11 Experten zum Thema industrielle Bildverarbeitung – Teil 2

Nachgefragt: Welche Trendthemen treiben die Bildverarbeitung?

| Autor / Redakteur: Ines Näther / Ines Stotz

elektotechnik hat sich bei 11 Bildverarbeitungs-Experten umgehört
elektotechnik hat sich bei 11 Bildverarbeitungs-Experten umgehört (Mikrotron)

Die IBV zählt nach wie vor zu den Schlüsseltechnologien in der Automatisierung – und stellt damit einen wichtigen Technologiebaustein in der Fertigung dar. So führt sie nicht nur Qualitätssicherung durch, sondern optimiert auch Prozesse. Außerdem wird die Spannbreite der Bildverarbeitungsaufgaben - von einfach bis High-End - immer breiter. elektrotechnik-Redakteurin Ines Näther hat sich in der Branche umgehört, welche aktuellen Trendthemen gerade spannend sind.

Dr. Ronald Rösch, Leiter strategische Forschung Bildverarbeitung am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern: „Ich glaube, dass die wesentlichen Fortschritte in den nächsten Jahren auf Seiten der Algorithmen und Software erzielt werden.“
Dr. Ronald Rösch, Leiter strategische Forschung Bildverarbeitung am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern: „Ich glaube, dass die wesentlichen Fortschritte in den nächsten Jahren auf Seiten der Algorithmen und Software erzielt werden.“ (Fraunhofer ITWM)

Dr. Ronald Rösch, Leiter strategische Forschung Bildverarbeitung am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern: Das kann ich schlecht beurteilen. Allerdings empfinde ich es als sehr angenehm, dass auf Hardwareseite alles einfacher, kompatibler und schneller wird. Ich glaube allerdings, dass die wesentlichen Fortschritte in den nächsten Jahren auf Seiten der Algorithmen und Software erzielt werden. Bei Sensoren und Beleuchtung hat es große Fortschritte gegeben, die verfügbare Rechenleistung ist um ein Vielfaches gewachsen. Eigentlich ideale Voraussetzungen, aber die Algorithmen hinken hinterher. Zwar gibt es durchaus gute Softwarepakete am Markt, aber es besteht noch viel Potenzial für komplexe Auswertemethoden. Es gibt viele gute und neue Ideen, doch bedarf es noch an Forschung und Entwicklung, bis diese Verfahren praxistauglich sind, insbesondere hinsichtlich solcher Eigenschaften wie Robustheit/Zuverlässigkeit, leichte Parametrierbarkeit und Geschwindigkeit.

Manuel Hofmann, Product Manager bei National Instruments: „Mit dem USB3 Vision Standard gewinnt auch USB 3.0 als Schnittstelle in Bildverarbeitungssystemen stark an Bedeutung.“
Manuel Hofmann, Product Manager bei National Instruments: „Mit dem USB3 Vision Standard gewinnt auch USB 3.0 als Schnittstelle in Bildverarbeitungssystemen stark an Bedeutung.“ (National Instruments)

Manuel Hofmann, Product Manager bei National Instruments: Wir sehen klar mehrere Trendthemen, wie beispielsweise eine steigende allgemeine Akzeptanz der 3D-Bildgebungstechnologien. Hierbei werden die verschiedensten Techniken eingesetzt, von der Stereobildverarbeitung bis hin zum Laserscanning. Mit neuen, einfacheren und kostengünstigeren Techniken hat die 3D-Bildgebung das Potential noch weitere Marktanteile zu erobern.

Ein anderer Trend, den wir schon über mehrere Jahre beobachten, und der auch noch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird, betrifft Kamerabusse. Hier kann man zum Beispiel bei GigE Vision ein kontinuierliches Wachstum erkennen, und mit dem USB3 Vision Standard gewinnt auch USB 3.0 als Schnittstelle in Bildverarbeitungssystemen stark an Bedeutung. Eine hohe Datenübertragungsrate auf einem Bus, der von fast allen Systemen zur Verfügung gestellt wird, sorgt dafür, dass USB3 Vision in vielen zukünftigen Systemen zum Einsatz kommt.

Rainer Schönhaar, Produktmanager bei Balluff: „Der Einsatz von 3D-Technologie wird aktuell sehr stark über die Oberflächenkontrolle forciert und stellt eine Erweiterung im Bereich der industriellen Bildverarbeitung dar.“
Rainer Schönhaar, Produktmanager bei Balluff: „Der Einsatz von 3D-Technologie wird aktuell sehr stark über die Oberflächenkontrolle forciert und stellt eine Erweiterung im Bereich der industriellen Bildverarbeitung dar.“ (Balluff)

Rainer Schönhaar, Produktmanager bei Balluff: Die industrielle Bildverarbeitung hat in der Vergangenheit erfolgreich bewiesen, dass mit ihr eine Qualitätskontrolle von Produkten und Prozessen schnell, zuverlässig und kosteneffizient realisierbar ist. Rasch stieg dadurch die Erfahrung bei Anwendern und Anbietern von Bildverarbeitungslösungen.

Begünstigt wurde diese Entwicklung durch technologische Innovationen, die eine deutliche Verkleinerung der Baugrößen und eine Kostenreduzierung für Standardanwendungen ermöglichten. Hierzu zählen beispielsweise der Einsatz von CMOS-Bildsensoren und Weiterentwicklungen in der Prozessortechnologie, die halfen auch komplexe Bildanalysen in der Smart-Kamera zu realisieren. Features wie Bildaufnahme, Analyse und Bedienung sind damit in einem Gerät vereint.

Dieses Konzept passt natürlich nicht zu allen Bildverarbeitungsaufgaben. Es wird immer Situationen geben, in denen es mehrere Blickwinkel, sprich Kameras, und spezielle Genauigkeits- oder Geschwindigkeitsanforderungen gibt. Hier werden die unterschiedlichsten Kamera- und Systemausprägungen zum Einsatz kommen.

Der Einsatz von 3D-Technologie wird aktuell sehr stark über die Oberflächenkontrolle forciert und stellt eine Erweiterung im Bereich der industriellen Bildverarbeitung dar.

Alexander Lewinsky, Produktmanager bei IDS Imaging Development Systems: „Die universelle Verfügbarkeit und die damit verbundenen niedrigen Kosten sowie das typische Plug-and-Play machen USB 3.0 zur idealen Mainstream-Schnittstelle in der Bildverarbeitung.“
Alexander Lewinsky, Produktmanager bei IDS Imaging Development Systems: „Die universelle Verfügbarkeit und die damit verbundenen niedrigen Kosten sowie das typische Plug-and-Play machen USB 3.0 zur idealen Mainstream-Schnittstelle in der Bildverarbeitung.“ (IDS Imaging Development Systems)

Alexander Lewinsky, Produktmanager bei IDS Imaging Development Systems: CMOS-Sensoren gehört die Zukunft. Hinsichtlich Bildqualität stehen sie bereits heute nicht hinter ihren CCD-Pendants zurück. Zudem bieten sie hinsichtlich Kosten und Funktionsvielfalt deutliche Vorteile.

Einen weiteren Trend sehen wir in leistungsfähigen, platz- und kostensparenden Embedded-Systemen etwa im Kleingerätebau.

Auch die Anzahl an 3D-Anwendungen nimmt rasant zu. Getrieben durch Robot-Vision, Griff-in-die-Kiste, Volumenmessungen und Oberflächeninspektion. IDS unterstützt den Trend mit eigenentwickelten Stereo-3D-Kameras.

Diese Trends sowie die Marktnachfrage nach höherem Durchsatz, schnellerer Bildverarbeitung und höheren Auflösungen verlangen eine schnelle und sichere Datenübertragung. Das bietet USB 3.0. Darüber hinaus: Die universelle Verfügbarkeit und die damit verbundenen niedrigen Kosten sowie das typische Plug-and-Play machen USB 3.0 zur idealen Mainstream-Schnittstelle in der Bildverarbeitung.

Torsten Freiling, Leiter Produktmanagement bei Allied Vision Technologies (AVT): „Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile, was zu einer Koexistenz einer Vielzahl an Interfacetechnologien führt.“
Torsten Freiling, Leiter Produktmanagement bei Allied Vision Technologies (AVT): „Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile, was zu einer Koexistenz einer Vielzahl an Interfacetechnologien führt.“ (AVT)

Torsten Freiling, Leiter Produktmanagement bei Allied Vision Technologies (AVT): CMOS-Sensoren erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit gegenüber der CCD-Technologie. Neben Smartkameras und PC-gestützten Systemen sehen wir auch Potential in ARM-basierten Systemen, die eine einfache und kostengünstige Alternative für viele industrielle Bildverarbeitungsapplikationen darstellen. Unser Software Development Kit Vimba unterstützt bereits diese Technologie.

An der Interface-Front wird USB3 Vision sich zweifellos auf dem Bildverarbeitungsmarkt als eine weitere Schnittstelle unter anderen etablieren. Auch im Schnittstellenbereich ist ein Trend zur Spezialisierung für die jeweiligen Applikationen zu erkennen. Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile, was zu einer Koexistenz einer Vielzahl an Interfacetechnologien führt.

Horst A. Mattfeldt, Director Standard Products bei Matrix Vision: „Insbesondere die Barriere von höchster Bildqualität bei höherer Auflösung und Global Shutter sowie hoher Framerate scheint jetzt genommen.“
Horst A. Mattfeldt, Director Standard Products bei Matrix Vision: „Insbesondere die Barriere von höchster Bildqualität bei höherer Auflösung und Global Shutter sowie hoher Framerate scheint jetzt genommen.“ (Matrix Vision)

Horst A. Mattfeldt, Director Standard Products bei Matrix Vision: Wir sehen die 3D-Technologie ganz klar im Kommen. Dabei müssen wir die dritte Dimension zuverlässig mit Kameras ‚erobern‘. Das heißt, wir ermöglichen Robotern den automatischen Griff in die Kiste, wir machen Vermessungen im Raum möglich und wir entwickeln alternative Bedienkonzepte wie Gestensteuerungen.

Außerdem gibt es einen ganz klar erkennbaren Trend zu hochwertigeren CMOS-Sensoren. Insbesondere die Barriere von höchster Bildqualität bei höherer Auflösung und Global Shutter sowie hoher Framerate scheint jetzt genommen. Wir zeigen auf der Vision die neuesten Global-Shutter-Sensoren aus der Pregius-Familie von Sony.

Beim Thema PC versus Smartkamera versus Embedded Systems ist heute alles möglich und auch sinnvoll. Der PC mutiert zum Vision Server, kann er doch mit immer mehr Kameras umgehen, je mehr Kerne, sprich Rechenleistung er hat, die Smartcam bildet die logische Basis für konfigurierbare Systeme oder Vision Sensoren.

Im semiindustriellen Bereich finden unsere USB2- und USB3-Kameras ihren Anschluss an Raspberry PI und High-end-Gefährten wie Odroid Boards etc unter Linux, das ganze getrieben und befeuert vom rasanten Fortschritt bei den Smartphone-Prozessoren. Das macht Bildverarbeitung ‚für eine Handvoll Euros‘ möglich.

Bei den Interface-Schnittstellen glauben und sehen wir den Erfolg von Standards wie GigE Vision und USB3 Vision. Damit können wir mittlerweile zuverlässig bis zu 400 Mbyte/s Bilddaten in den PC transferieren bei gleichzeitig optimalen Systemkosten. Schließlich läuft der gleiche Bildeinzug auf einem I-86 PC wie auf einer ARM CPU.

Christian Jeske, Marketing Leiter bei Pyramid Computer: „Die Technik von USB 3.0 Vision ist vielversprechend und die ersten Praxiserfahrungen zeigen, dass der Siegeszug der Schnittstelle in der industriellen Bildverarbeitung weiter voranschreitet. Zudem hat USB 3.0 hat unter der Bezeichnung Superspeed+ USB 3.1 inzwischen einen weiteren Schritt in die Zukunft gemacht.“
Christian Jeske, Marketing Leiter bei Pyramid Computer: „Die Technik von USB 3.0 Vision ist vielversprechend und die ersten Praxiserfahrungen zeigen, dass der Siegeszug der Schnittstelle in der industriellen Bildverarbeitung weiter voranschreitet. Zudem hat USB 3.0 hat unter der Bezeichnung Superspeed+ USB 3.1 inzwischen einen weiteren Schritt in die Zukunft gemacht.“ (Pyramid Computer)

Christian Jeske, Marketing Leiter bei Pyramid Computer: Die Schnittstellenfrage ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen der industriellen Bildverarbeitung. Heute stehen mit USB 3.0, GigE und Power over Ethernet (PoE), Firewire, Thunderbolt und Cameralink (CL und CLHS) sowie Coaxpress (CXP) alle gängigen Schnittstellen für anspruchsvolle Aufgaben in der industriellen Bildverarbeitung zur Verfügung.

Bei vielen Spezialisten ist Gigabit Ethernet als Datenübertragungsmedium für die industrielle Bildverarbeitung die erste Wahl.

Ein weiterer etablierter Standard ist Firewire - ein preiswertes digitales Interface mit garantierter Bandbreite.

Lebhaft diskutiert wird derzeit 10 GigE, das bereits in einige Produkte eingezogen ist.

Bandbreitenstärkere Schnittstellen wie Coaxpress (CXP) und Thunderbolt sind derzeit noch zu teuer oder entsprechen noch nicht dem Kamerastandard, sie führen ein Nischendasein.

Neben der Gigabit-Ethernet-Technologie und als potentieller Nachfolger der Firewire- und USB-2.0-Schnittstelle ist aktuell der USB3-Vision-Standard die interessanteste Technologie. Aufgrund seiner höheren Bandbreite, geringerem Energieverbrauch, seinem asynchronen Benachrichtigungsverfahren und der bidirektionalen Datenübertragung setzen immer mehr Industrieanwender auf den USB-3.0-Standard. Die Technik von USB 3.0 Vision ist vielversprechend und die ersten Praxiserfahrungen zeigen, dass der Siegeszug der Schnittstelle in der industriellen Bildverarbeitung weiter voranschreitet. Zudem hat USB 3.0 hat unter der Bezeichnung Superspeed+ USB 3.1 inzwischen einen weiteren Schritt in die Zukunft gemacht.

Auch mehrdimensionale Bilder und die dazugehörige 3D-Technologie treiben die Nutzung von IBV derzeit enorm an. Neue Anwendungsbereiche in der Industrie finden 3D-Systeme vor allem in der Produktentwicklung, der Kontrolle von Fertigungsprozessen und in der Qualitätssicherung.

Eines der wichtigsten Einsatzfelder ist hier die berührungslose Vermessung und Prüfung von Objekten und Flächen. So dient die 3D-Technik in Kombination mit IBV-Systemen in Produktionsunternehmen unter anderem dazu, Abweichungen innerhalb weniger Sekunden zu erkennen und damit weitere Fehler zu vermeiden. Auch die Hersteller haben diesen Trend erkannt und bieten zunehmend Produkte an, die dank ausreichendender Genauigkeit und Geschwindigkeit sowie zunehmendem Bedienkomfort für den Endanwender immer attraktiver werden.

Peter Stiefenhöfer, Leiter Marketing & Öffentlichkeitsarbeit bei Stemmer Imaging: „Aus unserer Sicht sind die mit Industrie 4.0 verbundenen Konzepte ohne Bildverarbeitung in sehr vielen Fällen gar nicht möglich, da flexible Fertigungszellen auf die Ergebnisse dieser hoch entwickelten Sensorik angewiesen sind.“
Peter Stiefenhöfer, Leiter Marketing & Öffentlichkeitsarbeit bei Stemmer Imaging: „Aus unserer Sicht sind die mit Industrie 4.0 verbundenen Konzepte ohne Bildverarbeitung in sehr vielen Fällen gar nicht möglich, da flexible Fertigungszellen auf die Ergebnisse dieser hoch entwickelten Sensorik angewiesen sind.“ (Stemmer Imaging)

Peter Stiefenhöfer, Leiter Marketing & Öffentlichkeitsarbeit bei Stemmer Imaging: Durch die immer weiter zunehmenden Auflösungen von Industriekameras entstehen bei vielen Bildverarbeitungsanwendungen immer mehr Daten, die ausgewertet und zum Teil aus Gründen der Produkthaftung und Nachverfolgbarkeit gespeichert werden müssen. Insofern ist Big Data auch in der Bildverarbeitung angekommen.

Auf der Vision 2014 werden die Hersteller von Bildverarbeitungskomponenten neue Kameras und Bilderfassungsprodukte vorstellen, die noch mehr Auflösung und schnellere Verarbeitung zur Verfügung stellen, um diesem Trend gerecht zu werden.

Auch bei den Schnittstellen für die Bildverarbeitung gibt es Weiterentwicklungen, die dafür sorgen, dass die großen Datenmengen schnell und sicher genug übertragen werden können.

Das häufig gebrauchte Schlagwort Industrie 4.0 beschreibt einen weiteren wichtigen, generellen Trend in der Automatisierung. Aus unserer Sicht sind die damit verbundenen Konzepte ohne Bildverarbeitung in sehr vielen Fällen gar nicht möglich, da flexible Fertigungszellen auf die Ergebnisse dieser hoch entwickelten Sensorik angewiesen sind.“

Dirk Ratsack, Vice President MVSD Sales & Service Europe bei Cognex: „Der Bedarf des Anwendungsmarktes bestimmt die Trends. So wird beispielsweise 3D deutlich wachsen und der CMOS-Trend wird weiter gehen.“
Dirk Ratsack, Vice President MVSD Sales & Service Europe bei Cognex: „Der Bedarf des Anwendungsmarktes bestimmt die Trends. So wird beispielsweise 3D deutlich wachsen und der CMOS-Trend wird weiter gehen.“ (Cognex / Matthias Tunger Photodesign)

Dirk Ratsack, Vice President MVSD Sales & Service Europe bei Cognex: Unser unternehmerischer Erfolg liegt in der präzisen Beobachtung der Anforderungen des Kunden und des Marktes. Wir sind stolz darauf, dass wir in den 33 Jahren seit der Firmengründung nicht nur im Trend richtig lagen, sondern mit teils bahnbrechenden Technologien die Entwicklung der industriellen Bildverarbeitung massiv beeinflusst haben. Höhere Produktivität, gleichzeitig höhere Qualität, vollständige Produktrückverfolgbarkeit und Optimierung in Fertigung und Logistik ist ohne BV nicht mehr denkbar. Wir bieten umfangreiches Know-how und Erfahrung für fast die gesamte Palette von Anwendungen industrieller Bildverarbeitung.

Der Bedarf des Anwendungsmarktes bestimmt die Trends. 3D wird deutlich wachsen und der CMOS-Trend wird weiter gehen. Der Wachstumstrend an einfach integrierbaren, autarken, kompakten Vision-Sensoren und Vision-Systemen wird sich fortsetzen, ebenso wie der Bedarf an komplexen PC-basierten oder Embedded Vision-Systemen.

Auf den Messen Vision und der SPS IPC Drives zeigten wir mit neuen Produkten – zum Beispiel einem 3D-Sensor, Vision Controller und der Cognex Designer Software – dass wir uns vom Wettbewerb deutlich abheben. Schneller als alle anderen ID-Techniken wächst der Markt der 2D-Codes. Ein neuer mobiler Codeleser mit variablen Kommunikationsmodulen erfüllt selbst anspruchsvollste 2D-Anforderungen.“

Stefan Waizmann, Leiter Produktmanagement bei Framos: „In Zukunft werden sich Produktportfolios durchsetzen, die dank möglichst einfacher Konfigurierbarkeit und Programmierbarkeit Entwicklungszeit und -kosten sparen.“
Stefan Waizmann, Leiter Produktmanagement bei Framos: „In Zukunft werden sich Produktportfolios durchsetzen, die dank möglichst einfacher Konfigurierbarkeit und Programmierbarkeit Entwicklungszeit und -kosten sparen.“ (Framos / aleksy)

Stefan Waizmann, Leiter Produktmanagement bei Framos: Ein erkennbarer Trend ist eine weitere Welle des Design-to-Cost als Antwort auf den Wettbewerbsdruck unter den Marktführern. Rein preislich verschwimmen hier zum Beispiel die Grenzen zwischen industriellen Kameras und Consumer-Webcams. Wie sich das auf die Produkt-Qualität auswirkt, lässt sich bislang nur vermuten. Fakt ist jedoch, dass die Software-Algorithmen in den letzten Jahren deutlich leistungsfähiger geworden sind und somit eine schlechtere Bildqualität in vielen Anwendungen ausgleichen können.

Ein weiterer Trend ist klar der wachsende Bedarf an Bildverarbeitungslösungen, die für spezifische Problemstellungen in Logistik und Automatisierungstechnik benötigt werden. Hier ist der Kostentreiber insbesondere der Entwicklungsaufwand. Daher werden sich in Zukunft Produktportfolios durchsetzen, die dank möglichst einfacher Konfigurierbarkeit und Programmierbarkeit Entwicklungszeit und -kosten sparen.

Dr. Olaf Munkelt, Geschäftsführer von MVTec Software: „Die klassischen Trennlinien zwischen Sensoren, Smart-Kameras und PC-gestützten Systemen werden durch den Fortschritt bei der Hardware-Miniaturisierung und leistungsfähigere Software mehr und mehr aufgelöst.
Dr. Olaf Munkelt, Geschäftsführer von MVTec Software: „Die klassischen Trennlinien zwischen Sensoren, Smart-Kameras und PC-gestützten Systemen werden durch den Fortschritt bei der Hardware-Miniaturisierung und leistungsfähigere Software mehr und mehr aufgelöst. (MVTec)

Dr. Olaf Munkelt, Geschäftsführer von MVTec Software: Es wird immer Anwendungen geben, in denen 2D-Kameras aus gutem Grund eingesetzt werden. Dennoch sind 3D-Verfahren stark im Kommen, um neue Anwendungsfelder zu eröffnen. MVTec hat dies schon vor Jahren vorbereitet, so dass unsere Software mit den unterschiedlichsten Sensoren und Kameras einer Vielzahl von Herstellern arbeitet und hierfür einen umfassenden Pool an 3D-Verfahren bietet, wie 3D-Matching, Mehrbild-Stereo, 3D-Rekonstruktion oder auch 3D-Oberflächenvergleich.

Unabhängig davon lässt sich feststellen, dass die klassischen Trennlinien zwischen Sensoren, Smart-Kameras und PC-gestützten Systemen durch den Fortschritt bei der Hardware-Miniaturisierung und leistungsfähigere Software mehr und mehr aufgelöst werden. Für den Kunden bietet dies die große Chance, die Vorteile der kompakten und integrierten Bauweise von Embedded-Systemen und Smart-Kameras mit der Leistungsfähigkeit von PC-basierten Lösungen künftig kombinieren zu können. Um eine schnelle Marktverfügbarkeit zu erreichen, werden hierfür leistungsfähige Entwicklungswerkzeuge benötigt – gerade auch für Anwendungen auf Embedded-Systemen.

Auch Standardisierungen, wie GigE Vision und GenICam spielen eine gewichtige Rolle. Dass hierbei Technologien aus dem Consumer-Markt, wie beispielsweise USB 3.0, aufgenommen werden, bietet die große Chance auf kostengünstigere Komponenten und Plattformen. Die IBV-Branche ist reifer geworden und ihre Kunden erwarten zu Recht lösungsorientierte Komponenten, die reibungslos miteinander arbeiten, ohne auf proprietäre Technologie aufzubauen. Dies ist auch ein Grund, warum wir bei MVTec den Nutzern unserer Software eine nahezu unbeschränkte Flexibilität hinsichtlich der eingesetzten Bildaufnahme-Hardware bieten und zudem aktiv alle wichtigen Standards unterstützen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43114923 / Bildverarbeitung)