Eaton/Moeller Moeller ist jetzt starker Bestandteil von Eaton

Redakteur: Reinhard Kluger

Ein gutes Jahr ist es nun her, dass Eaton das Geschäftsfeld Moeller betreibt. Ein Zeitraum, der zeigt, ob der US-Industriekonzern mit der Bonner Firmengruppe kann. Und man kann miteinander. „Eaton und Moeller, das passt perfekt“, bilanzierte Richard Boulter Anfang April in Bonn anläßlich des ersten Jahrestages des Zusammengehens beider Unternehmen.

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Ein Jahr Eaton und Moeller: Gemeinsam schneiden Frank C. Campbell (re.), Präsident EMEA Eaton, und Richard Boulter, Präsident Eaton Geschäftsfeld Moeller, die Geburtstagstorte an
Ein Jahr Eaton und Moeller: Gemeinsam schneiden Frank C. Campbell (re.), Präsident EMEA Eaton, und Richard Boulter, Präsident Eaton Geschäftsfeld Moeller, die Geburtstagstorte an
( Archiv: Vogel Business Media )

Boulter, seit November 2008 Präsident des Bonner Eaton-Geschäftsfelds, und Frank C. Campbell, Präsident EMEA beim Eaton-Bereich Elektrotechnik, setzen denn auch auf den Wandel vom produktorientierten Unternehmen hin zu einem serviceorientierten. Campbell: „Viele Eaton-Produkte und Dienstleistungen können helfen, den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent zu senken.“ Künftig werde man Energieverteilung, Power Quality und Industrieautomation aus einer Hand bieten können, denn man habe, so Campbell weiter, „die ideale Kombination von Produkten, Service und Know how.“ „Eatons Geschäftsfeld Moeller wird mehr und mehr in den US-Industriekonzern integriert. Gemeinsam entsteht eine starke Allianz in der Elektrotechnik“, sagt Richard Boulter.

Geplanter Farbumschlag

Vorsichtig umgehen werde man mit der Wertigkeit der Marken. Man werde den Auftritt zum Kunden einheitlich gestalten. So soll der Farbumschlag vom Moeller-Grün auf das Eaton-Blau nach und nach erfolgen und bis 2012 bei den Organisationsmitteln und im Corporte Design vollzogen sein. Offen bleibe das Branding bei Produkten und Kennzeichnungen. Richard Boulter zum Zeitplan Markenführung EMEA: „Mit Moeller die Marke Eaton bekannt machen.“ Hier werde man mit entsprechenden Marktstudien den weiteren Wandel begleiten und zu gegebenem Zeitpunkt entscheiden.

Darwin kann man jetzt kaufen

Und noch einen Sahnetupfer gab es zum Jahrestag: Darwin kann man nun kaufen, und zwar seit dem 2. April 2009 können die Kunden erste Darwinprodukte bestellen! „Genau seit 12.00 Uhr“, wie Dr. Martin U. Schefter, Geschäftsführer der Moeller Eaton Holding GmbH präzisiert.

Seit einiger Zeit schon propagiert Moeller sein Darwinkonzept für die Elektrotechnik, ein netzwerkfähige Kommunikationskonzept für Moeller-Schaltgeräte und ebenfalls auch für Drittkomponenten. Es gilt als Ersatz für die Verdrahtung im Schaltschrank und nicht zum Vernetzen von SPSsen. „Darwin wird die Kompetenz von Eaton/Moeller in unseren Märkten für Industriekomponenten hervorheben“, sagt Dr. Schefter. Im Jahr 2009 gibt es die Leistungsschalter und PKE im Darwinkonzept, für 2010 sollen die Softstarter folgen und für 2010 sind neue Drives geplant. „Eine erste gemeinsame Eaton/Moeller-Produktlinie“, verrät Dr. Schefter.

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