerer Safe vervollständigt Sicherheitskonzept

Der Sicherheitssafe „DC-IT-Safe Office Edition“ erweitert das Sicherheitskonzept: Er schützt die IT wirkungsvoll vor physikalischen Gefahren wie Feuer, Einbruch, Staub, Löschwasser oder Explosionen. Der IT-Safe verfügt über 21 belegbare Höheneinheiten und eine integrierte energieeffiziente Klimalösung, sodass ein Außengerät nicht notwendig ist.

Jens Otto, der Gruppenleiter Cybersicherheit bei Fraunhofer, erklärt: „Durch den Safe können wir ein umfängliches Sicherheitskonzept für Industrie-4.0-Anwendungsfälle in der Smart Factory OWL vorstellen.“

Tipp: Anwendertreff Maschinensicherheit Erfahren Sie auf dem Anwendertreff Maschinensicherheit, wie Sie die funktionale Sicherheit Ihrer Maschinen und Anlagen normengerecht gewährleisten: Der Kongress unterstützt Konstrukteure, Entwickler, Hersteller und Betreiber dabei, die funktionale Sicherheit ihrer Maschinen und Anlagen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen der Maschinenrichtlinie genügt, auch in einer smarten Fabrikumgebung.
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