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Emissionsgrenzwerte Motoren in mobilen Maschinen laufen noch sauberer

Redakteur: Katharina Juschkat

Ab dem Jahr 2019 gelten in Europa für mobile Maschinen strengere Emissionsgrenzwerte. Die Verordnung verabschiedete das europäische Parlament am 5. Juli mit großer Mehrheit. Der VDMA unterstützt die zügige Umsetzung der Grenzwerte.

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Ob Bagger, Mähdrescher oder Binnenschiff: Ab 2019 müssen in Europa die strengsten Emissionsgrenzwerte weltweit eingehalten werden.
Ob Bagger, Mähdrescher oder Binnenschiff: Ab 2019 müssen in Europa die strengsten Emissionsgrenzwerte weltweit eingehalten werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Für mobile Maschinen wie Mähdrescher, Bagger, Flurförderzeuge oder Krane sowie für Binnenschiffe gelten in Europa ab dem Jahr 2019 die strengsten Emissionsgrenzwerte weltweit. Positiv bewertet der VDMA, dass die Verordnung am 5. Juli 2016 mit großer Mehrheit im europäischen Parlament verabschiedet wurde. Die Maschinenbauer brauchen eine verlässliche Gesetzgebung, bei der die hohen Anforderungen an den Gesundheits- und Umweltschutz mit technisch und wirtschaftlich vertretbaren Lösungen einhergehen.

Belange kleiner und mittelständischer Unternehmen berücksichtigt

„Seit der Einführung der Richtlinie 97/68/EG, die erstmals im Jahr 1999 mit der Stufe I verbindliche Grenzwerte für mobile Maschinen vorschrieb, wurden die Schademissionen bereits reduziert“, sagt Peter Müller-Baum, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Motoren und Systeme. „Heute emittieren Motoren rund 95 % weniger NOx und Partikelmasse als Motoren der ersten Abgasstufe“, erklärt Müller-Baum. Mit der nun verabschiedeten Stufe V werden erstmals alle Leistungskategorien erfasst und für die stückzahlstarken Leistungskategorien von 19 kW bis 560 kW ein Grenzwert für die Partikelanzahl eingeführt. Das bedeutet insbesondere bei den unteren und oberen Leistungsklassen einen immensen Aufwand.

Zentrale VDMA-Positionen sind in der Verordnung festgehalten worden. So wird das Inverkehrbringen von Austauschmotoren geregelt sowie Übergangsfristen verlängert. Insbesondere die Belange von kleinen und mittelständischen Herstellern sollen berücksichtigt werden, sowie die besonderen Herausforderungen einiger Maschinengattungen. Eine zusätzliche Übergangsfrist von 12 Monaten beispielsweise für Mobilkrane soll es den Herstellern ermöglichen, mehr als 170 Krantypen auf die neue Abgasstufe umzustellen, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt wird. Wunsch der Baumaschinenindustrie ist es, dass die Einführung umweltfreundlicher Neumaschinen nicht durch Nachrüstforderungen behindert wird.

Binnenschiffe müssen teuer umgerüstet werden

Für Binnenschiffe werden nun ebenfalls neue Grenzwerte festgelegt, die durch die Einführung des Partikelanzahlgrenzwerts für Motoren ab 300 kW strenger sind als in den USA, wo bislang die strengsten Limits galten. Der VDMA hatte zuvor gefordert, die Werte den USA anzupassen, was nicht berücksichtigt wurde. Für die Motoren, die auf europäischen Binnengewässern neu zum Einsatz kommen, müssen jetzt laut dem VDMA teure Sonderlösungen entwickelt werden, was die Einführung sauberer Motoren verzögern könnte.

Die Zustimmung des Europäischen Rats zur Emissionsverordnung wird in den kommenden Wochen erwartet, gefolgt von der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt im dritten Quartal 2016. Die für die Typgenehmigung der Motoren noch notwendigen ergänzenden Rechtsakte müssen nun ebenfalls zügig verabschiedet werden, um der Industrie die notwendige Rechts- und Planungssicherheit zu geben, fordert der VDMA. (kj)

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