Kompensationsanlagen

Oberschwingungen im Verbrauchsnetz eliminieren – Energie sparen

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Die Analyse des Ist-Zustands sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. Holger Janssen empfiehlt eine Messung analog zur Spannungsqualitätsnorm EN50160 mit zusätzlichen ereignisgesteuerten Messfunktionen. Diese Norm schreibt einen Analysezeitraum von einer Woche mit zehnminütigen Messungen des Effektivwerts (RMS) vor. Zusammen mit den zeitgleich aufgezeichneten Strömen ergeben sich daraus Schein-, Wirk- und Blindleistung sowie die entsprechenden Oberschwingungen.

„Die Betrachtung des Ist-Zustands über den Zeitraum von einer Woche hat den großen Vorteil, dass auch Schwachlastzeiten im Schichtbetrieb und am Wochenende berücksichtigt werden“, erläutert der Fachmann. Moderne Messgeräte wie der Netzanalysator von Fluke zeichnen bei den Messungen neben den Mittelwerten auch die Minimal- und Maximalwerte während der einzelnen Messperioden auf. Damit geben sie wichtige Hinweise für die Auslegung und Dimensionierung der Kompensationsanlage.

So lassen sich Störungen beseitigen

Ist der aktuelle Zustand der Anlage bekannt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Störungen zu beseitigen:

  • Neuabstimmung der bestehenden Kompensation auf die Oberschwingungen;
  • Einsatz von EMV-Filtern am Verursacher;
  • Nutzung aktiver Kompensationsanlagen;
  • Gebrauch eines aktiven PowerFactors;
  • Verwendung moderner USV-Anlagen.

Schulungen und Mess-Service

Neben Analyse- und Messgeräten offeriert Distrelec Schuricht seinen Kunden gemeinsam mit der Meinke Consult Seminare und Workshops zum Thema Power Quality und Netzanalyse. Kunden, die nicht in eigene Geräte und Schulungen investieren wollen, bietet Meinke Consult einen besonderen Service: Fachleute des Katalogdistributors nehmen die Analyse des betrieblichen Stromnetzes vor und präsentieren anschließend die Situation sowie mögliche Lösungen.

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