Nachgefragt: 6 Experten zur Industriekommunikation 4.0 – Teil 2

OPC UA: Wer schließt sich an?

| Autor: Ines Stotz

Rahman Jamal (National Instruments): Auf Initiative von Kuka hin haben sich einige internationale Firmenvertreter für die aktive Unterstützung von TSN im Rahmen einer OPC-UA-Arbeitsgruppe innerhalb der OPC Foundation stark gemacht.

Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei National Instruments: „Die eigentliche Produktivität jedoch entsteht aus der Interaktion zwischen dem Internet der Dinge, ERP-Systemen - so genannten Business Analytics -, dem Internet of Services sowie Social Media, auch Social Web genannt.“
Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei National Instruments: „Die eigentliche Produktivität jedoch entsteht aus der Interaktion zwischen dem Internet der Dinge, ERP-Systemen - so genannten Business Analytics -, dem Internet of Services sowie Social Media, auch Social Web genannt.“ (Bild: National Instruments)

Ebenso wichtig in diesem Zusammenhang ist die AVnu Alliance, bei der NI wiederum aktiv agierendes Mitglied ist. Dieses industrielle Konsortium legt das Hauptaugenmerk auf die Schaffung von Zertifizierungsprogrammen, die für die Interoperabilität von Netzwerkgeräten sorgen – sprich es forciert Zertifizierungen deterministischer Netzwerktechnologien, und zwar auf der Basis offener Standards. Dies gestattet deterministische synchronisierte Vernetzungen auf Grundlage von IEEE-TSN-Basisstandards.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass NI mit weiteren führenden Herstellern wie etwa Intel, Broadcom, GE, Marvell, Cisco usw. im AVnu-Konsortium an der Entwicklung eines Standards für eine Infrastruktur für zeitkritische Gerätekommunikation arbeitet. Ziel ist es, dass diese Infrastruktur bei einer Vielzahl von Organisationen eingesetzt werden kann und unabhängig vom Anwendungsprotokoll ist. Interesse an der Nutzung dieses Fundaments zur Optimierung des OPC-UA-Protokolls wurde bereits von Mitgliedern der OPC Foundation angemeldet. Ebenso interessieren sich bereits andere Organisationen für diese Grundlage.

Zum Thema ‚Konkurrenzsituation mit dem IIC‘ möchte ich sagen, dass in Deutschland sehr stark die Industrie 4.0 im Blickpunkt ist, sprich die intelligente Fabrik der Zukunft oder Smart Factory. Das Industrial Internet Consortium, kurz IIC, wiederum deckt das industrielle Internet of Things ab. Auch hier ist NI übrigens aktives Mitglied.

Im Fokus hierbei sind eher intelligente industrielle Systeme, die unschwer an dem Zusatz ‚smart‘ zu erkennen sind. Bekannt sind etwa Smart Grids, die für die intelligente Stromversorgung sorgen. Weitere Beispiele wären Smart Mobility für die intelligente Verkehrsführung, Smart Health für die Ferndiagnose oder Telemedizin oder eben auch Smart Factory, uns besser bekannt als Industrie 4.0. Sprich, Industrie 4.0 ist nur eine von vielen Disziplinen des Internet of Things. Treffen all diese ‚smarten‘ Szenarien aufeinander und in Beziehungen zueinander, ergeben sich wiederum sogenannte Smart Cities, also intelligente Städte.

Die eigentliche Produktivität jedoch entsteht aus der Interaktion zwischen dem Internet der Dinge, ERP-Systemen - so genannten Business Analytics -, dem Internet of Services sowie Social Media, auch Social Web genannt. Erst dann, wenn für einen nahtlosen Übergang zwischen all diesen Bereichen gesorgt ist, kann man von einer wirklichen vierten industriellen Revolution sprechen, die aus meiner Sicht wesentlich weiter gefasst ist als die intelligente Produktionsstätte, auf die hierzulande die Industrie 4.0 beschränkt wird.

Der Knackpunkt ist, dass die beiden Initiativen – Industrie 4.0 und IIC – komplett unterschiedlich agieren. Hier möchte ich gerne auf die Smart-Factory-Ausgabe der elektrotechnik verweisen, wo ich die Konkurrenzthematik genauer beleuchte. Als global agierendes US-amerikanisches Unternehmen mit einer starken Präsenz und Identität in Deutschland profitiert NI von beiden Ansätzen und ist in beiden sehr aktiv.

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