Suchen

Eisenmann Modernste Lackierfabrik der Welt kommt aus Schwaben

| Redakteur: Jürgen Schreier

Im Rennen um den Auftrag für die weltweit modernste Lackierfabrik konnte sich die Böblinger Eisenmann SE gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der amerikanische Elektroautobauer Tesla Motors beauftragte den Anlagenbauer als Generalunternehmer mit dem Bau der neuen Lackierfabrik in Fremont. Der Auftragswert beläuft sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

Firmen zum Thema

Der Böblinger Anlagenbauer Eisenmann liefert zwei automatisierte Lackierstraßen für das kalifornische Werk des amerikanischen Elektroautopioniers Tesla Motors.
Der Böblinger Anlagenbauer Eisenmann liefert zwei automatisierte Lackierstraßen für das kalifornische Werk des amerikanischen Elektroautopioniers Tesla Motors.
(Bild: Eisenmann)

„Tesla verfolgt die Vision, die Elektromobilität zu revolutionieren“, erläutert Matthias von Krauland, CEO der Eisenmann SE. „Das Bestreben, energieeffiziente Lösungen zu entwickeln, ist eine Gemeinsamkeit der beiden Unternehmen. Wir sind deshalb sehr stolz darauf, ein so junges und visionäres Unternehmen auf seinem Erfolgskurs zu unterstützen. Mit großem Engagement ist es unserem Team gelungen, unseren Kunden von unseren effizienten und ressourcenschonenden technischen Lösungen zu überzeugen.“

Eisenmann liefert zwei vollautomatisierte Lackierstraßen

Mit der Lieferung von zwei vollautomatisierten Lackierstraßen – jeweils eine für Pkw-Karosserien und Anbauteile wie Stoßstangen und Rückspiegel – unterstützt Eisenmann das Ziel des US-Elektroautobauers, die Produktionskapazität in zwei Bauabschnitten von derzeit 30.000 auf 500.000 Fahrzeuge pro Jahr auszubauen. Neben dem hochflexiblen Fördersystem E-Shuttle 300, das die Modelle S, X und später auch die dritte Generation durch die Vorbehandlung und kataphoretische Tauchlackierung befördert, kommen zwei unterschiedliche Farbnebelabscheidesysteme zum Einsatz: In der Pkw-Lackierlinie setzt Tesla auf das elektrostatische Lackabscheidesystem E-Scrub v.2. Diese Technik der Lackabscheidung kommt mit einem sehr niedrigen Differenzdruck bei der Luftführung aus und ist weniger schmutzanfällig als andere Systeme.

In der Kunststofflackierlinie kommt der E-Cube zum Einsatz, der dank ausgeklügelter Filtertechnik ganz ohne Chemie, Wasser oder sonstige Zusatzstoffe auskommt. E-Cube und E-Scrub v.2 sind nach Angaben von Eisenmann besonders energieeffizient, was sich positiv auf den Wasserverbrauch auswirkt.

Acht Trockner und eine Skid-Fördertechnik werden installiert

Außerdem werden acht Trockner und eine Skid-Fördertechnik installiert. Gesteuert wird die gesamte Anlage mit dem modular skalierbaren Produktionsleitsystem E-MES zur Überwachung und übergreifenden Steuerung von Teilsystemen in der automatisierten Fertigung. Im Vordergrund steht die durchgängige und transparente Unterstützung der Produktionsprozesse.

(ID:43373305)