Freescale Noch einfachere Entwicklung industrieller 32-Bit-Embedded-Anwendungen

Redakteur: Holger Heller

Freescale stellt erstmals eine hoch integrierte ColdFire-MCU mit USB-, Ethernet-, CAN- und Verschlüsselungsfunktionen vor. Im Preis inbegriffen ist auch noch das MQX-Echtzeit-Betriebssystem.

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Thomas Kühnle, Freescale: ColdFire-MCU erstmals mit USB, Ethernet, CAN und Verschlüsselung – MQX RTOS inklusive
Thomas Kühnle, Freescale: ColdFire-MCU erstmals mit USB, Ethernet, CAN und Verschlüsselung – MQX RTOS inklusive
( Archiv: Vogel Business Media )

Embedded-Entwickler müssen ihre Projekte einerseits mit höherer Rechenleistung und mehr Schnittstellen ausstatten und andererseits die Kosten senken sowie die Marktreife schneller erreichen. Freescale bietet dazu nun eine mit umfangreichen Schnittstellenoptionen ausgestattete Lösung für den Industriebereich: Ein Derivat der 32-Bit-ColdFire-MCU-Familie wird nun mit einer kostenlosen Version des Freescale-Echtzeit-Betriebssystems (RTOS) MQX kombiniert.

Die MCUs der MCF5225x-Baureihe bieten mit ihren integrierten USB-, Ethernet-, CAN- und Verschlüsselungsfunktionen alle erforderlichen Schnittstellen. Das Freescale-eigene MQX-RTOS, dazugehörige Entwicklungs-Tools und Softwarestacks runden das Angebot ab. „Die kombinierte Lösung aus Chip und Software bietet Entwicklern ein hohes Maß an Flexibilität, vielfältige Anbindungsoptionen und ein schnelles Erreichen der Marktreife – nicht zuletzt dank der skalierbaren RTOS-Plattform im Gegenwert von zirka 95.000 US-$“, erklärte Thomas Kühnle, Technical Marketing Engineer bei Freescale.

Kühnle weiter: „Es ist bekannt, dass bei Embedded-Projekten ein Großteil der Teamressourcen in die Softwareentwicklung fließt. Deshalb bietet Freescale die MCF5225x-ColdFire-Bausteine zusammen mit dem MQX RTOS an – und zwar ohne Aufpreis.“

Industrie, Gebäude- und Medizintechnik

MCF5225x von Freescale: u.a. USB-, Ethernet- und CAN-Anbindung möglich (Archiv: Vogel Business Media)

Die auf dem 32-Bit-ColdFire-V2-Kern basierenden MCUs eignen sich für Industrienetzwerke, Gebäude- und Lichttechnik und medizintechnische Einrichtungen – also überall dort, wo hohe Rechenleistung und vielfältige Schnittstellenoptionen gefordert sind. In der Fertigungsautomatisierung kann der USB-Port der MCF5225x-MCUs z.B. für den Anschluss von Standard-Barcode-Scannern verwendet werden, und über den integrierten Fast Ethernet Controller lassen sich verschiedene an das Gebäudenetzwerk angebundene Geräte steuern.

In der Gebäudeautomatisierung gewährleistet der integrierte Verschlüsselungsbeschleuniger eine sichere Kommunikation per Ethernet. In der Medizintechnik unterstützt der USB-Port das schnelle Laden von Patientendaten, während Patientengeräte über die serielle Schnittstelle mit Funkmodulen und LCD-Displays vernetzt werden können.

Schnittstellenoptionen und Sicherheitsfunktionen

„Durch die Integration von USB Device/Host/On-the-Go, Fast Ethernet und CAN auf dem MCF5225x kann der Entwickler für seine jeweilige Anwendung das optimale Kommunikationsprotokoll nutzen, ohne dass er zusätzliche Kommunikationscontroller benötigt“, so Kühnle zum Hauptvorteil der neuen Baureihe, „hinzu kommen noch serielle Kommunikationsschnittstellen wie SPI, zwei I²C-Busse und drei UARTs.“

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Rechenleistung und Designflexibilität

Bild 1: Blockdiagramm der ColdFire-MCU MCF5225x (Archiv: Vogel Business Media)

Der 32-Bit-ColdFire-V2-Kern liefert bei 80 MHz bis zu 76 Dhrystone 2.1 MIPS. Laut Freescale bieten die Bausteine selbst für leistungshungrige Anwendungen mehr als ausreichend Speicher (bis zu 512 KByte Flash und 64 KByte SRAM) und zeichnen sich durch eine einfache Codierung aus. Ein eMAC (enhanced Multiply-Accumulate Controller) mit Hardwaredivision sowie ein DMA-Controller tragen zu einer weiteren Steigerung der Systemleistung bei, indem sie den ColdFire-Kern entlasten.

Die MCF5225x-Familie deckt hinsichtlich CPU-Frequenz, integrierten Speicher, externe Speicherschnittstellen, integrierte Funktionsmodule und Gehäuseoptionen ein breites Spektrum ab. Ein externer Bus gibt Entwicklern die Flexibilität, weiteren Speicher und/oder Peripheriefunktionen aufzurüsten.

MQX RTOS und Entwicklungstools

Die Bausteine werden ohne Aufpreis mit Freescales MQX-RTOS-Quellcode inklusive Softwarestacks für die Kommunikation ausgeliefert. Thomas Kühnle dazu: „Das RTOS steht Kunden unter einem attraktiven Lizenzierungsmodell zur Verfügung, mit dem sie ihre Quellcode-Modifikationen fortschreiben können. MQX zeichnet sich durch seine geringe und obendrein konfigurierbare Komplexität, eine einfach zu nutzende Applikations-Programmierschnittstelle (API) und eine modulare Architektur aus.“

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Entwickler können ihre Applikationsentwicklung mit dem Processor Expert Tool, einem Entwicklungswerkzeug für die CodeWarrior Toolsuite, weiter beschleunigen. Die CodeWarrior-Umgebung ist auf das MQX RTOS abgestimmt. Das Evaluierungsboard M52259EVB stellt ein voll ausgestattetes Entwicklungssystem zum Preis von 299 US-$ dar. Das preisgünstige Demoboard M52259DEMOKIT kann zu einem Aktionspreis von 49 US-$ bestellt werden.

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