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Kompaktgehäuse Neuausrichtung: Rittal vereinbart Sozialpläne

| Redakteur: Sariana Kunze

Für die Neuausrichtung der Produktionsstruktur bei Rittal werden die Produktionsstätten Burbach, Rennerod und Wissenbach geschlossen. Nun vereinbarte Rittal mit den Betriebsräten Sozialpläne. Damit ist der Weg frei für Zukunftsinvestitionen von 250 Mio. Euro in die Standorte Rittershausen, Haiger und Hof.

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Aktuelles Bild von der Rittal Baustelle in Haiger. 2018 startet hier das weltweit größte Werk für Kompaktgehäuse.
Aktuelles Bild von der Rittal Baustelle in Haiger. 2018 startet hier das weltweit größte Werk für Kompaktgehäuse.
(Bild: Rittal)

Nach dem bereits in 2016 abgeschlossenen Interessenausgleich wurden nach intensiven Beratungen die Sozialpläne für die zu schließenden Rittal-Produktionsstätten Burbach, Rennerod und Wissenbach abgeschlossen. Für die Veränderungen im Werk Hof wurde ebenfalls eine Einigung erzielt. Nur für das Produktionswerk Herborn laufen die Verhandlungen noch und befinden sich im Einigungsstellenverfahren.

Gute Basis für die Zukunft von Rittal

Die Regelungen der Sozialpläne beinhalten neben den Abfindungszahlungen etwa Regelungen für Entfernungspauschalen, Überbrückungsregelungen, die Anerkennung von Beschäftigungsjahren bei Standortwechseln, sowie Verdienstsicherungsvereinbarungen. Zusätzlich stellt Rittal den ausscheidenden Mitarbeitern eine Transfergesellschaft zur Verfügung.

„Die Verhandlungen verliefen in einem konstruktiven zukunftsorientierten Dialog. Das Ergebnis ist sozialverträglich und berücksichtigt die Berufs- und Lebenssituation der Mitarbeiter angemessen und fair“, erklärt Markus Betz, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Rittal, stellvertretend für die Unterzeichner der vier Produktionswerke.

Dr. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, sagte dazu: „Ich bin dankbar, dass die Pläne der Geschäftsführung eine so große Zustimmung der Mitarbeiter und Betriebsräte gefunden haben. Eine gute Basis für die Zukunft von Rittal. Ich bedanke mich besonders bei den Betriebsräten für die harten, aber fairen und zielorientierten Verhandlungen.“

Modernste Rittal-Produktion entsteht

2018 startet am Standort Haiger das weltweit größte Werk für Kompaktgehäuse. Basis der Konzeption ist die Einführung modernster Ablauf- und Produktionsprozesse von der Bestellung des Kunden bis zur Anlieferung beim Kunden entsprechend den Standards von Industrie 4.0. Bereits heute liefert Rittal in Deutschland alle Standardprodukte in 24 Stunden und wird mit dem neuen vollautomatischen Logistikzentrum und der wegweisenden Produktion das Modell für die Strukturierung der Rittal Produktionswerke weltweit sein. Mit dieser Investition hält Rittal an seiner Strategie fest, durch rationelle Fertigungen die Arbeitsplätze in der Region so weit wie möglich zu sichern. „Wir wollen, dass die Menschen der Region, die den Erfolg mit möglich gemacht haben, eine Chance auf eine gute Zukunft haben“, so Dr. Loh.

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