Forschung Ein mobiler Großroboter für die Montage der Zukunft

Quelle: RWTH Aachen 1 min Lesedauer

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Eine bisherige Einschränkung von fest im Boden verankerten Industrierobotern besteht in ihrem begrenzten Arbeitsraum. Cobots konnten diesen Umstand zum Teil auflösen, sind jedoch für viele Aufgaben nicht geeignet. Ein großer mobiler Roboter soll die Lücke nun schließen.

Mobile Schwerlastmanipulatoren bieten die Möglichkeit, die Flexibilität in Montagesystemen zu erhöhen.(Bild:  WZL)
Mobile Schwerlastmanipulatoren bieten die Möglichkeit, die Flexibilität in Montagesystemen zu erhöhen.
(Bild: WZL)

Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University hat einen mobilen Großroboter für die Forschung entwickelt. Laut einer Mitteilung kann der Roboter Nutzlasten bis zu 150 Kilogramm bewegen und damit die Flexibilität in Montagesystemen erhöhen. Die Wissenschaftler wollen mit der Entwicklung die holistische Bewegungsplanung erforschen. Hierbei wird eine simultane Bewegung des Manipulators mit der Basis ausgeführt, was für die Industrie bisher noch nicht realisierbar war. Die Forscher gehen davon aus, dass mobile Manipulatoren somit 25 Prozent schneller arbeiten können.

Ziel des Projekts ist es, sich an die veränderten Rahmenbedingungen in produzierenden Unternehmen anpassen zu können. Dazu gehört etwa eine erhöhte Produkt- und Variantenvielfalt, der Fachkräftemangel, aber auch unsichere Lieferketten. Für die Forscher sind flexibel gestaltete Montagesysteme eine Lösung für die Herausforderungen in den Betrieben.

Sie entwickelten für das Projekt ein linienloses mobiles Montagesystem (LMAS), das sich durch den Verzicht auf eine räumlich und zeitlich starre Verkettung der einzelnen Montagesysteme auszeichnet. Bei LMAS spielen autonome Mobile Roboter (AMR) und autonome Mobile Manipulatoren (AMM) eine entscheidende Rolle, indem sie den Transport übernehmen und im Falle von AMM sogar diverse Montageschritte durchführen, heißt es weiter. Der neuartige mobile Großroboter des WZL ermögliche die flexible Manipulation schwerer Nutzlasten und könne die Produktivität produzierender Unternehmen trotz ändernder Rahmenbedingungen steigern.

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