Fabrikautomatisierung Mitsubishi Electric realisiert vollständig automatisierte Fabrik in eigener Fertigung

Redakteur: Alexander Strutzke

Nagoya/Himeji, Japan (as) – Eine vollständig automatisierte Fabrik, die Produkte zur Fabrikautomation herstellt, hat Mitsubishi Electric in seinem Werk Nagoya Works aufgebaut. Basierend auf der eigenen Entwicklung E-Factory werden in Nagoya vor allem Servomotoren und speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) hergestellt.

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Eiichi Sugishima, stellvertretender Leiter des Mitsubishi-Werks Nagoya Works: „Wir bieten im Bereich Automatisierung die volle Produktpalette für die gesamte Fabrikhalle.“
Eiichi Sugishima, stellvertretender Leiter des Mitsubishi-Werks Nagoya Works: „Wir bieten im Bereich Automatisierung die volle Produktpalette für die gesamte Fabrikhalle.“
( Archiv: Vogel Business Media )

E-Factory ist ein Automatisierungskonzept, in das sich Mitsubishi-Produkte integrieren lassen. Mit einem Manufacturing Execution System (MES) wird in Echtzeit eine nahtlose Verbindung von der Firmen-IT zur Produktion hergestellt und so dafür gesorgt, dass Entscheidungen schneller in der Fertigung umgesetzt werden können. Weltweit hat Mitsubishi bereits 600 E-Factory-Systeme verkauft.

NIcht alle Fertigungslinien komplett automatisiert

In seinen Werken in Nagoya und Himeji setzt Mitsubishi fast ausschließlich eigene Maschinen und Roboter ein. Doch nicht jede Fertigungslinie läuft automatisiert ab. Im Werk Himeji Works werden zum Beispiel Bedieneinheiten (HMI, Human Machine Interfaces) teilweise manuell hergestellt. Das Bestücken der Platinen läuft zwar meist automatisch ab, bei geringeren Stückzahlen jedoch auch von Hand.

Dazu sind die Mitarbeiter in kleinen Fertigungszellen mit einer Aufgabe beschäftigt und wechseln nach bestimmter Zeit in eine andere Zelle. Der Vorteil von Fertigungszellen ist laut Mitsubishi, dass die Produktion schneller auf ein neues Produkt umgestellt werden kann. Dazu können ganze Zellen ausgetauscht werden, was bei der automatisierten Fertigungslinie nur schwierig umzusetzen ist.

Qualitätskontrolle gehört bei jeder Fertigungslinie dazu

Wichtiger Bestandteil aller Fertigungslinien, ob automatisiert oder manuell, ist die Qualitätskontrolle. Nach jedem Bearbeitungsschritt wird an jedem einzelnen Gerät geprüft, ob ein Fehler aufgetreten ist. Die Prüfung läuft automatisch oder von einem Computer veranlasst ab. Darüber hinaus sind bei Mitsubishi unabhängige Qualitätsinspekteure beschäftigt, die jederzeit die Produktion anhalten dürfen.

Mitsubishi Electric hat fünf Werke in Japan, die Produkte für die Fabrikautomation fertigen. Eiichi Sugishima, stellvertretender Werkleiter von Nagoya Works, sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir bieten in der Automatisierung die volle Produktpalette für die gesamte Fabrikhalle.“ Dazu gehören unter anderem SPS, HMI, Servoantriebe und Roboter. 2006 lag der Exportanteil für Produkte aus diesem Bereich bei 28%, während 72% für den japanischen Markt produziert wurden.

Der Exportanteil ist seit 2002 (24%) jedes Jahr um einen Prozentpunkt gewachsen. Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zu 2001 um 50 % höher. Nach eigenen Angaben hat Mitsubishi in Japan 58 % Marktanteil bei SPS. Weltweit stehe man mit 18 % auf Platz 2. Der Bereich Factory Automation hat weltweit etwa 9200 Mitarbeiter in 17 Filialen. 2006 lag der Nettoumsatz bei rund 3,4 Mrd. US-Dollar.

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