Energie Mit Hühnerfedern grünen Strom produzieren

Quelle: ETH Zürich 1 min Lesedauer

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Jährlich werden rund 40 Millionen Tonnen Hühnerfedern verbrannt. Das setzt nicht nur große Mengen an CO2 frei, sondern auch giftige Gase wie Schwefeldioxid. Forscher haben nun eine weitaus sinnvollere Verwendung für die Federn gefunden.

Hühnerfedern bestehen zu 90 Prozent aus Keratin. Mithilfe des Proteins kann etwa eine Brennstoffzelle nachhaltiger und günstiger werden.(Bild:  sas - stock.adobe.com)
Hühnerfedern bestehen zu 90 Prozent aus Keratin. Mithilfe des Proteins kann etwa eine Brennstoffzelle nachhaltiger und günstiger werden.
(Bild: sas - stock.adobe.com)

Die ETH Zürich hat gemeinsam mit der Technischen Universität Nanyang einen Weg gefunden, um Brennstoffzellen mithilfe von Hühnerfedern nachhaltiger zu machen. Laut einer Mitteilung entwickelten sie dafür eine halbdurchlässige Membran aus Keratin, die das Herzstück jeder Brennstoffzelle bildet. Ziel der Forscher ist es, Abfälle und Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie sinnvoll zu verwenden und Zukunftstechnologien nachhaltiger zu machen.

Die Forscher entwickelten ein Verfahren, mit dem sie aus Hühnerfedern das Protein Keratin extrahieren konnten. Damit stellten sie Amyloidfibrillen her, also sehr feine Fasern. Diese Keratinfäserchen werden schließlich in der Membran einer Brennstoffzelle verwendet, die bisher aus hochtoxischen Chemikalien bestand. Diese sind nicht nur teuer, sondern auch in der Umwelt nicht abbaubar, heißt es weiter. Da die Membran der Forscher aus biologischem Material besteht und in großen Mengen verfügbar ist, sei die Herstellung bereits im Labor bis zu dreimal günstiger als herkömmliche Membrane.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher untersuchen, wie stabil und langlebig ihre Keratin-Membran ist und sie weiterhin verbessern. Das Team habe zudem bereits ein Patent für die Membran angemeldet und sucht nun nach Investoren oder Firmen, die die Technologie weiterentwickeln und auf den Markt bringen.

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