Hannover Messe 2017

Neue Zertifizierungsmethodik: Modulare Anlagen betrachten

| Redakteur: Sariana Kunze

„Im Rahmen unserer Mitarbeit in der SmartFactoryKL entwickeln wir Methoden und ein Regelwerk für die Entwicklung und Bewertung von Komponenten, Maschinenmodulen und Systemen der Industrie 4.0“, sagt Dr. Detlev Richter, Global Head of Industry and Energy Products der TÜV SÜD Product Service.
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„Im Rahmen unserer Mitarbeit in der SmartFactoryKL entwickeln wir Methoden und ein Regelwerk für die Entwicklung und Bewertung von Komponenten, Maschinenmodulen und Systemen der Industrie 4.0“, sagt Dr. Detlev Richter, Global Head of Industry and Energy Products der TÜV SÜD Product Service. (Bild: TÜV Süd)

Dienstleistungen für die Entwicklung und Bewertung von Komponenten und Systemen der Industrie 4.0 und die Sicherheit der vernetzten Produktion zeigt TÜV Süd auf der Hannover Messe 2017. Im Mittelpunkt des Auftritts steht eine herstellerunabhängige Industrie-4.0-Produktionsanlage und die Entwicklung einer modularen Zertifizierungsmethodik für die Komponenten von Smart Factories.

Die intelligenten Fabriken von morgen werden modular aufgebaut sein. Mit standardisierten Schnittstellen und modernster Informationstechnologie ermöglichen sie eine hochflexible automatisierte Fertigung nach dem Motto Plug&Produce. Als Mitglied der Technologie-Initiative SmartFactory KL begleitet TÜV Süd die Entwicklung und Weiterentwicklung der Industrie-4.0-Produktionsanlage, die aus der Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen entstanden ist. Die Experten der SmartFactoryKL arbeiten gemeinsam mit den Partnerunternehmen in ihrem Netzwerk an Themen wie Interoperabilität, Funktionale Sicherheit und IT-Security für die gesamte Anlage. „Im Rahmen unserer Mitarbeit in der SmartFactoryKL entwickeln wir Methoden und ein Regelwerk für die Entwicklung und Bewertung von Komponenten, Maschinenmodulen und Systemen der Industrie 4.0“, sagt Dr. Detlev Richter, Global Head of Industry and Energy Products der TÜV Süd Product Service. „Flexible Anlagenstrukturen und selbstkonfigurierende Industrie-4.0-Systeme erfordern eine neue modulare Zertifizierungsmethodik, die unsere Kunden ganzheitlich auf dem Weg zur Industrie 4.0 unterstützt.“ Der Vorteil einer modularen Zertifizierung besteht nach Aussage von Richter in der deutlichen Zeit- und Kostenersparnis beim Betrieb von adaptiven selbstkonfigurierenden Industrie-4.0-Produktionsanlagen. „Zudem werden die sicherheitstechnischen und rechtlichen Fragestellungen bei modularen Anlagenstrukturen bisher nicht ausreichend beachtet“, warnt Pascal Staub-Lang von der TÜV Süd Industrie Service. „Dabei sind diese Faktoren ein nicht zu unterschätzendes potenzielles Risiko für die Inbetriebnahme und den Betrieb der Anlagen.“

Konkrete Umsetzung in der SmartFactoryKL

„Die neue Zertifizierungsmethodik wird ein konkretes Vorgehen enthalten, das die Anforderungen an adaptive, konfigurierbare Anlagen umfassend berücksichtigt“, ergänzt Werner Varro von der TÜV SüdProduct Service. Dafür spiegeln die TÜV Süd-Experten die Anforderungen heutiger technischer Regeln an den Anforderungen der Verwaltungsschale der Industrie 4.0 und entwickeln eine konkrete Umsetzung mit den Industriepartnern in der SmartFactoryKL.

Hannover Messe: Halle 8, Stand D20

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