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Elektromobilität Online-Kostenrechner checkt gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge

| Redakteur: Sandra Häuslein

Ein neuer Kostenrechner, der im Auftrag des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. vom Öko-Institut entwickelt wurde, soll Fragen zu den Gesamtkosten eines gewerblich genutzten Elektrofahrzeugs im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen beantworten.

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Schon heute werden 84 % der Elektroautos gewerblich zugelassen.
Schon heute werden 84 % der Elektroautos gewerblich zugelassen.
(Bild: CC0, gemeinfrei, www.pixabay.com)

Wie hoch sind die Gesamtkosten eines gewerblich genutzten Elektrofahrzeugs im Vergleich zu einem Diesel- oder Benzin-Fahrzeug? Welchen Einfluss haben Haltedauer und jährliche Fahrleistung und wie könnten sich die Gesamtkosten in den nächsten Jahren entwickeln? Diese und weitere Fragen soll ein neuer Kostenrechner beantworten, der vom Öko-Institut im Auftrag des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. im Rahmen der Begleit- und Wirkungsforschung der Schaufenster Elektromobilität entwickelt wurde und jetzt verfügbar ist.

Kostenrechner als Entscheidungshilfe für Gewerbetreibende

Das Online-Tool soll transparent Kosten für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybridfahrzeuge analysieren und den direkten Vergleich mit konventionellen Fahrzeugen bieten. In die Berechnung fließen sowohl die Anschaffungskosten, als auch Ladeinfrastruktur, Kraftstoffe und Strom, Werkstattbesuche, Steuer und Versicherung, Abschreibung für Abnutzung sowie Fahrzeugrestwert ein. Die aktuelle Kaufprämie der Bundesregierung für Elektrofahrzeuge ist ebenfalls in den Kostenrechner integriert.

„Ob Industrie, Handwerk oder Dienstleistung – die Frage nach den Anschaffungs- und Halterkosten für Elektroautos spielt in allen Bereichen eine wesentliche Rolle. Gleichzeitig ist der Informationsbedarf weiterhin hoch“, erklärt Dr. Moritz Vogel vom VDE den Ausgangspunkt für die Arbeiten zum Online-Tool. „Der Kostenrechner kann eine erste Entscheidungshilfe sein. So kann sich zum Beispiel ein Pflegedienstleister ausrechnen, ob sich für die Anschaffung eines kleinen Fahrzeugs mit einer Jahresfahrleistung im Unternehmen von 20.000 km eher ein Benziner, ein Plug-In-Hybrid oder ein Elektrofahrzeug lohnt und welche Kostenbestandteile wie hoch zu Buche schlagen. Durch die graphische Darstellung der Kosten kann er einfach abschätzen, ab welcher Jahresfahrleistung oder Haltedauer sich die Anschaffung rechnet“, sagt Moritz Mottschall, Projektleiter und Senior Researcher mit Schwerpunkt Energieeffizienz und alternative Antriebskonzepte am Öko-Institut.

Elektrofahrzeuge in der Unternehmensflotte bringen Vorteile

Schon heute werden 84 % der Elektroautos gewerblich zugelassen. Im Vergleich zum privaten Einsatz bieten Elektrofahrzeuge in Unternehmensflotten Vorteile. In einem variablen Fuhrpark können Elektroautos wirtschaftlicher betrieben werden. Der Aufbau und die hohe Auslastung von Ladestationen sind auf dem eigenen Betriebsgelände eher zu realisieren. Die eingeschränkte Reichweite von Elektroautos stellt ein geringeres Problem dar, wenn der Fahrer bei Bedarf auf andere Firmenfahrzeuge ausweichen kann.

Neben den Kosten können auch die Umweltauswirkungen für einen Kauf entscheidend sein. „Elektromobilität ist kein Selbstzweck, sondern verfolgt auch das Ziel, Treibhausgasemissionen zu verringern“, sagt Moritz Mottschall. „Der Onlinerechner bietet daher auch die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen der Fahrzeuge verständlich nachzuvollziehen.“ Technisch umgesetzt wurde der Rechner von der Datenvisualisierungsagentur Journalism++.

Hier ist der Kostenrechner des Öko-Instituts für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge zu finden. (sh)

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