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Produktionssicherheit Neue Arbeitsgruppe für mehr Security in Unternehmen gegründet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Eine neue Arbeitsgruppe des Clusters Mechatronik & Automation will für mehr Security in Unternehmen sorgen. Ihr Motto ist Hilfe zur Selbsthilfe, indem sich Unternehmen mit Sicherheitsexperten austauschen.

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Die Arbeitsgruppe Strategic Innovation Team (SIT) Production Security will für mehr Absicherung in der Produktionsumgebung deutscher Unternehmken sorgen.
Die Arbeitsgruppe Strategic Innovation Team (SIT) Production Security will für mehr Absicherung in der Produktionsumgebung deutscher Unternehmken sorgen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Als Antwort auf die steigende Cyberkriminalität gegen Unternehmen hat sich die Arbeitsgruppe „Strategic Innovation Team (SIT) Production Security“ des Clusters Mechatronik & Automation gegründet. Die Idee der Arbeitsgruppe ist, Hilfe zur Selbsthilfe für die Absicherung der Produktionsumgebungen deutscher Unternehmen zu bieten. Teilnehmer sind Sicherheitsexperten und Produktionsunternehmen, die sich gegenseitig austauschen.

Für die Sicherheit der Office-IT gibt es mittlerweile viele Anbieter, die Sicherheit in der Produktion hinkt jedoch noch hinterher. Dabei warnt der Cluster davor, dass klassische Schutzmechanismen wie IT-Firewalls nicht ausreichend sind, sich die Servicebedingungen von OT und IT unterscheiden und Produktionsausfälle große Schäden verursachen können. Die Arbeitsgruppe befasst sich deshalb mit der Gefahrenlage für Produktionsanlagen vor allem durch Angriffe von außen wie innen, gezielte Sabotage und Manipulation sowie Datendiebstahl.

Experten und Unternehmen tauschen sich aus

Karl-Heinz John, Vorstand im Cluster Mechatronik & Automation, sagt: „Aus Rückmeldungen von über 200 Teilnehmern unserer Kick-off Veranstaltungen haben wir Themenfelder gruppiert, Aktivitäten entwickelt und Geschäftsmodelle entworfen, um zum einen die Awareness bei produzierenden Unternehmen zu schaffen, aber auch Anbieter und Experten ins Boot zu holen, um im Miteinander Strukturen aufzubauen und unsere heimische Industrie zu schützen.“

Andreas Brosche vom LKA, Abteilung Cybercrime, schildert die aktuelle Situation: „Immer neue Bedrohungen durch ausländische Geheimdienste und Hackergruppen verschärfen den Handlungsdruck, sich den Bedrohungen zu stellen. Über den Tellerrand geschaut finden sich Spionage und Sabotage durch IT zum Teil in den Verfassungen und Gesetzen von Ländern wider – nur um zu verstehen, weshalb die deutschen Unternehmen mit ihrer Kultur das beliebteste Ziel von Angriffen weltweit sind.“

Die Arbeitsgruppe ist zufrieden mit der Gründungsveranstaltung und berichtet von einem Rücklauf von über 50 % der Anträge auf Mitarbeit in der Arbeitsgruppe. Das lasse auf eine breit angelegte Initiative hoffen. Mit beteiligt sind zudem das Z.DB, Mittelstand 4.0, der Bayerische IT-Sicherheitscluster, die Sicherheitsmesse IT-SA, mehrere Forschungseinrichtungen und weitere regionale Initiativen. Mehr Informationen zu der Arbeitsgruppe.

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