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Elektroindustrie Moderates Wachstum von einem Prozent erwartet

| Redakteur: Julia Stemann

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ZVEI bestätigt seine Prognose vom Jahresanfang und erwartet für 2016 ein moderates Wachstum der deutschen Elektroindustrie.

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Der Start ins Jahr 2016 verlief gemischt: Die Zahlen für Januar sind eher verhalten, die für Februar dagegen relativ gut ausgefallen. Der ZVEI rechnet für das gesamte Jahr mit einem Plus von einem Prozent.
Der Start ins Jahr 2016 verlief gemischt: Die Zahlen für Januar sind eher verhalten, die für Februar dagegen relativ gut ausgefallen. Der ZVEI rechnet für das gesamte Jahr mit einem Plus von einem Prozent.
(Bild: pixabay CC0 Public Domain)

„Wir rechnen in diesem Jahr mit einem Plus von einem Prozent bei der preisbereinigten Produktion“, so ZVEI-Präsident Michael Ziesemer. „Der Umsatz sollte mit zwei Prozent etwas stärker zulegen und damit die Höchstmarke von 2008 in Höhe von 182 Milliarden Euro überbieten können.“

Der Start ins Jahr 2016 verlief gemischt: Die Zahlen für Januar sind eher verhalten, die für Februar dagegen relativ gut ausgefallen. Werden beide Monate zusammen betrachtet, lag die reale Produktion der deutschen Elektroindustrie 0,3 % höher als im Vorjahr. Der Branchenumsatz – der auch die Dienstleistungen umfasst – legte um 2,5 % auf 27,1 Milliarden Euro zu. Die Exporte (inklusive Re-Exporte) der Elektroindustrie erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 3,1 %. Schließlich gingen 2,7 % mehr Bestellungen als vor Jahresfrist ein.

Laut Umfrage ist die Stimmung optimistisch

Obwohl die Liste der globalen Konjunkturrisiken weiterhin lang ist, gehen der jüngsten Umfrage des ZVEI zufolge drei Viertel der befragten Unternehmen dieses Jahr von einem Erlösanstieg von 2 % oder mehr aus. Nur jede zehnte Firma erwartet Stagnation. Auch bezüglich den USA, dem Partnerland der diesjährigen Hannover Messe, fallen die Aussichten vorsichtig optimistisch aus. Hier erwarten mehr als 90 % der Branchenfirmen 2016 ein leichtes Wachstum ihrer Geschäfte.

2015 hat die deutsche Elektroindustrie mit einem preisbereinigten Produktionsplus von 1,3 % abgeschlossen. Die Branchenerlöse erhöhten sich um 4,1 % auf 178,9 Milliarden Euro. Mit 849.000 Mitarbeitern lag die Zahl der Beschäftigten im Inland zum Jahresende um 4.000 höher als ein Jahr zuvor. Die Exporte stiegen um 6,7 % auf 174,1 Milliarden Euro – dies war bereits der zweite Jahresrekord in Folge.

Industrie 4.0: Die Vision wird Wirklichkeit

Industrie 4.0 ist laut der Hannover Messe in vielen Unternehmen angekommen. „Wir sehen auf der Messe erstmals konkrete Industrie-4.0-Anwendungsfälle“, sagt Ziesemer. „Immer mehr Unternehmen überprüfen sich und ihre Geschäftsmodelle.“ Von großer Bedeutung für diese Entwicklung sei gewesen, dass Deutschland industriepolitisch wichtige Schritte nach vorn gemacht habe. „Mit der Plattform Industrie 4.0, dem Labs Network, dem neu gegründeten ,Standardization Council‘ und anderen Initiativen haben wir etwas geschaffen, das Unternehmen jeder Größe unterstützt, sich auf das digitale Zeitalter vorzubereiten.“

Der ZVEI-Präsident ist der Meinung, dass Deutschland und die USA die Digitalisierung gemeinsam voranbringen können. „Die Stärken der Partner liegen komplementär zueinander. Die USA mit ihrem IT- und Internet-Know-how und Deutschland mit seiner Kompetenz bei industriellen Prozessen und eingebetteten Systemen passen sehr gut zusammen.“ Die Zusammenarbeit von Plattform Industrie 4.0 und Industrial Internet Consortium sei der richtige Weg. „Die USA sind das richtige Partnerland zur richtigen Zeit.“

Der ZVEI-Präsident freut sich, dass die diesjährige Hannover Messe den Blick für die Energiethemen schärfe. „Integrated Industry“ und „Integrated Energy“ seien nur zwei Seiten der Medaille. Durch das geplante Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende bestehe sogar die Chance, dass die Energiewirtschaft die erste digitalisierte Branche Deutschlands werde.

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