Sicherheitssensoren Neue Robotergeneration geht an den Start

Redakteur: Katharina Juschkat

Auch wenn sie ihren Vorgänger auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen: Die neuen Roboter der TX2-Baureihen markieren einen Entwicklungssprung bei Stäubli. Neben einer gesteigerten Performance sind es vor allem die neuen Sicherheitsfunktionen und die damit realisierbaren Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration, die die TX2-Generation ausmachen.

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Neben einer gesteigerten Performance sind es vor allem die neuen Sicherheitsfunktionen und die damit realisierbaren Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration, die die TX2-Generation ausmachen sollen.
Neben einer gesteigerten Performance sind es vor allem die neuen Sicherheitsfunktionen und die damit realisierbaren Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration, die die TX2-Generation ausmachen sollen.
(Stäubli Robotics)

Stäubli hat erste Versionen der TX2-Generation bereits auf internationalen Messen präsentiert. Jetzt gehen die Maschinen an den Start. Doch auf den ersten Blick erschließen sich die vielen Innovationen der drei Modellreihen TX2-40, TX2-60 und TX2-90 nicht. Im Gegenteil: Die Neuen gleichen ihren Vorgängern äußerlich wie ein Ei dem anderen, sehen nur nachgeschärft und dynamischer aus. Geblieben ist die kompakte Bauweise mit einer schlankeren Linienführung. Die Sechsachser, die den Traglastbereich von 2 bis 15 kg bei Reichweiten von 515 bis 1450 mm abdecken, kommen auch künftig mit beengten Platzverhältnissen gut zurecht.

Die Maschinen sind laut Hersteller leichter, steifer und stärker motorisiert und damit dynamischer und energieeffizienter – aber der technologische Quantensprung liegt in der Sicherheitstechnik, so Stäubli. Mit der TX2-Baureihe und der CS9 Sicherheitssteuerung ist das Unternehmen neue Wege bei der Mensch-Maschine-Kooperation gegangen.

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Erhöhte Sicherheit ermöglicht bessere Mensch-Maschine-Interaktion

Dabei will Stäubli einen anderen Weg als die meisten anderen Unternehmen einschlagen. Wo der Unterschied liegt, erklärt Dipl.-Ing. Gerald Vogt, der Geschäftsführer des Unternehmens: „Wir wollten bewusst keine teuren Spezialkinematiken mit Einschränkungen hinsichtlich Traglast oder Geschwindigkeit für reine MRK-Anwendungen entwickeln. Vielmehr wollten wir unsere Standardroboter unter Beibehaltung ihrer vollen Leistungsfähigkeit für die Zusammenarbeit mit Menschen unter bestimmten Bedingungen qualifizieren. Und mit dem Einsatz eigenentwickelter Sicherheitstechnik ist uns das auch gelungen.“

Sensoren überwachen den Roboter

Die Sechsachser der TX2-Baureihe verfügen über einen eigenen digitalen Sicherheitsencoder pro Achse und ein integriertes Safetyboard. Alle Sicherheitsfunktionen sind TÜV-zertifiziert und erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitskategorie SIL3-/PLe. Sensoren überwachen jede Bewegung des Roboters, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dazu werden sämtliche Koordinaten des Roboters sowie Geschwindigkeit und Beschleunigung in Echtzeit erfasst. Stäubli setzt bei der TX2-Baureihe auf konfigurierbare I/O-Module sowie auf Echtzeit-Ethernet-Feldbussysteme, die maximale Sicherheit und Kompatibilität garantieren. Mit diesen Funktionen soll die indirekte oder direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine möglich und auch umsetzbar sein.

Einsatz in rauer Umgebung möglich

Auch wenn das Unternehmen die Sicherheit rundum erneuert hat, setzt es auf der mechanischen Seite auf Bewährtes: Wie schon die Vorgänger verfügen auch die neuen Sechsachser über die geschlossene Struktur in Schutzart IP 65. Das Handgelenk ist in IP 67 gehalten und damit wasserdicht. Damit ist die Baureihe für Einsätze unter anspruchsvollen Reinraum- und Hygieneanforderungen geeignet sowie für Anwendungen unter harten Umgebungsbedingungen wie beispielsweise in Werkzeugmaschinen. Alle Sechsachser der TX2-Generation verfügen optional über eine vertikale Kabeldurchführung am Roboterfuß und können am Boden, an der Wand oder an der Decke montiert werden.

„Neue Möglichkeiten für die Mensch-Maschine-Koexistenz“

„Die Baureihe steht für eine neue Dimension hinsichtlich Qualität, Präzision Geschwindigkeit, Dynamik und Sicherheit“, so Vogt. „Gerade die Sicherheitstechnik dieser Sechsachser eröffnet neue Möglichkeiten beim Roboterzellendesign, der Mensch-Maschine-Koexistenz oder gar Kooperation. Die Sechsachser werden bei Standardapplikationen, aber auch bei MRK-Einsätzen zu höherer Produktivität und Effizienz in allen Industriebereichen beitragen.“

Hannover Messe: Halle 17, Stand E 41

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