Befehlsgeräte Modulare Systeme in neuem Design

Autor / Redakteur: Reinhard Kluger / Reinhard Kluger

Es gibt sie noch: Befehlsgeräte und Meldegeräte in klassischer Ausführung als Taster und Schalter. Mit ihnen lassen sich Bedienfelder flexibel ausbauen und ansprechend designen. Sie sind robust ausgeführt und leicht montierbar.

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Die Befehls- und Meldegeräte vom Typ Sirius Act sind modular ausbaubar.
Die Befehls- und Meldegeräte vom Typ Sirius Act sind modular ausbaubar.
(Siemens)

Auch in Zeiten von Gestensteuerung und Touch-Bildschirm haben sie längst noch nicht ausgedient: Taster, Schalter und Melder übernehmen auch in der Fabrik von morgen wichtige Aufgaben. Als innovative Befehls- und Meldegeräte erleben sie derzeit eine Renaissance am Bedienpult, in Hängetableaus oder im Schaltschrank oder direkt in der Maschine. So klobig und unschön sie früher waren, heute glänzen sie mit einem ansprechenden ergonomischen Design, mit hoher Schutzart und in leuchtenden Farben.

Einfache Plug&Play-Installation

Damit Bedienelemente nicht mehr nur im Schaltschrank zum Einsatz kommen, sondern auch direkt im Maschinenraum verbaut werden können, hat Eaton ein neues Sortiment basierend auf seiner Kompakt-Baureihe RMQ entwickelt. Es gibt diese mit bereits fest installierten Kabeln und mit Steckverbindungen in Schutzart bis IP69k. Als Varianten mit vorkonfiguriertem M8- oder M12-Stecker oder mit individuell bestückbarem Kabelende ermöglichen diese neuen Befehls- und Meldegeräte der Kompaktlinie eine einfache Plug&Play-Installation. Sie haben eine besondere Kapselung gegen Staub, gegen feine Fremdpartikel oder Flüssigkeiten. Der Nutzen: Die Geräte bringen bereits ihr eigenes Gehäuse mit sich, benötigen keine zusätzliche, kostenaufwendige Umkapselung und lassen sich direkt in Holzbearbeitungsmaschinen oder andere Werkzeugmaschinen einbauen. Maschinen eben, bei denen die Möglichkeit des direkten Kontaktes mit Feinstaub oder Flüssigkeiten gegeben ist. Neben der Standardverdrahtung ist die einfache Integration in Automatisierungsarchitekturen über AS-i sowie in Eatons Kommunikations- und Verbindungssystem SmartWire-DT möglich.

Flachen Variante für innovative Maschinenkonzepte

Das neue Sortiment, das auf der Hannover Messe erstmalig zu sehen sein wird, reicht von Druck- und Leuchtdrucktasten über Leuchtmelder bis hin zu Wahl-, Schlüssel- und Not-Halt-Tasten. Hinsichtlich des Designs gibt es die Bediengeräte weiterhin in der klassischen Ausführung sowie zusätzlich in einer besonders flachen Variante für innovative Maschinenkonzepte in Industrie und Gebäudetechnik. Bezüglich Material und Farben kann der Anwender sich ganz individuell seine Lösung zusammenstellen.

„Aufgrund kürzerer Produktlebenszyklen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sind unsere Kunden gefordert, zunehmend individuelle Maschinen zu entwickeln und zu fertigen sowie bestehende Maschinen schnell und kostengünstig umzurüsten“, sagt Lütfiye Dönoglu, Leiterin der Produktlinie Command & Control bei Eaton. „Sie benötigen Komponenten, die einfach, robust und kompakt sind. Mit der Weiterentwicklung unserer Befehls- und Meldegeräte RMQ tragen wir dazu bei, dass Maschinenbauer diese Herausforderungen erfolgreich meistern. Dabei spielt neben der technischen Anforderung auch das Design eine entscheidende Rolle, um sich zu identifizieren.“

Das Plus für den Taster: Vor Ort leicht montierbar

Mit Sirius Act stellt Siemens ein von Grund auf neu entwickeltes System von Befehls- und Meldegeräten vor. Das modulare System zeichnet sich durch robuste Ausführung in Schutzart IP69K, hochwertiges Design und einfache Handhabung aus. Anwender können aus einer breiten Auswahl von Druck- und Not-Halt-Tastern, Wahl- und Schlüsselschaltern sowie akustischen und optischen Meldern wählen.

Das vielseitige Portfolio in Metall- und Kunststoffausführung für Frontplattenbefestigung lässt sich zudem flexibel mit unterschiedlichen rückseitig zu montierenden Kontakt- und LED-Modulen kombinieren. Ein Online-Konfigurator erleichtert Auswahl und Bestellung. Die Anbindung der Komponenten an die Steuerung erfolgt via AS-Interface, IO-Link oder Standardverdrahtung. Die neuen Befehls- und Meldegeräte lassen sich dank Verdrehschutz und dem innovativen Aufschnappkonzept einfach, schnell und fehlerfrei in nutfreie Löcher montieren.

Aufschnappkonzept ermöglicht werkzeuglose Montage

Wo immer man Befehls- und Meldegeräte einbaut, sie müssen leicht und flexibel montierbar sein, möglichst auch ohne Werkzeug. Deshalb setzt Siemens auf sein Aufschnappkonzept: Dabei ermöglicht die Konstruktion der Geräte, Frontelement und rückseitigen Halter schnell und werkzeuglos zusammenzusetzen. Die Demontage erfolgt ebenso schnell über einen Entriegelungshebel. Eine Schraubfixierung mit verlässlichem Verdrehschutz erlaubt zudem eine Montage in nutfreien Löchern. Sirius Act heißt das von Grund auf neu entwickelte modulare System in Schutzart IP69K. Der Anwender kann je nach Anforderung aus vier Designreihen in Kunststoff- und Metallausführung wählen. Frontseitig werden die Halter mit den unterschiedlichen Betätigern und Meldern bestückt. Rückseitig sind die Halter mit Steckplätzen für Kontakt- und LED-Module ausgestattet. Hier können bis zu drei Module nebeneinander und je zwei Kontaktmodule hintereinander montiert werden. Die Module sind mit Schaub-, Federzug- oder Lötstiftanschluss lieferbar.

Des Weiteren bietet Siemens Kompaktgeräte an, bei denen das elektrische Modul fest im Halter befestigt wurde. Dank der hohen Schutzart IP69K ist Sirius Act gegen Staub, Öle, Laugen und extreme Umwelteinflüsse unempfindlich und sogar für die Reinigung mit Hochdruckstrahl bei hohen Temperaturen geeignet. Aufgrund der hohen mechanischen Lebensdauer und der Zertifizierung für explosionsgefährdete Bereiche sind die neuen Befehls- und Meldegeräten für jeden Einsatz verwendbar. Und, wenn es ganz schnell gehen muss: Für eine schnelle und komfortable Zusammenstellung und Bestellung der Komponenten bietet Siemens einen Online-Konfigurator an.

Mit dem Bus durchs Tableau

Wer schnell, flexibel und zugleich auch verkabelungsarm seine Maschinen-Bedientableaus bestücken will, der kommt an der Bustechnik nicht vorbei. Ein entsprechendes modulares Bedienkonzept von Georg Schlegel besteht aus einem busspezifischen Basismodul, das mit bis zu 15 busunabhängigen I/O-Erweiterungsmodulen erweiterbar ist. Der besondere Nutzen dabei: Jedes dieser Module ist mit acht beleuchtbaren Kontaktgebern bestückt. Insgesamt lassen sich somit bis 128 Befehlsstellen mit 128 Meldeleuchten kosteneffizient einbinden. Schlegel greift für die Bestückung weitestgehend auf standardisierte Module zurück, das senkt die Kosten zusätzlich. Damit individuelle Anforderungen realisierbar sind, lassen sich Standardmodule mit nach Kundenwünschen gefertigten Modulen ergänzen. Im Programm ist das modulare Bedienkonzept für AS-Interface, CANopen, Profibus, Ethercat, Profinet I/O und Ethernet IP.

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