Technische Universität Hamburg-Harburg Mit viel Energie das Gesamte betrachten

Redakteur: Carina Schipper

Professor Dr.-Ing. Christian Becker ist seit dem 1. April 2015 Leiter des neugegründeten Instituts für Elektrische Energietechnik (ieet) an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). In seiner Antrittsvorlesung am 8. Juli 2015 mit dem Titel „Elektrische Energie mit System – Ein Zusammenspiel der Technologien und Phänomene“ gibt Christian Becker einen Überblick über die Inhalte seines Fachgebietes.

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Professor Dr.-Ing. Christian Becker studierte Elektrotechnik an der heutigen TUDortmund.
Professor Dr.-Ing. Christian Becker studierte Elektrotechnik an der heutigen TUDortmund.
(Bild: TUHH)

Der Forschungsschwerpunkt von Christian Becker am ieet stellt das optimale systemtechnische Zusammenwirken von Komponenten und Technologien der elektrischen Energietechnik dar. Diese umfassen Erzeugung, Übertragung, Speicherung und Verteilung elektrischer Energie, und es wird erforscht, wie sich deren Zusammenspiel am besten erreichen lässt. Dabei liegt der Fokus auf den Energienetzen als verbindendes Medium und Energiemärkten für eine moderne, zukunftssichere und wirtschaftlich rentable, elektrische Energieversorgung. Der 43-jährige Wissenschaftler wird am ieet dabei eine Querschnittsaufgabe lösen: Die elektrische Energietechnik integriert erneuerbare Energiequellen und Speicher und erforscht die benachbarten Disziplinen wie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), Informatik sowie Automatisierungstechnik für energiesystemtechnische Anwendungen, wie beispielsweise die Netzleittechnik. Der Aspekt der ganzheitlichen intelligenten Elektroenergiesysteme wird mit dem Schwerpunkt „Smart Grids“ am Institut verankert werden. Becker will mit dem ieet den bislang an der TUHH noch nicht vertretenen Themenkomplex der elektrischen Energietechnik und Energiesysteme an der TUHH in der Forschung neu aufbauen und etablieren. Dieser wird mit Lehrveranstaltungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen der TUHH vertreten sein.

Von Westfalen in die Hansestadt

Der gebürtige Westfale studierte Elektrotechnik an der heutigen TU Dortmund, war anschließend dort wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung und promovierte ebendort auf dem Gebiet der elektrischen Energieversorgung zur Thematik autonomer Regelungssysteme zur Integration innovativer Netzregler (Flexible AC Transmission Systems - FACTS) in elektrische Energieversorgungssysteme. Für seine Arbeit erhielt er den Dissertationspreis der TU Dortmund. Becker wechselte dann in die Industrie und nahm internationale Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bei Airbus im Bereich der Bordsysteme von Verkehrsflugzeugen in verschiedenen Positionen – von der Systementwicklung über Projektleitung bis zu Management-Stationen – wahr.

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