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Motion-Control Motion-Controller für die Materialbearbeitung

Redakteur: Daniel Weigel

Mit LMC078 präsentiert Schneider Electric eine Maschinensteuerung, die SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) und CNC-Funktion in einem Gerät kombiniert. Die Steuerung wurde speziell für Applikationen in der Holz-, Metall- und Glasbearbeitung sowie für die Bearbeitung von Materialien wie Gummi, Kunststoff, Keramik oder Stein entwickelt. Dazu zählen unter anderem Maschinen für Stanzen, Nibbeln oder Laserschweißen.

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(Schneider Electric)

Mit dem LMC078 lassen sich NC/CNC-Fertigungsprozesse beschleunigen, da der Motion Controller standardisierte G-Codes direkt importieren kann. Dabei ist der LMC078 voll kompatibel zu gängigen Standards wie DIN66025 für CNC-Sprachen oder der IEC61131-3-Richtlinie für Speicherprogrammierbare Steuerungen.

Normalerweise ergeben sich CAD-Formate wie DWG, ME10, IGES, XML, PDF oder JPG in G-Code nach der Konstruktion. Um diese CAD-Zeichnungen in G-Code zu konvertieren, haben Anwender meistens ihre eigene CAD/CAM Programmierungssoftware. Ansonsten können sie die von Schneider Electric bereits getesteten Programme einsetzen. Diese Software berechnet dann im nächsten Schritt automatisch die Maschinenparameter für Material, Dicke, benötigte Werkzeuge und Applikationsgeschwindigkeit, die zur Herstellung des Produkts notwendig sind. Die Übertragung erfolgt per USB-Stick, FTP-Server oder FileService-Funktion des Controllers.

Flexibel, leistungsstark und sicher

Der LMC078 ist von der Rechenleistung her zehnmal schneller als das aktuelle Modell LMC058. Bus-Zykluszeiten sind mit dem hochperformanten Sercos III des neuen Controllers viermal schneller. Somit kann der Anwender bis zu acht Achsen in einer Millisekunde synchronisieren und die 3D-Interpolation von Bewegungsprofilen in Echtzeit bewältigen.

Der LMC078 besitzt zwölf integrierte Ein- und acht Ausgänge. Die digitalen Eingänge garantieren laut Hersteller einen Schutz gegen Polwechsel und Spannungsspitzen bis 40 Volt. Davon besitzen vier schnelle Eingänge eine Reaktionszeit für bis zu 40 Millisekunden. Die acht digitalen Ausgänge vertragen einen Ausgangsstrom bis 500 Milliampere und sind gegen Kurzschlüsse und Überlasten geschützt. Für Inbetriebnahme, Visualisierung und Connectivity verfügt das Modul über Schnittstellen wie USB, mini-USB, Ethernet, Modbus Seriell (RTU) und TCP, FTP Server, NetManage, BOOTP/DHCP Client und OPC-Server. Optional können Anwender den Controller mit einer übergeordneten Steuerung über Profibus/DP oder Ethernet/IP verbinden. Inbetriebnahme, Wartung und Service erfolgen über die integrierte SD-Karte. Die Ein-/Ausgangsebene lässt sich über CANopen und Sercos dezentral erweitern.

LMC078: Der Industrie 4.0 Controller

Für weniger Stillstandzeiten bei der Fertigung werden im Rahmen von Protokollen alle Produktionsabläufe durch den Motion Controller aufgezeichnet. Jedes Ereignis wird mit einem Zeitstempel versehen, in Text umgewandelt und kann in SoMachine abgerufen werden. Anwender haben so jederzeit einen transparenten Überblick und können Abläufe in der Fertigung schnell identifizieren. Zudem besitzt der LMC078 einen integrierten Web-Server, über den sich die Visualisierungen im Web-Browser anzeigen lassen. So überwachen und steuern Anwender ihre Maschine rund um die Uhr über einen PC, das Tablet oder Smartphone.

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