Feldbus-Technik: 20 Jahre CAN in Automation

Neue CAN-Generation in den Startlöchern

| Redakteur: Ines Stotz

Auf der 13. internationalen CAN-Konferenz (iCC) wurde das CAN-FD-Protokoll vorgestellt, das jetzt höhere Datenraten - schneller als 1 Mbit/s - erlaubt und bis zu 64-byte-Nutzdaten pro Nachricht bietet. (Bilder: CiA)
Auf der 13. internationalen CAN-Konferenz (iCC) wurde das CAN-FD-Protokoll vorgestellt, das jetzt höhere Datenraten - schneller als 1 Mbit/s - erlaubt und bis zu 64-byte-Nutzdaten pro Nachricht bietet. (Bilder: CiA)

Der stetige Anstieg der CiA-Mitgliedszahlen und mehr als vier Milliarden installierte CAN-Chips verdeutlichen die zunehmende Bedeutung von CAN-Netzwerken in verschiedensten Anwendungsgebieten. Blieben noch die Limitierungen der Übertragungsgeschwindigkeit auf 1 MBit/s und die maximale Nutzdatenlänge von 8 Byte – diese fallen jetzt.

In den 80er Jahren entwickelten Bosch-Mitarbeiter eines der robustesten und zuverlässigsten Kommunikationssysteme, das ursprünglich als internes Fahrzeugnetzwerk gedacht war. Im Jahre 1992 hatten einige Ingenieure die Idee, CAN auch als standardisiertes, „eingebettetes” Netzwerk für jegliche Art von Steuerungen zu verwenden. So gründeten daraufhin mehrere Unternehmen die Hersteller- und Nutzerorganisation CAN in Automation e.V. (CiA) mit dem Ziel, Informationen zu Technik, Produkten und Vermarktung zum CAN-Standard aufzubereiten, zu verbreiten und die weitere Entwicklung des CANopen-Protokolls zu unterstützen.

Von nun an verbreitete sich das serielle Kommunikationssystem in der Industrieautomation und wurde zu einem der führenden industriellen Bussysteme - das sich vom „Feldbuskrieg“ und zuletzt von den ebenfalls hart umkämpften Rängen des Industrial Ethernet kaum beeindruckt zeigte.

Schließlich haben heute fast alle wichtigen Halbleiter-Hersteller CAN in ihren Produkten implementiert. Jährlich werden knapp eine Milliarde CAN-Schnittstellen verbaut. Das CANopen-Protokoll und die zugehörigen Profile werden in vielen Anwendungen in „eingebetteten“ Netzwerken genutzt: Von der Maschinensteuerung bis zu Medizingeräten, von Nutzfahrzeugen über Pedelecs bis zu Eisenbahnen und vom elektronischen Türschloss bis zur Aufzugssteuerung.

Jetzt wird der CiA 20 Jahre alt und präsentiert zeitgleich die nächste CAN-Generation. Aus diesem Anlass sprachen wir mit Holger Zeltwanger, geschäftsführendes Vorstandsmitglied von CAN in Automation und Geschäftsführer der CiA über das nach wie vor angesagte Controller Area Network.

Herr Zeltwanger, CAN in Automation feiert in diesem Jahr 20. Geburtstag - herzlichen Glückwunsch! Was ist denn die Aufgabe Ihrer Organisation?

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