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Manus Award 2019

Offshore-Inspektionsgerät reinigt und untersucht Pipelines in einem Arbeitsschritt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Der schottische Maschinenbauer Tooltec hat ein Gerät entwickelt, mit dem Betreiber von Öl- und Gasplattformen unter Wasser Pipelines reinigen und untersuchen können. Mit dieser Entwicklung hat das Unternehmen den ersten Platz beim diesjährigen Manus Award belegt.

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Im Offshore-Inspektionsgerät von Tooltec kommen Iglidur-Gleitlager, Drylin-Linearführungen und eine E-Kette von Igus zum Einsatz. Vorteil ist ihre Schmier- und Wartungsfreiheit sowie die Beständigkeit gegen Salzwasser. Das ermöglicht zuverlässig, Rohre von Öl- und Gasplattformen unter Wasser zu reinigen und zu untersuchen.
Im Offshore-Inspektionsgerät von Tooltec kommen Iglidur-Gleitlager, Drylin-Linearführungen und eine E-Kette von Igus zum Einsatz. Vorteil ist ihre Schmier- und Wartungsfreiheit sowie die Beständigkeit gegen Salzwasser. Das ermöglicht zuverlässig, Rohre von Öl- und Gasplattformen unter Wasser zu reinigen und zu untersuchen.
(Bild: Igus)

Bislang mussten Taucher eingesetzt werden, um unter Wasser Rohre reinigen und untersuchen zu können. Das Offshore-Inspektionsgerät von Tooltec legt sich wie eine Manschette um das Rohr und bewegt sich auf Rollen vorwärts. Während der Fahrt säubert die Maschine die Rohrleitung und untersucht sie auf Schwachstellen. Bei der Konstruktion kamen Polymerlager zum Einsatz.

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Schmiermittelfreier und wartungsfreier Trockenlauf

Metallische Lager hätten Korrosionsanfälligkeit und einen hohen Wartungsaufwand bedeutet. Deswegen hatten sich die Experten für die Hochleistungskunststoffe von Igus entschieden – unter anderem für Iglidur Gleitlager, Drylin Linearführungen und eine E-Kette für die sichere Leitungsführung, die eine Drehbewegung von 360 Grad ausführt. Die Komponenten ermöglichen einen schmiermittelfreien und somit wartungsfreien Trockenlauf und sind beständig gegen salziges Seewasser.

Schwebender Katamaran aus München auf Platz 2

Insgesamt 445 Tüftler aus 32 Ländern haben sich für den Manus Award 2019 beworben. Die Jury aus Vertretern von Fachmedien, Wirtschaft und Forschung hat unter den Bewerbern drei Anwendungen ausgewählt, die durch technische und wirtschaftliche Effizienz sowie Kreativität herausragen.

Auf Platz zwei ist I-Fly 15 gelandet. Zwar wirkt der Sportkatamaran des Münchener Herstellers CEC Catamarans GmbH auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Katamaran. Doch das ändert sich, wenn das Boot Geschwindigkeit aufnimmt. Dann hebt es sich, dank eines mechanischen Flugsteuerungssystems, rund einen halben Meter aus dem Wasser und fährt mit bis zu 30 Knoten (55 km/h) auf vier kleinen ausklappbaren Tragflächen.

Herausforderung: Gewicht am Steuerungssystem reduzieren

Doch bevor der Katamaran das Fliegen erlernte, mussten die Ingenieure Herausforderungen am Steuerungssystem meistern, wie die Reduzierung des Gewichts. Die Entwickler setzen in den Tragflächen deswegen auf leichte Igus Gleitlager aus Hochleistungskunststoffen. Von Vorteil waren auch hier ihr schmiermittelfreier Trockenlauf und ihre Resistenz gegen Salzwasser.

Fahrerassistenzsystem für Menschen mit Gehbehinderung

Die Bronzemedaille des Manus Award 2019 hat das französische Unternehmen Kempf gewonnen, das Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrern das Autofahren ermöglicht. Hier kommt Darios ins Spiel – ein Gasring, der auf dem Lenkrad montiert ist. Drückt der Fahrer den Ring, kann er das Fahrzeug fein dosiert beschleunigen. Bremsen kann er über eine Handbetriebsbremse neben dem Steuer. Auf die klassischen Pedale ist er nicht mehr angewiesen. In der neuesten Version ist der Gasring nicht mehr einfach rund, sondern wie viele moderne Lenkräder abgeflacht. Gemeistert haben die Ingenieure diese konstruktive Herausforderung gemeinsam mit dem 3D-Druckservice von Igus. In Köln sind im 3D-Drucker 200 Elemente aus Hochleistungskunststoffen entstanden, die beweglich miteinander verbunden sind und auf dem Metallkern des weltweit ersten abgeflachten Gasrings gleiten.

SEMINARTIPP Das Seminar „3D-Druck in der direkten digitalen Fertigung“ vermittelt die Technik, Eignung und Voraussetzung des 3D-Drucks und gibt den Teilnehmern einen Überblick über die Entwicklungen, Möglichkeiten und Grenzen.
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