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Blackout Notstromaggregate für belgische Unternehmen?

| Redakteur: Robert Weber

Feine Risse in den Stahlkesseln von zwei Atommeilern stellen Belgiens Energieversorgung vor Herausforderungen. Der Wirtschaftsminister spricht schon von Notstromaggregaten für die Unternehmen.

Das Kraftwerk in Doel, Belgien, wurde heruntergefahren, weil Risse in einem Stahlkessel festgestellt wurden. Jetzt bangen die Belgier um die Energieversorgung im Winter.
Das Kraftwerk in Doel, Belgien, wurde heruntergefahren, weil Risse in einem Stahlkessel festgestellt wurden. Jetzt bangen die Belgier um die Energieversorgung im Winter.
(Bild: Torsade de Pointes gemeinfrei)

Verbraucher- und Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte kündigte an, auf Notstromaggregate und Energieeinsparungen zu setzen sowie Zukäufe aus dem Ausland tätigen zu wollen, berichtet die Saarbrücker Zeitung Allein das ist schwierig, denn die Stromverbindungen zum französischen Nachbarn sind nach einem Schaden unterbrochen und eine Leitung zu einem niederländischen Gaskraftwerk ist noch in der Planung. Belgien wollte eigentlich erst 2015 aus der Atomkraft aussteigen und eine Energiewende einläuten. Es werden wohl „ein paar Lichter ausgehen“ , zitiert das Blatt den Politiker.

Die Risse in Stahlkesseln könnten noch weitere Kreise ziehen, denn Baugleiche Einheiten, wurden auch in anderen europäischen Atomkraftwerken verbaut. Sollten die Mängel auch in anderen EU-Staaten entdeckt werden, müssten 22 Meiler stillgelegt werden, schreibt die regionale Zeitung.

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