Wissenschaft Forscher wollen ein zweites Leben für Elektromotoren ermöglichen

Quelle: Fraunhofer Gesellschaft 1 min Lesedauer

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Sobald ein Elektromotor ausgedient hat, wird er geschreddert und anschließend recycelt. Die Methode gilt jedoch als wenig effizient und überholt.

Das Projekt verfolgt unter anderem das Ziel, den Prototyp eines Elektromotors für die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.(Bild:  Schaeffler)
Das Projekt verfolgt unter anderem das Ziel, den Prototyp eines Elektromotors für die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.
(Bild: Schaeffler)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben gemeinsam mit Industriepartnern ein Projekt begonnen, um eine nachhaltige Werterhaltungsstrategie für Elektromotoren zu entwickeln. Laut einer Mitteilung sollen dabei Ansätze wie die Reparatur, Aufarbeitung und erneute Verwendung des Elektromotors ebenso wie neue Designs für die Kreislaufwirtschaft entworfen werden.

Neues Design für Elektromotoren

Demnach lassen sich vor allem seltene Erden wie Neodym mit aktuellen Recyclingmethoden nicht zurückgewinnen. Für eine nachhaltige, effiziente und kostengünstige Nutzung von Elektromotoren wäre es daher vorteilhaft, diese nach der Aufarbeitung wiederverwenden zu können. Die Forscher wollen dafür auf die Werterhaltungsstrategien Reuse, Repair, Remanufacturing und werkstoffliches Recycling setzen.

Unter Reuse verstehen die Projektpartner die Wiederverwendung des kompletten Motors in der Zweitnutzung, unter Repair den Austausch von defekten Komponenten und Baugruppen. Beim Remanufacturing werden alle Bauteile ausgebaut, gereinigt, aufgearbeitet und erneut eingesetzt. Im Rahmen des Projekts soll dann eine komplette Prozesskette entstehen, wobei jede Station einen eigenen Demonstrator erhalten soll. Zu den Stationen soll etwa die Eingangsprüfung für die Klassifikation des Motors oder die Demontage bis hin zur Remontage und Prüfung gehören.

Das im Projekt gesammelte Wissen soll außerdem für das Design neuer elektrischer Motoren genutzt werden, heißt es weiter. Ziel ist es, den Prototyp eines Motors für die Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, der leicht demontiert werden kann und auf den sich die vier genannten Werterhaltungsstrategien problemlos anwenden lassen.

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