Motoren

Redakteur: Reinhard Kluger

Neben den Reglern für Antriebe in der Leistungsklasse bis zu 250 W gibt es zwei weitere Varianten: Geräte zum Betrieb bei Netzspannung von 3x400/480 V mit 4 und 8 A Nennstrom. Programmieren lassen sich Antriebe und verwendete Steuerungen in der gleichen Sprache. Die Funktion ‚Sicherer Halt‘ gibt es als Option.

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Die JetMove-Antriebsfamilie bietet Antriebsregler von 250 Watt bis zu 8,5 kW, Geräte mit höheren Leistungen werden folgen
Die JetMove-Antriebsfamilie bietet Antriebsregler von 250 Watt bis zu 8,5 kW, Geräte mit höheren Leistungen werden folgen
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Auswahl an Antriebssystemen auf dem Markt ist groß. Neben den klassischen Anbietern von Elektromotoren sind es insbesondere die Steuerungshersteller, die komplette Systeme oder einzelne Regler im Programm haben. Auf dem Papier ähneln sich die Systeme relativ stark. Unterschiede werden vor allem dann deutlich, wenn es um die Verschmelzung von Steuerungs- und Antriebstechnik geht. Genau dies ist seit mehr als 20 Jahren ein zentrales Thema bei der Entwicklung der Steuerungstechnik der Jetter AG. Das erste digitale Servosystem stellte das Unternehmen Ende der achtziger Jahre vor: Mit der JetMove-Antriebsserie und den JetControl-Steuerungen hat der Hersteller die Integration der Antriebstechnik auf die Spitze getrieben. Jetzt lassen sich auch Technologie- und Bahnsteuerungsfunktionen mit derselben Sprache programmieren wie die Steuerung. Die über den Systembus oder Ethernet an die Steuerung angebundenen Regler sind logisch vollständig in die Steuerung intergriert.

Die ganze Palette

Anwendern der JetWeb-Technologie steht eine breite Palette von Antriebsreglern in den unterschiedlichsten Leistungsklassen zur Verfügung. Von 250 W für Kleinantriebe bis zu 8,5 kW, eine noch leistungsstärkere Variante ist in Entwicklung. Das Angenehme dabei: alle Regler sind logisch identisch handhabbar sowohl bei der Inbetriebnahme als auch bei der Programmierung. Ein weiterer Vorteil: Mit allen Reglern lassen sich sämtliche gängige dreiphasige Motorvarianten ansteuern:

Bildergalerie

Servomotor,

Schrittmotor,

Asynchronmotor,

Linearmotor und

Torquemotor.

Sowohl die identische Handhabung als auch die Möglichkeit, das Vielerlei der Motorvarianten mit den Geräten der JetMove-Familie anzusteuern, erleichtern dem Anwender die Praxis. Er muss sich nicht immer wieder auf etwas Neues einstellen. Die Handhabung ist wie gewohnt, Parametrierung bekannt und Programmierung sind identisch. Ein weiterer positiver Aspekt: Die Lagerhaltung lässt sich minimieren, wenn für alle Motorvarianten derselbe Regler verwendet wird. Ein nicht zu unterschätzender logistischer und kaufmännischer Aspekt.

Es geht auch ohne Transformator

Die Nutzung der 3x400/480-Volt-Netzspannungsversorgung bietet vielfchen Nutzen. Zunächst ist damit auch bei größeren Leistungen ein direkter dreiphasiger Netzanschluss möglich − ein Transformator kann eingespart werden. Durch die höhere Spannung ist weniger Strom erforderlich, um die gleich Leistung zu erbringen.

Der JetMove 204 liefert einen Nennstrom von 4 A und einen Spitzenstrom von 8 A, das entspricht einer Nennleistung von 2 kW. Beim JetMove 208 sind dementsprechend 8 A Nenn- und 16 A Spitzenstrom möglich, als Obergrenze für die Nennleistung stehen 3,5 kW zur Verfügung. Für den Betrieb mit dem JetMove 204 bieten sich die Servomotoren der Typen JH, JK und JL an. Im Nennbetrieb kann beispielsweise mit dem Motor JH4-0860-81 ein Dauernennmoment von 5,5 Nm bei einer Drehzahl von 3500 U/min realisiert werden.

Erkennt den Geber automatisch

Für Gebersysteme bieten die beiden JetMove-Geräte Anschlussmöglichkeiten für Resolver und Sinus/Cosinus-Geber. Die Erkennung zwischen Resolver und Hiperface-Geber erfolgt automatisch. Diverse Technologie- und Sonderfunktionen stehen wie gewohnt zur Verfügung, wie z.B. Fliegende Säge, Querschneider oder Verschraubfunktionalität. Beide Regler werden optional mit der Funktion „Sicherer Halt“ angeboten. Ebenfalls beide Geräte werden mit UL-Zertifizierung geliefert.

Voll integrierte Antriebstechnik

Alle digitalen Servoregler sind logisch vollständig in die Steuerung integriert. Der Zugriff erfolgt schnittstellenfrei vom Programm oder vom JetSym-Inbetriebnahmebildschirm aus. Optional gibt es eine Ethernet-Schnittstelle, womit sich beispielsweise eine Antriebssysnchronisation von über 130 Achsen realisieren lässt, und zwar per unverfälschtem Standard-Ethernet- und TCP/IP, genauso, wie er als Technologie aus der Office-Welt bekannt ist.

Leistungsfähige Programmiersprache

Programmieren lassen sich Steuerung und Antrieb mit ein- und derselben Programmiersprache in einem Programm. Leistungsfähige Befehle von der Punkt-zu-Punkt-Positionierung über Technologiefunktionen bis zur Bahnsteuerung stehen dem Programmierer zur Verfügung. Auf sämtliche Parameter des Antriebes bis runter zum Stromregler besteht voller Zugriff in Echtzeit. Ein übersichtlicher Motion-Setup bietet die Möglichkeit des direkten Zugriffs auf den Antrieb und verschafft bei der Inbetriebnahme und beim Service einen optimalen Überblick. Mit Hilfe der Oszilloskop-Funktion der Programmiersoftware werden Parameter aufgezeichnet und visualisiert.

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