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Energieerzeugung

„Moos-Energie“

| Redakteur: Carina Schipper

Zehn Schalen mit Moos und Kabel, viel mehr brauchen Forscher der Universität Cambridge nicht, um Radio zu hören. Der Strom aus ihrer Bio-Photovoltaik reicht für über eine Minute Musikgenuss. Die Pflanzen erzeugen eine Spannung von mehr als 4,5V.

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Pflanzen betreiben Photosynthese und machen aus Wasser und Kohlenstoffdioxid Zucker, das lernen schon die Kinder in der Schule. Englische Wissenschaftler sind jetzt in der Lage daraus Strom zu gewinnen.
Pflanzen betreiben Photosynthese und machen aus Wasser und Kohlenstoffdioxid Zucker, das lernen schon die Kinder in der Schule. Englische Wissenschaftler sind jetzt in der Lage daraus Strom zu gewinnen.
(Bild: Fabienne Felder )

Moss FM heißt die Entwicklung des Teams aus dem Pflanzenforscher Ross Dennis, dem Biochemiker Dr. Paolo Bombelli und der Designerin Fabienne Felder. Dabei machen sie aus Moos natürliche Photovoltaik-Anlagen. Wie bei jeder Pflanze werden auch im Moos Wasser und Kohlenstoffdioxid in Zucker umgewandelt. Jeder kennt dieses Prinzip aus der Schule, es handelt sich um die Photosynthese. Bei diesem Prozess entstehen zusätzliche Verbindungen wie Kohlenhydrate, Eiweise, und Fette. Die Pflanze gibt diese Stoffe in den Boden ab, wo Bakterien sie abbauen. Nebenprodukt davon sind Elektronen. Und die nutzen die Forscher, indem sie sie über leitfähige Fasern in der Erde binden.

Neben dem Radio können Ross Dennis, Paolo Bombelli und Fabienne Felder mit der „Moos-Energie“ Licht erzeugen und eine Digitaluhr mit Temperaturanzeige antreiben. Ziel der Wissenschaftler ist es, die Technologie innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre so weit zu entwickeln, dass sie in der Lage ist, die gleiche Leistung wie heutige Biotreibstoffe zu bringen.

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