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Frequenzumrichter

Neuer Antrieb mit Managementfunktion

| Redakteur: Lea Ziegler

Mit Altivar Prozess stellt Schneider Electric die erste variable Antriebslösung mit integrierten, intelligenten Diensten für industrielle Anwendungen vor. Die Altivar-Lösungen sind von 0,75 kW bis 1,5 MW ausgelegt.

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Der Altivar Prozess ist mit vielen Anlagen kompatibel und lässt sich in bestehende Anlagen einfach integrieren.
Der Altivar Prozess ist mit vielen Anlagen kompatibel und lässt sich in bestehende Anlagen einfach integrieren.
(Bild: Schneider )

Altivar Prozess gibt es als Standard- oder als Low Harmonic-Ausführung. Diese Funktion unterbindet Netzrückwirkungen wie Oberwellen von nicht-linearen Verbrauchern. Dank des integrierten Web Servers und der Ethernet-Schnittstelle verbindet die Altivar Prozess-Plattform die Management- mit der Antriebsebene. Das ermöglicht Anwendern ein Asset Management für den Lebenszyklus ihrer Anlagen sowie einen reduzierten Energieverbrauch. Speziell entwickelt wurde Altivar Prozess für die Wasserwirtschaft, die Öl- und Gasbranche sowie den Bergbau und die Lebensmittelindustrie. Typische Anwendungsbeispiele sind Pumpen, Lüfter und Kompressoren in Anlagen, die Gase oder Flüssigkeiten befördern.

Jean-Marie Amann, Vice President Drives Products LoB & STI President bei Schneider Electric: „Statistisch gesehen laufen Pumpen beispielsweise trotz geregelter Drehzahl bereits nach zwei Jahren nicht mehr im optimalen Bereich. Das lässt sich durch ein kontinuierliches Monitoring der Betriebsdaten vermeiden. Dank Altivar Prozess haben Anwender nun die Möglichkeit, die Daten des Antriebs zu überwachen und mit einem Energiemanagement den Verbrauch zu reduzieren. Dafür haben wir bei der Entwicklung auf ein integriertes Energiemonitoring besonderen Wert gelegt.”

Zentrales Datenmanagement

Über den Web Server oder die Ethernet-Schnittstelle werden Energiedaten, Leistungsdaten, Diagnosedaten, Fehlermeldungen, die Anzahl der Starts und Stopps sowie Alarm- und Fehlerhistorien ausgelesen. So wird überwacht, ob Applikationen im optimalen Bereich arbeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Antrieb über den Web Server komplett parametriert werden. Dafür verfügt die Lösung über ein intuitives Dashboard mit frei konfigurierbaren Grafiken zum Betriebszustand. Dies vereinfacht die Wartung und Instandhaltung. Über das “Smart Process Object” werden diese Daten von der Scada- oder Antriebs- in die Managementebene eingespeist. Das erlaubt die Nutzung der Informationen durch Scada-Systeme. Über das Altivar Prozess-Dashboard haben Anwender so Zugriff auf ein komplettes Abbild des Umrichters. Dazu gehören neben der kompletten Parametrier- und Programmieroberfläche auch alle Überwachungsdaten. Zudem sind über das Dashboard Software-Updates und eine lückenlose Betriebsdokumentation möglich.

Diese Informationen stehen auch über Smartphone oder Tablet zum Zugriff bereit. Erforderlich ist lediglich ein Webbrowser, es muss keine spezielle App installiert werden. Dabei erfüllt der sichere Zugriff alle Level-2-Anfoderungen des Achilles Standards, der für Scada-Systeme definiert wurde.

Spezifisches Design für einfachen Betrieb

Die kompakte und modulare Bauweise macht den Altivar Prozess zu jeder Anlage kompatibel. Das vereinfacht die Integration in bestehende oder zu erweiternde Maschinen. Gerade bei kritischen Anwendungen verbindet der Altivar Prozess-, Netz- und Installationsebene in einer Lösung, was den Aufwand für die Wartung und die Betriebskosten reduziert. Zudem vereinfacht die kompakte und modulare Leichtbauweise den Austausch von Ersatzteilen und verkürzt Reparaturzeiten. Kühlergebläse lassen sich beispielsweise innerhalb von fünf Minuten tauschen. Fehlermeldungen erzeugen zudem QR-Codes auf dem Display des Geräts, über die Betreiber Hilfeinformationen abrufen und die technischen Probleme vor Ort lösen können. Weitere QR-Codes auf dem Antriebsgehäuse dienen ebenfalls der schnellen Kontaktaufnahme mit dem Schneider-Electric-Team. Erhältlich sind die Antriebe als Einbaugerät, Wandgerät oder Schrankgerät.

Bei der Konzeption von Altivar Prozess hat Schneider Electric auf die Umweltverträglichkeit Wert gelegt. So sind 70 Prozent seiner Komponenten recyclebar. Das hat dem Produkt das „Green Premium“-Label eingebracht, denn es erfüllt alle Voraussetzungen der europäischen RoHS-Direktive sowie die Reach-Regularien. (lz)

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